Pressemeldung 21.Januar 2021

Pläne zur Sperrung der Ehrenstraße: IHK Köln mahnt Beteiligung bei der Entscheidung an

Die Bezirksvertretung Innenstadt berät heute über einen Antrag von mehreren Fraktionen, die Ehrenstraße komplett für den Autoverkehr zu sperren. „Den Antrag so kurzfristig und ohne Beteiligung der Anwohner und der Unternehmen auf der Ehrenstraße auf die Tagesordnung zu nehmen, ist für eine gute und nachhaltige Verkehrspolitik in Köln nicht dienlich“, so Dr. Ulrich Soénius, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Köln.
„Mehr Aufenthaltsqualität und eine schönere Geschäfts- und Gastronomie-Straße sind ein gutes Ziel, aber nicht durch eine Entscheidung ohne Beteiligung.“ Soénius mahnt auch die Beteiligung der Wirtschaftsvertreter, wie der IHK Köln und der Handwerkskammer an. „Wenn dies alles außen vor bleibt, sind Entscheidungen von politischen Gremien für die Beteiligten vor Ort nicht nachvollziehbar.“ Zudem sei es angesichts der derzeitigen Pandemie und der Schließung von Gastronomie und Einzelhandel wenig förderlich, die Unternehmer, die ohnehin ums Überleben kämpfen, mit neuen Hiobsbotschaften zu überraschen.
Die IHK Köln hat bereits vor längerer Zeit vorgeschlagen, die Ehrenstraße zwischen Apostelnstraße und Hohenzollernring vom ruhenden Verkehr zu befreien und dort Lieferzonen zu schaffen. Eine Zufahrt für den motorisierten Individualverkehr sollte erhalten bleiben, damit die Parkhäuser erreichbar bleiben. Eine Veränderung der Verkehrsführung sollte dabei auch mit einer positiven Veränderung des Straßenraumes einhergehen. „Der öffentliche Raum muss mehr Qualität erhalten, das dient den Unternehmen, ihren Kunden und den Verkehrsteilnehmern“. Zudem müsse das gesamte Viertel betrachtet werden, nicht nur eine Straße. „Jede Einschränkung an einer Stelle führt zu Auswirkungen an anderen Orten.“