Pressemeldung, 5. Februar 2021

IHK-Umfrage: Brexit zeigt schon deutliche Spuren

Der am 1. Januar 2021 vollzogene Brexit zeigt trotz des in letzter Minute noch erzielten Handelsabkommens schon deutlich seine Auswirkungen. In einer IHK-Blitzumfrage berichteten Unternehmen aus NRW von höherem bürokratischen Aufwand und gestiegenen Kosten, aber auch Staus mit langen Wartezeiten und der verzögerten Belieferung von Kunden. An der Umfrage beteiligten sich insgesamt 279 Unternehmen aus verschiedenen Bezirken der IHKs in NRW.
Die Angaben der beteiligten Unternehmen aus der Region Köln decken sich weitgehend mit dem Durchschnitt. Hier einige der wichtigsten Daten mit den Durchschnittswerten für NRW und den Werten für die Region: Nur eine Minderheit (36,2 Prozent gesamt, 28,6 Prozent im Bezirk der IHK Köln ) glaubt, dass es in den nächsten Wochen zu einer Normalisierung kommt. 32,6 Prozent gesamt und gar 38,1 Prozent in der Region Köln erwarten sogar noch eine Verschärfung der logistischen Probleme.
Seit dem Brexit-Referendum ist der Handel mit Großbritannien bereits kräftig geschrumpft, da Firmen im Vorgriff auf den Brexit ihre Lieferketten entflochten haben. Es ist zu befürchten, dass dieser Prozess weitergeht: 14,3 Prozent der Unternehmen im Raum Köln überlegen, ihre Produktion aus Großbritannien zu verlagern, 23,8 Prozent prüfen eine Einschränkung der Aktivitäten in Großbritannien.