Pressemeldung, 5. August 2021

IHK und HWK Köln: Rheinspange A553 muss realisiert werden

Bereits 2018 standen LKWs und Autos in Bonn jährlich rund 104 Stunden im Stau, in Köln 99. Zur Entlastung der Rodenkirchener Brücke und der Brücken im Bonner Norden ist eine weitere Brücke zwingend notwendig, so die Position der beiden Wirtschaftskammern aus Köln.
Für keine andere Wirtschaftsregion wird ein weiterhin so starkes Wachstum vorhergesagt wie für den Köln-Bonner-Raum. Bereits seit Mitte der 1980er Jahre fordert die regionale Wirtschaft diese Rheinquerung, seitdem hat sich die Situation drastisch verschlimmert.  
Daher wurde die Brücke 2016 im Bundesverkehrswegeplan als „Vordringlicher Bedarf“ eingestuft mit dem höchsten möglichen Kostennutzenfaktor (1:15). „Die LKWs müssen heute große Umwege in Kauf nehmen, um den Rhein zu überqueren. Dadurch entstehen Staus, die Umwelt wird unnötig belastet und die Kosten durch Zeitverlust im Stau und durch die zusätzlichen Kilometer sind für die Gewerbetreibenden immens“, sagt Frank Hemig, stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK Köln. Die Planungsverfahren sollten weiter betrieben und der Bau zügig umgesetzt werden.
Garrelt Duin, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, ergänzt: „Es ist schon sehr kritisch, wenn die jüngste Hochwasserkatastrophe jetzt als Argument gegen die Brücke verwendet wird. Wir brauchen weniger Ideologie und mehr Pragmatismus, um gute Lösungen für die ganze Region zu finden. Von der Brücke profitieren Bürgerinnen und Bürger wie auch der Mittelstand, ohne den die Energiewende gar nicht gelingen kann.“