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Kaufkraftausgleich für Auslandsentsendung

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat mit Schreiben vom 9. April 2020 (PDF-Datei · 183 KB) die Gesamtübersicht über die maßgebenden Kaufkraftzuschläge zum 1. April 2020  mit Zeiträumen ab 1. Januar 2016 bekanntgegeben.
Kaufkraftzuschläge für den Zeitraum 1. Januar 2020 bis 30. März 2020 ergeben sich aus dem BMF-Schreiben vom 13. Januar 2020, IV C 5 - S 2341/19/10002.
Arbeitnehmer, die für einen begrenzten Zeitraum in das Ausland entsandt werden, erhalten oft von ihrem inländischen Arbeitgeber einen Kaufkraftausgleich für höhere Lebenshaltungskosten vor Ort. Dieser Kaufkraftausgleich ist nach § 3 Nr. 64 Einkommensteuergesetz (EStG) steuerfrei, wenn der ins Ausland entsandte Arbeitnehmer dort einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat und das Besteuerungsrecht für das Gehalt des Arbeitnehmers weiterhin in Deutschland verbleibt.
Der Umfang der Steuerfreiheit des Kaufkraftausgleichs richtet sich nach den Sätzen des Kaufkraftausgleichs zu den Auslandsdienstbezügen im öffentlichen Dienst nach § 55 Bundesbesoldungsgesetz. Die Zuschlagssätze werden im öffentlichen Dienst auf 60 Prozent der Dienstbezüge, die bei Verwendung im Inland zustehen, und der Auslandsdienstbezüge angewendet. Außerhalb des öffentlichen Dienstes ist eine vergleichbare Bemessungsgrundlage meist nicht vorhanden. Deshalb wird der steuerfreie Teil des Kaufkraftausgleichs bestimmt, indem ein entsprechender Abschlagssatz nach den Gesamtbezügen einschließlich des Kaufkraftausgleichs angewendet wird (Einzelheiten siehe R 3.64 LStR und H 3.64 LStH).