IHK24

Energie- und Stromsteuer

Pro Jahr werden durch diese beiden Teilsteuern (Energie- und Stromsteuer) etwa 18 Milliarden Euro eingenommen, die überwiegend als zusätzlicher Bundeszuschuss in die Rentenversicherung fließen.
Zur Sicherung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit erhalten energieintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes sowie der Land- und Forstwirtschaft in Deutschland Steuervergünstigungen im Bereich der Strom- und Energiesteuer. Insbesondere Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit hohem Stromverbrauch können im Rahmen des sogenannten Spitzenausgleichs (§ 55 EnStG beziehungsweise § 10 StromStG) Rückzahlungen aus den von ihnen entrichteten Strom- und Energiesteuern erhalten.
Voraussetzung hierfür ist die Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 oder eines Umweltmanagementsystems nach EMAS. Während in den Jahren 2013 und 2014 zum Erhalt des Ausgleichs ein Nachweis, der die Einführung eines solchen Systems bestätigt, ausreicht, gelten die Voraussetzungen ab 2015 verbindlich. Für kleine und mittlere Unternehmen (< 250 Mitarbeiter – KMU) gelten Sonderregelungen, sie können alternative Systeme zur Verbesserung der Energieeffizienz installieren, die den Anforderungen der DIN EN 16247 entsprechen.
Nähere Informationen zu den Anforderungen und Nachweisen, die Unternehmen zur Erhaltung von Steuervergünstigungen im Rahmen des Spitzenausgleichs im Einzelnen erfüllen müssen, enthält das Merkblatt, welches Sie unten herunterladen können.
Anhand des kostenlosen Berechnungsmoduls der IHK Lippe zu Detmold können Sie erkennen, welche möglichen Ermäßigungsansprüche nach den §§ 51 bis 55 Energiesteuergesetz beziehungsweise §§ 9 bis 10 Stromsteuergesetz Sie haben und geltend machen können. Im aktualisierten Berechnungstool stehen die Tabellenblätter für die Antragsjahre 2017/2018 zur Verfügung. Unternehmen des produzierenden Gewerbes können mit dem Tool einfach und schnell ihre Erstattungs- und Entlastungsansprüche berechnen.