Pressemeldung, 12. Februar 2021

29 Prozent der Unternehmen in der Region haben Stellen abgebaut

Von den Unternehmen im Bezirk der IHK Köln (Köln, Leverkusen, Rheinisch-Bergischer Kreis, Rhein-Erft-Kreis, Oberbergischer Kreis) haben 29 Prozent wegen der Folgen der Corona-Pandemie Arbeitsplätze abgebaut. Rund die Hälfte davon hat 50 bis 100 Prozent der Stellen streichen müssen. Dies ist das Ergebnis einer Blitzumfrage der IHK Köln, an der sich zwischen 8. und 18. Januar 313 Unternehmen aus der Region beteiligt haben.
Elf Prozent der befragten Unternehmen haben aufgrund der Pandemie auch die Zahl der Ausbildungsplätze reduziert. „Die Ergebnisse der Umfrage sind wenig überraschend, aber dennoch wichtig, weil sie belegen, wie massiv die Folgen der Pandemie für die Unternehmen sind. Deshalb werden wir nicht müde, Verbesserungen und Vereinfachungen bei den Hilfen für betroffene Firmen einzufordern“, sagte Mike Gahn, Vizepräsident der IHK Köln.
Die Umfrage zeigt auch, welche Maßnahmen die Unternehmen ergriffen haben, um Mitarbeiter halten zu können. Die drei meistgenannten davon sind Abbau von Resturlaub, Kurzarbeit und Abbau von Arbeitszeitkonten. Rund 40 Prozent der befragten Betriebe nutzen derzeit zumindest für einen Teil der Beschäftigten die Kurzarbeit. „Trotzdem planen einige aber bereits Neueinstellungen für die Zeit nach dem Lockdown“, berichtet Dr. Ulrich S. Soénius, Leiter des Geschäftsbereiches Standortpolitik der IHK Köln. Grund dafür sei auch, dass der Fachkräftemangel in einigen Branchen als strukturelles Problem weiter bestehe. „Den meisten Unternehmen fehlt jedoch weiterhin die Planungssicherheit für eine nachhaltige Beschäftigungsplanung“, sagte Soénius.
Alle Ergebnisse der Befragung finden Sie unter  www.ihk-koeln.de/233585