Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit

Die Gewerbeabfallverordnung

Mit der Novelle hat die Bundesregierung die knapp 15 Jahre alte Verordnung an neuere europarechtliche und nationale Abfall-Regelungen angepasst.
Die Gewerbeabfallverordnung verschärft die Vorgaben an die Getrennthaltung von  gewerblichen Siedlungsabfällen sowie an die Entsorgung von Abfallgemischen. Vor allem steigt auch der  Dokumentations- und Begründungs-Aufwand. Gleiches gilt für  Bau- und Abbruchabfälle, die weitgehend ebenfalls unter die Verordnung fallen und für die ähnliche Vorgaben gemacht werden.
Die am  1. August 2017 in Kraft getretene Verordnung richtet sich an alle Erzeuger und Besitzer von gewerblichen Siedlungsabfällen und von bestimmten Bau- und Abbruchabfällen sowie an die Betreiber von Vorbehandlungs- und Aufbereitungsanlagen.
Unter “Weitere Informationen” finden Sie ein ausführliches Merkblatt zu den neuen Vorgaben für Abfallerzeuger.
Die Bund-/Länder- Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) hat finale Vollzugshinweise für die Gewerbeabfallverordnung veröffentlicht (Mitteilung 34). Dies soll helfen, die Entsorgung von Gewerbeabfall einheitlich umzusetzen. Der Abfallerzeuger steht im Fokus der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) und soll durch konsequente Abfalltrennung eine hochwertige, stoffliche Verwertung gewährleisten. Dies gilt nur für Abfälle welche nach Art, Zusammensetzung, Schadstoffgehalt und Reaktionsverhalten mit Abfällen aus privaten Haushaltungen vergleichbar sind. Alle vier Voraussetzungen müssen erfüllt sein.
Seit dem 1. Januar 2019 müssen Vorbehandlungsanlagen einer Sortierquote von mind. 85% erzielen und mit den technischen Mindeststandards ausgerüstet sein. Dies muss den anliefernden Abfallerzeugern vom jeweiligen Betreiber schriftlich bestätigt werden. Dieser Beleg ist im Rahmen der Dokumentationspflicht aufzubewahren und auf Verlangen der Behörde vorzuweisen.