Pressemeldung, 22. April 2021

Vollversammlung der IHK Köln: Corona-Situation im Fokus

Das Infektionsschutzgesetz und die Corona-Verordnungen bestimmten den aktuellen Teil der heutigen Sitzung der Vollversammlung der IHK Köln.
IHK-Präsidentin Dr. Nicole Grünewald kritisierte die jüngsten Verschärfungen für Unternehmen bei Corona-Tests und Home-Office sowie die Ausgangssperren:
„Die Unternehmen sind ohne eigenes Verschulden in die Corona-Krise geraten. Die Bereitschaft zum Testen der Mitarbeitenden ist da und wird in den Unternehmen auch gelebt. Wesentlich effektiver zur Bekämpfung der Pandemie wäre es aber, die Unternehmen schnell in die Impfstrategie einzubeziehen. Denn nicht mehr Testen bringt uns aus der Krise, sondern mehr Impfungen. Die Ausgangssperren sorgen für mehr Bürokratie und Unsicherheit. Unsere Unternehmen müssen in Krisenzeiten jedoch entlastet und nicht belastet werden. Wir wünschen uns von Seiten der Politik und Verwaltung mehr Vertrauen in unsere Unternehmen. Nur gemeinsam werden wir die Krise überwinden!“

Resolution zu Steuer-Themen verabschiedet

Für die Zeit nach der Corona-Pandemie müssten schon jetzt die Weichen für mehr wirtschaftliche Dynamik gestellt werden, so die Meinung des ehrenamtlichen Ausschusses für Wirtschafts-, Rechts- und Steuerpolitik der IHK Köln. Hierzu wurde in der heutigen Vollversammlung über eine Resolution zu verschiedenen Steuerthemen diskutiert und abgestimmt. Unter anderem fordert die Vollversammlung eine Reform der Gewerbesteuer.

IHK Köln wirbt bei der Politik für mehr Mut und Unterstützung für das Unternehmertum

Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf das Unternehmertum in Deutschland. Weniger Menschen gründen ein Unternehmen, aus Angst vor den Risiken einer Selbstständigkeit. In vielen Betrieben fehlen Nachfolgeregelungen. Mit einem NRW-weiten Positionspapier werben die Industrie- und Handelskammern daher bei der Politik für mehr Mut und Unterstützung für das Unternehmertum.

Standort der IHK Köln erneut auf der Tagesordnung

Erneut stand das Thema des Standorts der IHK Köln auf der Tagesordnung. Die IHK-Rechnungsprüfungsstelle hatte gefordert, dass sich die Vollversammlung mit der Thematik neu befassen und danach sachgerecht entscheiden muss. Diesen Prozess hat das Präsidium nun transparent begonnen. Nach sachlicher und konstruktiver Diskussion stimmte die Vollversammlung dem Vorschlag des Präsidiums zu, ein Anforderungskonzept für ein IHK-Gebäude zu erstellen, und auf dieser Basis den aktuellen Standort sowie das Lofthaus und weitere Alternativen zu überprüfen.

Vollversammlung öffnet Weg für weitere Mitglieder

Die Vollversammlung hat außerdem den Weg für weitere Mitglieder eröffnet: In den durch die Wahlordnung festgelegten Wahlgruppen sollen bis zu 15 Personen hinzugewählt werden, um die Spiegelbildlichkeit der regionalen Wirtschaftsstruktur in dem höchsten Gremium der IHK Köln zu optimieren. Diese sogenannte Kooptation wird herangezogen, wenn zum Beispiel eine wichtige Branche in der Vollversammlung nicht repräsentiert wird.