Pressemeldung, 23. April 2021

IHK Köln zu Grundsteuer: Bürokratiearmes Flächenmodell jetzt auch für NRW auf den Weg bringen

Nur in Nordrhein-Westfalen ist die Zukunft für die Grundsteuer immer noch unentschieden, während sich alle anderen Bundesländer bereits auf ihr jeweiliges Modell festgelegt haben.
Die IHK Köln würde eine baldige Entscheidung deshalb begrüßen – und unterstützt einen gemeinsamen Vorschlag mehrerer Wirtschaftsorganisationen und Verbände in NRW, als Bemessungsgrundlage künftig die Grundstücks- und Gebäudeflächen heranzuziehen. „Dieses Verfahren ist für die Finanzverwaltung wie auch für Steuerpflichtige unaufwändig. Es vermeidet eine unkalkulierbare Belastungsdynamik und ist für Unternehmen unterschiedlicher Größen gut verträglich“, erklärt Achim Hoffmann, Leiter des Bereichs Steuer- und Gesellschaftsrecht der IHK Köln.

„Flächenmodell für Betriebe unterschiedlicher Größen gut verträglich“

Die IHK Köln befürwortet damit für NRW ein alternatives Modell als das, welches der Bund vorgegeben hatte. Mittlerweile haben sich alle Bundesländer außer NRW für das Modell des Bundes entschieden oder Alternativmodelle entwickelt. Erst kürzlich hatten die Kommunen in NRW mit Blick auf ihre angespannte Haushaltslage auch von der NRW-Landesregierung eine rasche Klärung verlangt. Achim Hoffmann: „Auch die Unternehmen in der Region brauchen eine Planungsgrundlage, mit welchem Verwaltungs- und finanziellem Aufwand sie ab 2025 zu rechnen haben.“

Grundstücksfläche und Gebäudefläche als Kriterien für die Bemessung

Die Grundsteuer sollte als Flächenmodell an den beiden Kriterien Grundstücksfläche und Gebäudefläche ansetzen, so der IHK-Steuerexperte weiter, da diese Informationen leicht zugänglich und mit geringem Aufwand für Verwaltungen und Steuerpflichtige zu nutzen sind. „Eine möglichst bürokratiearme Ausgestaltung in dieser Form könnte echte Entlastungen bringen und gleichzeitig zu einer auskömmlichen Finanzierung kommunaler Aufgaben beitragen“, erklärt Achim Hoffmann.

Mit IHK NRW, HANDWERK.NRW, unternehmer.nrw, Bund der Steuerzahler sowie Haus & Grund RHEINLAND WESTFALEN hatten sich unlängst die führenden Wirtschaftsorganisationen und Verbände in NRW in einem gemeinsamen Positionspapier für ein einfaches und unbürokratisches Flächenmodell ausgesprochen.