Aktuelle Themen aus der Region

Rheinspange

Eine neue Autobahnspange soll ab 2030 die Verkehrssituation in Köln verbessern.
Die Verbindung zwischen der rechtsrheinischen A59 und der linksrheinischen A555 mit Rheinquerung zwischen Köln und Bonn wurde der vom Deutschen Bundestag im Dezember 2016 beschlossene  Bundesverkehrswegeplan 2030 in den „Vordringlichen Bedarf“ eingestuft.  Straßen.NRW ist derzeit in der Phase der Vorplanung und Linienbestimmung und wird von Interessenvertretern und Bürgern im Rahmen des „Dialogforums Rheinspange A553“ begleitet. Die IHK Köln hat 2013 die Idee einer „Autobahnbrücke“ entwickelt und in den politischen Prozess eingebracht.

Herausforderungen für die Unternehmen und Pendler

Eine Studie ergibt, dass bis zum Jahr 2035 die Städte Köln und Bonn ein Bevölkerungswachstum um weitere neun Prozent verzeichnen werden. Mit wachsender Bevölkerung steigt auch das Verkehrsaufkommen. Die geplante Rheinspange A553 würde eine Alternativroute bei Staulagen bieten, die  Brücken in Rodenkirchen und im Bonner Norden entlasten und den Kölner Süden weiter erschließen. Für Unternehmen und Pendler bedeutet dies ein erhebliches Zeitersparnis, mehr Flexibilität und eine attraktive Routenoption. Derzeit wird eine Umweltverträglichkeitsstudie zwischen Köln-Godorf und Köln-Porz im Norden sowie Troisdorf-Kriegsdorf und Niederkassel-Rheidt im Süden durchgeführt.
Das von Straßen.NRW initiierte Dialogforum, welches ca. alle drei Monate zusammen kommt und aus Bürgerinnen und Bürgern des Planungsraumes sowie Interessenvertretern wie u.a. der IHK Köln besteht, begleitet den Planungs- und Genehmigungsprozess.

Politische Beschlüsse und das Verwaltungshandeln

Im Dezember 2016 hat der Deutsche Bundestag die Rheinspange im Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP), in den „Vordringlichen Bedarf“ eingestuft. Regionale Amts- und Mandatsträger tauschen sich, im Rahmen des „politischen Begleitkreises“ als Gremium, mit Straßen.NRW aus.

Zahlen, Daten, Fakten

Derzeit werden neun verschiedene Varianten für eine Route vertiefend geprüft. Die Routen liegen in der Nähe zwischen Köln-Godorf und den Spicher Seen im Norden, sowie Widdig und Spich im Süden.
Im Rahmen des Dialogforums fand die Online-Infomesse statt. Die Fragen und Antworten zur Planung, Variantenauswahl und den nächsten Schritten sind auf den Seiten der  Online-Infomesse einsehbar.
Das von Straßen.NRW initiiert Dialogforum, welches ca. alle drei Monate zusammen kommt und aus Bürgerinnen und Bürgern des Planungsraumes sowie Interessenvertretern wie u.a. der IHK Köln besteht, begleitet den Planungs- und Genehmigungsprozess.
Laut Straßenverkehrszählung 2015 nutzen im Schnitt ca. 134.000 Kraftfahrzeuge pro Tag die A4 im Bereich der Rodenkirchener Brücke, auf der A565 im Süden sind es ca. 103.000. Häufige Staus sind die Folge: In Bonn standen Autofahrerinnen und -fahrer im Jahr 2018 bereits durchschnittlich 104 Stunden im Stau – der Spitzenwert in NRW. In Köln waren es 99 Stunden. (Quelle:  https://rheinspange.nrw.de/information/bedarf/)

Aktivitäten und Position der IHK Köln

Aus Sicht der IHK Köln ist die geplante Rheinspange gesamtwirtschaftlich sinnvoll und notwendig. Als Mitglied des „Dialogforums Rheinspange A553“ vertritt die IHK Köln die Interessen der Gewerbetreibenden und setzt sich für eine zügige Umsetzung der Rheinspange ein.
Die IHK Köln favorisiert den Bau einer Brücke und spricht sich klar für die nördliche Trasse aus. Aus Sicht der IHK Köln ist es zwingend notwendig, die A553, A555 und die A59 zu verbinden.
Die Anbindung an die bereits bestehende A553 ist nicht Teil der von Straßen.NRW vorgestellten Planung.