Pressemeldung, 11. August 2021

Lage und Erwartungen bei kleinen und mittleren Unternehmen in der Region stabilisiert

Nach dem deutlichen Rückgang der Geschäftslage und der Zukunftsaussichten im Jahr 2020 hat sich die Situation bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)im Bezirk der IHK Köln insgesamt verbessert. Der Konjunkturklimaindikator ist gegenüber dem Vorjahr von 97,8 Punkten auf 113,9 Punkte gestiegen.
Dies ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Köln bei Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden in Köln, Leverkusen, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Rheinisch-Bergischen und dem Oberbergischen Kreis. Die Umfrage fand zwischen dem 30. Mai und dem 9. Juni statt, also noch vor der Hochwasserkatastrophe, die zumindest bei einigen der Unternehmen zu einer neuerlichen Eintrübung geführt haben könnte.

40 Prozent nennen ihre Lage gut

Das Lagebild bleibt aber geteilt: Während Industrie, Baugewerbe, Großhandel und unternehmensorientierte Dienstleister ihre Lage verbessern konnten, ist die Lage im Hotel- und Gaststättengewerbe, bei den personenbezogenen Dienstleistern und im Einzelhandel weiterhin angespannt. Insgesamt stufen 40 Prozent der befragten Unternehmen ihre derzeitige Wirtschaftslage als gut ein (Vorumfrage: 30 Prozent). Jedoch bewertet immer noch fast jedes dritte Unternehmen seine Lage als schlecht. „Die Ergebnisse zeigen, dass die von den Corona-bedingten Einschränkungen besonders betroffenen Branchen weiterhin Unterstützung brauchen“, sagt Dr. Ulrich S. Soénius, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Köln.

Großteil will Beschäftigungsstamm halten

Die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung der kommenden Monate sind deutlich optimistischer als im Sommer 2020. 28 Prozent der Unternehmen glauben wieder an eine bessere Entwicklung (Vorumfrage: 17 Prozent). Dagegen gehen noch zwölf Prozent davon aus, dass sich die Geschäftslage weiter verschlechtert (Vorumfrage: 24 Prozent). Die Investitionsbereitschaft der KMU in der IHK-Region hat im Frühsommer 2021 per Saldo deutlich zugenommen. Trotzdem überwiegt weiterhin die Zahl der Unternehmen, die niedrigere Investitionen als zuletzt planen. 14 Prozent aller befragten Unternehmen geben an, in den kommenden Monaten weitere Mitarbeiter einstellen zu wollen. Die große Mehrheit (78 Prozent) will am derzeitigen Beschäftigungsstamm festhalten.