Pressemeldung, 24. Februar 2021

IHK Köln bedauert vorläufiges Aus beim Gewerbegebiet in Kürten-Spitze

Mit Bedauern reagiert die Industrie- und Handelskammer zu Köln auf die Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Kürten, weitere Planungsleistungen für das Gewerbegebiet in Spitze aus dem Haushalt 2021 zu streichen.
„Damit rückt die Entwicklung von dringend benötigten Gewerbeflächen in Kürten in weite Ferne“, sagt Eva Babatz, Leiterin der Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg der IHK Köln. „Wir brauchen dringend Gewerbeflächen für die Entwicklung der Kürtener Unternehmen mit Erweiterungsbedarf, aber auch für die Ansiedlung neuer Betriebe am Standort.“

Hoffnungen richten sich nun auf interkommunale Zusammenarbeit 

Im Jahr 2011 hatte das IHK-Wirtschaftsgremium Kürten über Parteigrenzen hinweg eine beeindruckende Übereinstimmung erzielt: Alle Vorsitzenden der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen votierten in einer Sitzung des Wirtschaftsgremiums für die Ausweisung zusätzlicher Gewerbeflächen. Mit großer Euphorie wurden die Planungen für ein Gewerbegebiet in Spitze auf dem Weg gebracht.
Zwar sind für die Entwicklung des Gewerbegebietes aufgrund der Eigentumsverhältnisse und vor allem wegen der aufwendigen Entwässerung umfangreiche Planungen notwendig – „dennoch liegen die Vorzüge klar auf der Hand“, so Babatz: „Ein zusätzliches Gewerbegebiet in Kürten sorgt für Mehreinnahmen bei Gewerbesteuer und Grundsteuer B und damit langfristig für höhere Erträge im Gemeindehaushalt.“ Und weiter: „Durch wohnortnahe Arbeitsplätze reduziert sich das Verkehrsaufkommen. Ausbildungsplätze vor Ort verhindern zudem die Abwanderung von jungen Menschen.“ Die IHK hofft daher, dass in Zukunft eine interkommunale Zusammenarbeit mit Bergisch Gladbach doch noch für gewerbliche Ansiedlungen in und um Spitze sorgt.