Pressemeldung, 3. Dezember 2021

Fachkräftemangel in Unternehmen der Region verschärft sich

Der Mangel an Fachkräften wird für viele Unternehmen in der Region immer mehr zu einem Geschäftsrisiko. In der Herbstumfrage der IHK Köln gaben mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen aus Köln, Leverkusen, dem Rheinisch-Bergischen, dem Oberbergischen und dem Rhein-Erft-Kreis an, dass sie längerfristig offene Stellen nicht besetzen können.
In einigen Branchen ist die Lage sogar noch deutlich schlechter: Im Hotel- und Gastgewerbe geben 70 Prozent der Unternehmen an, nicht genug geeignetes Personal zu finden, im Baugewerbe sind es sogar 80 Prozent.

38,5 Prozent müssen Angebot einschränken

Für 38,5 Prozent der Unternehmen führt die Knappheit an Arbeitskräften sogar schon zu einer Einschränkung des Angebots bzw. Ablehnung oder Verlust von Aufträgen (38,5 Prozent). Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen will auf die Situation mit Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung wie angepasster Bezahlung und flexibles Arbeiten reagieren. Rund 47 Prozent wollen mehr für die Ausbildung tun, ein Drittel will die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern.
Der regionale Trend bestätigt sich auch in einer bundesweiten Umfrage des DIHK. Darin gaben 51 Prozent der Unternehmen jetzt an, dass sie offene Stellen zumindest teilweise nicht besetzen können, weil sie keine passenden Arbeitskräfte finden. Das ist ein enormer Zuwachs gegenüber Herbst 2020, als nur 32 Prozent von Fachkräfteengpässen berichteten. Auch vor der Corona-Krise lag diese Quote mit 47 Prozent (Herbst 2019) spürbar niedriger als aktuell.