pressemeldung, 7. mai 2021

Wirtschaftsgremium Bergisch Gladbach diskutiert Mobilität und Zanders

Das Wirtschaftsgremium Bergisch Gladbach der Industrie- und Handelskammer zu Köln diskutierte in seiner jüngsten virtuellen Sitzung mit dem neuen Beigeordneten Ragnar Migenda über die künftige Mobilität in der Kreisstadt. Einigkeit herrschte dabei über die Notwendigkeit der Verkehrswende, die jedoch die Wirtschaftsverkehre nicht einschränken darf.
„Unsere Unternehmen sind auf eine leistungsfähige Infrastruktur angewiesen, um sowohl für den Güterverkehr als auch für die Mitarbeitenden erreichbar zu sein“, sagte Fabian Rensch, Vorsitzender des Gremiums und Geschäftsführer der DEUTA Group GmbH. „Durch den Trend zum Homeoffice kann ein Teil des Verkehrs vermieden und auf dem Weg zum Arbeitsplatz können vermehrt alternative Verkehrsträger genutzt werden. Beim Warenverkehr sind unsere Unternehmen aber weiterhin auf leistungsfähige Straßen angewiesen.“ Um das Thema zu vertiefen, hat das Wirtschaftsgremium einen Arbeitskreis Mobilität gegründet. „Der Arbeitskreis soll im Dialog mit der Stadtverwaltung die Belange der Wirtschaft in die Mobilitätsplanung der Stadt einbringen und gleichzeitig die Unternehmen für innovative Mobilitätsangebote begeistern“, sagte Eva Babatz, Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg, die das Gremium geschäftsführend betreut.

Bürgermeister bitte um Hilfe für Zandrianer

Bürgermeister Frank Stein, ständiger Gast im Gremium, berichtete neben den aktuellen Herausforderungen im Rahmen der Corona-Pandemie über die aktuelle Situation bei Zanders und bat die Unternehmerinnen und Unternehmer um Unterstützung bei der Übernahme der freigestellten Zandrianer. Die Stadt organisiert zusammen mit weiteren Institutionen eine Jobbörse, um möglichst viele aus der gut ausgebildeten Zanders-Belegschaft in der Stadt zu halten. Die IHK Köln unterstützt die Auszubildenden des Unternehmens bei der Suche nach Betrieben, in denen sie ihre Ausbildung fortsetzen können.
Das Gremium möchte bei der Entwicklung des Zanders-Geländes auch wirtschaftliche Belange berücksichtigt wissen: „Vergleichbar mit dem innenstadtnahen Steinmüllergelände in Gummersbach oder der Neuen Bahnstadt in Opladen können wir uns in einem Teilbereich sehr gut einen Mix aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit vorstellen“, so Rensch. „Der größte Teil sollte aber weiterhin für gewerbliche Nutzungen vorgesehen werden, um expansionswilligen Bergisch Gladbacher Unternehmen Perspektiven aufzeigen zu können.“