Pressemeldung, 2. Dezember 2021

Wirtschaft fordert klare Entscheidungen

Die IHK Köln kritisiert den jüngsten Beschluss von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.
„Es ist genau das eingetroffen, was hätte verhindert werden müssen“, sagt IHK-Präsidentin Dr. Nicole Grünewald. „Schließungen und Kapazitätsbegrenzungen sind Gift für unsere Wirtschaft. Darüber hinaus sind die Vorgaben wieder unklar. Nach nunmehr fast zwei Jahren Pandemie wünschen wir uns nachvollziehbare Regelungen, die für Unternehmen und auch deren Kundinnen und Kunden klar und verständlich sind.“ Für die ohnehin stark betroffenen Branchen wie Einzelhandel, Gastronomie und Veranstaltungswirtschaft seien die Vorgaben nicht eindeutig. „Dadurch wird jetzt bereits zum zweiten Mal das Weihnachtsgeschäft gefährdet. Wie sollen unsere Unternehmen da noch auf eigenen Beinen stehen?“ Darüber hinaus stoße es auf Unverständnis, dass sich die Kriterien wieder geändert haben. „Vor zwei Wochen war es noch die Hospitalisierungsrate, nun ist es wieder die Inzidenz. Das ist eine Rolle rückwärts. Wir fordern verlässliche, sinnvolle und nachvollziehbare Bewertungsmaßstäbe.“
Entscheidend für die Wirtschaft sei, dass die Impfoffensive endlich klare Erfolge liefere, denn es bestehe Einigkeit darüber, dass nur ein flächendeckendes Impfen den Ausweg aus der Pandemie weise. Grünewald: „Hier ist Zeit verschenkt worden. Es muss jetzt entschieden werden, ob die Impflicht jetzt kommt oder nicht. Die designierte Regierung muss jetzt zeigen, wo sie steht.“