Pressemeldung 10. September 2021

IHK Köln: Noten von kleinen und mittleren Betrieben für den Standort stabil

Auch im zweiten Jahr der Pandemie hat die IHK Köln kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in ihrem Bezirk zu den Vor- und Nachteilen ihres Firmenstandortes befragt. Das Ergebnis der Befragung, die allerdings noch vor der Flutkatastrophe am 14. Juli beendet wurde: Die KMU gaben der Wirtschaftsregion Köln dieselbe Note wie 2020 und auch wie im Vor-Corona-Jahr 2019: 2,6 – also ein „gut mit Tendenz zu befriedigend“ und damit mit Luft nach oben.
Allerdings: „Die Zerstörungen an Infrastruktur und Gebäuden in Teilen des IHK-Bezirks konnten damit nicht mit in die Ergebnisse einfließen,“ gibt Dr. Ulrich S. Soénius, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Köln, zu bedenken. „Es ist aber davon auszugehen, dass insbesondere im Hinblick auf die regionale und überregionale Erreichbarkeit sowie auf den Zustand der überregionalen Straßen und Autobahnen nach dem 14. Juli eine schlechtere Bewertung erfolgt wäre.“

Kritik vor allem am Zustand kommunaler Straßen

Wie schon im vergangenen Jahr steht bei den Betrieben vor allem den Zustand der kommunalen Straßen in der Kritik. Positiv bewertet wird hingegen die Nähe der Wirtschaftsregion zu Absatzmärkten und Kunden sowie Zulieferern und Kooperationspartnern. Großer Handlungsbedarf besteht aus Sicht der Unternehmen hingegen bei der Telekommunikationsinfrastruktur (inklusive Breitband) sowie bei Parkmöglichkeiten am Unternehmen. Mit Blick auf Standortkosten äußert sich eine deutliche Mehrheit der Betriebe mit den Lohnkosten am Standort zufrieden, die größte Unzufriedenheit herrscht hinsichtlich der Höhe der Gewerbesteuern. Energiekosten sowie Miet- und Pachtkosten sind ebenfalls für viele ein Stein des Anstoßes. Beim Thema Fachkräfte werden das Schul- und Weiterbildungsangebot sowie die Attraktivität des Standorts für Arbeitskräfte von außerhalb als Stärken des Standorts bewertet. Wenig zufrieden zeigen sich die Unternehmen mit der Qualifikation von Azubis und der geringen Zahl von Bewerberinnen und Bewerbern für eine Berufsausbildung.

Ergebnisse für Köln, Leverkusen, Rhein-Berg, Oberberg und Rhein-Erft im Einzelnen

Die Unternehmen mit Sitz in Köln bewerten den Standort mit 2,6 etwas besser als 2020 (2,7) Auch bei den Leverkusener Unternehmen setzt sich mit einer 2,4 ein Aufwärtstrend in der Einschätzung des Standortes weiter fort (Vorumfragen: 2,5 und 2,9). Der Rhein-Erft-Kreis erhält von den dort ansässigen KMU dieses Mal eine 2,4 (Vorumfragen: 2,5 und 2,6), der Rheinisch-Bergische Kreis wird mit 2,7 benotet (Vorjahr 2,6). Der Oberbergische Kreis liegt wie im Vorjahr bei 2,6, nach 2,7 in 2019.
Seit 2010 führt die IHK diese Konjunktur- und Strukturbetrachtung bei Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten durch, die ihren Sitz im Bezirk der IHK Köln und damit in der Stadt Köln, der Stadt Leverkusen, dem Oberbergischen Kreis, dem Rhein-Erft Kreis oder dem Rheinisch-Bergischen Kreis haben.
Den ausführlichen Bericht mit den Einzelauswertungen für Köln, Leverkusen, den Rheinisch-Bergischen, den Oberbergischen und den Rhein-Erft-Kreis finden Sie auf www.ihk-koeln.de (Dok.-Nr. 5044422).