VV-Resolution, 28. Mai 2018

Resolution zum Ausbau der Ost-West-Achse in Köln

In einer Sondersitzung der Vollversammlung der IHK Köln am 28. Mai 2018 befassten sich die gewählten Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Wirtschaft mit einem ganzen Bündel an Verkehrs- und Infrastrukturthemen. Zum geplanten Ausbau der Ost-West-Achse formulierten die Wirtschaftsvertreter/innen klare Positionen.
Das Strategie-Konzept „Köln mobil 2025“ zeigt auf, dass der Umweltverbund deutlich gestärkt werden muss. Der Umweltverbund umfasst den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und den Rad- und Fußverkehr.
Die Ertüchtigung der Ost-West-Achse ist eines der wichtigsten ÖPNV-Verkehrsprojekte in Köln. Dieser ist für die Zukunft der Stadt Köln und für die Region von zentraler Bedeutung. Dies zeigt auch die Tatsache, dass bereits beim Kölner Masterplan die Ost-West-Achse als wesentliche Maßnahme aufgeführt wird.
Für die Kölner Wirtschaft muss neben einem größtmöglichen Nutzen für die Leistungsfähigkeit des ÖPNV auch die Steigerung der Leistungsfähigkeit des motorisierten Individualverkehrs und des
Radverkehrs sowie der städtebaulichen Qualität verbunden sein. Für die Zukunft der Pendler- und Wirtschaftsverkehre ist eine deutliche Verbesserung des innerstädtischen Verkehrsflusses zur
Aufrechterhaltung und Verbesserung der Erreichbarkeit dringend notwendig.
Die Verknüpfung der genannten Ziele kann aus Sicht der IHK Köln nur mit einer Tunnellösung umgesetzt werden, die mindestens vom Heumarkt bis zum Aachener Weiher reicht. Bei entsprechender Förderfähigkeit oder visionärem politischen Willen ist eine Fortführung des Tunnels weiter entlang der Aachener Straße bis Melaten und nach Osten unter dem Rhein bis Deutz umzusetzen. Bei der Gestaltung der Rampen ist auf die städtebauliche Gestaltung zu achten.
Die Entscheidung über die Ost-West-Achse wird weit in die Zukunft wirken. Die IHK fordert die im Rat vertretenen Parteien deshalb auf, in dieser für Köln und die Region zentralen Zukunftsfrage konstruktiv zusammenzuarbeiten.