Pressemeldung, 29. November 2021

Neuer Arbeitskreis Mobilität im IHK-Wirtschaftsgremium Bergisch Gladbach nimmt ÖPNV in Fokus

Der notwendige Ausbau des ÖPNV stand bei der ersten Sitzung des neuen Arbeitskreises Mobilität im IHK-Wirtschaftsgremium Bergisch Gladbach ganz oben auf der Tagesordnung: Der ÖPNV muss in der Lage sein, zukünftig weitere Teile des Berufsverkehrs aufzunehmen, um den motorisierten Individualverkehr entlasten zu können, so die Einschätzung des auf Initiative des IHK-Wirtschaftsgremiums Bergisch Gladbach gegründeten Arbeitskreises.
Ragnar Migenda, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Klimaschutz, und Willi Schmitz, Geschäftsführer der Stadtverkehrsgesellschaft Bergisch Gladbach mbH, berichteten über den Ausbau der S 11, die Verlängerung der Linie 18 von Thielenbruch bis Stadtmitte, ferner über die unterschiedlichen Optionen zur Verlängerung der Linie 1 über das Technologiezentrum und Herkenrath bis Kürten-Spitze – von der auch die Kürtener Wirtschaft profitieren würde, die dort ein interkommunales Gewerbegebiet anstrebt.
Stadt und Wirtschaft waren sich einig, dass die Verkehrssituation in Bergisch Gladbach dringend optimiert werden muss: „Die Wirtschaft unterstützt die Mobilitätswende ausdrücklich“, so Fabian Rensch, Vorsitzender des IHK-Wirtschaftsgremiums und Geschäftsführer der DEUTA Group GmbH. „Dabei fordern wir allerdings eine Berücksichtigung aller Verkehrsträger. Insbesondere der Schwerlastverkehr bedarf in unserer Stadt der Akzeptanz, um die wirtschaftliche Entwicklung zu sichern.“

“Radfahrstreifen auf Buddestraße ergebnisoffen diskutieren”

Um die Belange der Wirtschaft auch bei der Mobilitätswende einzubringen, will der Arbeitskreis in Zukunft den Dialog auch mit den politischen Akteuren führen. „Wir begrüßen, dass die Bergisch Gladbacher Politik den Radfahrstreifen auf der Buddestraße einer weiteren Prüfung unterzieht“, sagt Eva Babatz, Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg, die den Arbeitskreis und das Wirtschaftsgremium geschäftsführend betreut, nach der jüngsten Entscheidung im Ausschuss für strategische Stadtentwicklung. „Die Verkehrswende kann nur mit einer ergebnisoffenen Diskussion gelingen. Im Fall der Buddestraße müssen Alternativen gefunden werden, damit der Wirtschaftsverkehr auf dieser Hauptverkehrsstraße nicht zusätzlich ausgebremst wird.“