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Internationale Schiedsgerichte - Streiterledigung im internationalen Geschäft

Die Festlegung von geltendem Recht und Gerichtsstand ist für alle Parteien in internationalen Verträgen ein besonders sensibler Punkt. Eine weltweit verbreitete Alternative zur staatlichen Gerichtsbarkeit ist die Vereinbarung eines Schiedsgerichts.
Bei Verträgen mit ausländischen Geschäftspartnern, insbesondere bei Exportgeschäften, können Schiedsklauseln eine geeignete Variante sein, langwierige Verfahren vor ordentlichen Gerichten zu vermeiden. Diese außergerichtliche Beilegung von Meinungsverschiedenheiten ist in der Regel nicht nur schneller, sondern auch kostengünstiger. Darüber hinaus bleibt die Vertraulichkeit gewahrt, es können Fachleute zu Schiedsrichtern bestellt werden und die beteiligten Parteien haben eine größere Freiheit, das Verfahren zu bestimmen.
Damit bei Meinungsverschiedenheiten ein Schiedsgericht eingeschaltet werden kann, sollte bereits beim Vertragsschluss eine Schiedsklausel vereinbart werden. Darin wird vereinbart, welches Schiedsgericht, nach welchem Recht und an welchem Ort richten soll. Institutionelle Schiedsgerichte besitzen eine eigene Organisation, eigene Verfahrensregeln und Erfahrungen.
Doch Vorsicht: Lediglich die Unterzeichnerstaaten der " New Yorker Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche" erkennen ausländische Schiedsgerichtsurteile an und ermöglichen deren Durchsetzung!