Unternehmenführung

Regionales Wirtschaftsförderungsprogramm NRW (RWP) - Beratung

Das Programm des Landes NRW bezuschusst betriebswirtschaftliche, organisatorische und technische Beratungen in Unternehmen
Gefördert werden umfassende betriebswirtschaftliche, organisatorische und technische Beratungen, die von externen und qualifizierten, sachverständigen Beraterinnen oder Beratern mit mindestens zweijähriger Beratungserfahrung im jeweils relevanten Beratungsinhalt  für betriebliche Maßnahmen erbracht werden.
Gefördert werden kleine  und mittlere Unternehmen (KMU), die sich nach EU-Definition nicht in Schwierigkeiten befinden und mehr als fünf Jahre operativ tätig sind. Die Beratungsförderung ist landesweit möglich. Wichtig ist: Anträge sind vor Beginn der Maßnahme unter Verwendung der vorgesehenen Formulare bei der NRW.BANK zu stellen.

Von der Förderung sind folgende Bereiche ausgeschlossen:

  • Land- und Forstwirtschaft, Aquakultur, Fischerei, soweit nicht Verarbeitung oder Vermarktung
  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Bergbau, Abbau von Sand, Kies, Ton, Steinen und vergleichbare Zweige der Urproduktion
  • Energie- und Wasserversorgung, außer Kraftwerke und Wasserversorgungsanlagen, die überwiegend dem betrieblichen Eigenbedarf dienen
  • Einzelhandel, soweit nicht Versandhandel
  • Personenbeförderung im Eisenbahnverkehr und sonstige Personenbeförderung im Landverkehr (Taxis, Omnibusverkehr etc.)
  • Krankenhäuser, Kliniken, Sanatorien, Altenheime oder ähnliche Einrichtungen
  • Kunstfaserindustrie
  • Flughäfen

Mit dem Programm werden Beratungen gefördert aus Anlass

  • der Neuausrichtung der Finanzierungsstruktur,
  • einer frühzeitigen Umstrukturierung,
  • einer notwendigen Erschließung neuer Absatzmärkte,
  • einer geplanten Übergabe des Unternehmens an eine Unternehmensnachfolgerin oder einen -nachfolger,
  • einer geplanten vollständigen oder teilweisen Übernahme eines KMU durch eine Belegschaftsinitiative oder ein anderes KMU oder
  • der Gewährung einer Bürgschaft des Landes NRW oder der Bürgschaftsbank NRW oder
  • einer stillen Beteiligung, für die das Land NRW eine Garantie übernimmt.

Die Förderung erfolgt durch nicht rückzahlbare Zuwendungen, sogenannte Zuschüsse. Dabei gilt:

Nach Einreichung des formgebundenen Antrages inkl. notwendiger Antragsunterlagen bei der NRW.BANK in Münster können zunächst bis zu vier Tagewerke für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie und - nach erneuter Antragstellung - in einer möglichen zweiten Phase die begleitende Umsetzungsberatung mit bis zu weiteren vier Tagewerken gefördert werden. In  Ausnahmefällen (Maßnahmen von besonderer strukturpolitischer Bedeutung) können für beide Phasen mehr als 8 Tagewerke gefördert werden,  max. mit 50.000 €. Die Zuwendungshöhe beträgt max. 50%  (Belegschaftsinitiativen max. 80%) der Beratungskosten. Die Bemessungsgrundlage zur Ermittlung der Zuwendungshöhe liegt bei max. 1.500 € (ohne MWSt.) pro Tagewerk (mind. 8 Std.). Dabei erfolgt die Auszahlung der Zuwendung erst nach Beendigung der zu fördernden Beratung und Beibringung eines Tätigkeitsnachweises, eines Beratungsberichtes und des Nachweises über die vom Antragsteller geleistete Eigenbeteiligung.
Weitere Informationen erhalten Sie bei den Beratungszentren der NRW.BANK.