Corona

Corona-Impfungen in Betrieben

Impfungen in Unternehmen spielen eine wichtige Rolle in der Bekämpfung der Pandemie. Auf dieser Seite finden Sie Informationen für Ihren Betrieb.
Die Spitzenverbände der Deutschen Wirtschaft haben eine Internetseite zum Thema Testen und Impfen in Betrieben erstellt, auf der Handlungsempfehlungen gegeben und Fragen beantworten werden. Dort finden Sie u.a. einen Leitfaden zum Impfen durch Betriebsärzte. Es gibt auch die Rubrik "Betriebsarztsuche". Mittlerweile gibt es auch eine Handlungshilfe zur Bestellung, Lieferung und Verabreichung des Impfstoffs durch die Betriebsärzte.
Die Informationen zur Impfstofflieferung und Impfstoffbestellung für die kommenden Wochen sind auf der gemeinsamen Seite der Spizenverbänder der deutschen Wirtschaft eingestellt. Neu ist, dass der der Bestelltermin aus organisatorischen Gründen ab der KW 28 von Donnerstag auf Mittwoch vorverlegt wird. Das heißt, dass zukünftig bis Mittwoch der Vorvorwoche, 12:00 Uhr, für die übernächste Woche der Impfstoff bestellt werden kann.
Zudem hat das BMG betont, dass grundsätzlich keine Impfstoffvorräte angelegt werden sollen und die Impfungen tagesaktuell an das Digitale Impfquotenmonitoring des RKI gemeldet werden müssen. Dies ist für die Planung und Bereitstellung des betriebsärztlichen Impfstoffkontingents erforderlich. Leider bleiben aktuell die Impfmeldungen noch deutlich hinter den ausgelieferten Impfstoffmengen zurück.
In der aktuellen Impfverordnung ist auch eine Vergütung für die Ausstellung von digitalen Impfzertifikaten vorgesehen - in einer Arztpraxis, durch Betriebsärzte, in Impfzentren oder nachträglich auch in einer Apotheke. In Apotheken soll es bereits am 14. Juni losgehen. Unklar ist derzeit noch, wann auch Betriebsärzte Impfzertifikate ausstellen können.
Auf dem Portal www.mein-apothekenmanager.de, können Nutzer ab Montag bundesweit Apotheken in ihrer Nähe finden, die digitale Impfnachweise kostenlos ausstellen.

Webinar "Corona-Impfungen - Antworten auf die häufigsten Fragen aus betrieblicher Sicht"

Das Thema „Impfungen gegen das Corona-Virus“ wirft für Unternehmen immer wieder neue Fragen auf: Wie gehen wir damit um, wenn nur ein Teil der Beschäftigten geimpft ist bzw. sich impfen lässt? Auf welche Probleme müssen wir uns einstellen und wie lösen wir diese? Wie können Unternehmen die neue SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung umsetzen? Welche Rechte und Pflichten haben Unternehmen?

Dieses Webinar gibt Antworten auf die häufigsten Fragen, die das Impfen aus betrieblicher Sicht mit sich bringt. Darunter:

  • SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung vom 10. September 2021 – Was bleibt bestehen? Was ist neu?
  • Wie kann die erforderliche „arbeitsschutzrechtliche Unterweisung“ zum Thema Corona und Impfungen meiner Mitarbeitenden aussehen? Woher bekomme ich die nötigen Inhalte und Informationen der Unterweisung her? Welche Anweisungen kann ich als Unternehmen geben? Darf ich den Impfstatus meiner Mitarbeitenden erfragen? Welche neuen Pflichten habe ich als Unternehmen (z.B. Abstellung zu den Impfungen, aktive Unterstützung der Betriebsärzte)?
  • Impfen im Unternehmen
  • Welche Möglichkeiten bestehen? Wer trägt die Kosten? Welche Haftungsrisiken sind zu beachten? Ist der Betriebsrat zu beteiligen? Besteht die Testangebotspflicht auch für geimpfte Mitarbeitende?
  • Gut vorbereitet Probleme lösen

Welche Rechte und Pflichten haben Unternehmen gegenüber nicht geimpften und geimpften Mitarbeitenden mit Blick zum Beispiel auf:

  • Zutrittsverweigerung
  • Anordnen der Impfung
  • Freistellung für die Impfung
  • Entgeltfortzahlung im Falle einer Corona-Erkrankung
  • Gemeinsam gegen Corona
Wer bietet weitere Unterstützung von außen? Welche aktuellen Entwicklungen zeichnen sich rund um die Fortsetzung der Impfkampagne in Deutschland ab?

Zielgruppe

Unternehmensentscheider:innen und Beschäftigte, die unternehmenseigene Maßnahmen rund um das Impfen und Lockerungen für geimpfte Mitarbeiter:innen entwickeln wollen.

Termine

  • 23.09.2021, 15:00 – 16:00 Uhr
  • 30.09.2021, 10:00 – 11:00 Uhr
Zur Anmeldung

Ab wann können Unternehmen selbst impfen?

Seit dem 6. Juni 2021 sind Betriebsärzte als eigenständige Leistungserbringer in die Impfkampagne einbezogen. Auch ist mit der aktualisierten Impfverordnung die Priorisierung entfallen, so dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – unabhängig von Alter und Gesundheitszustand - geimpft werden können. Es ist ratsam, Mitarbeitende einer Schicht/einer Abteilung zeitlich ein paar Tage versetzt zu impfen, da durch die Impfreaktionen eine kurzfristige Arbeitsunfähigkeit denkbar ist.

Welche Voraussetzungen bestehen?

Rechtliche Grundlage ist die Corona-ImpfVerordnung vom 02.06.2021.
Eine gesetzliche Impfpflicht besteht nicht. Die Corona-Schutzimpfungen erfolgen auf freiwilliger Basis. Trotz der in § 20 Abs. 6 IfSG bestehenden grundsätzlichen Möglichkeit zum Erlass einer Impfpflicht durch Rechtsverordnung hat der Gesetzgeber im Falle der Corona-Impfung hiervon keinen Gebrauch gemacht.

Wer darf geimpft werden?

Die Ständige Impfkommission (StiKo) hat eine Priorisierung der Impfungen erstellt.
Seit dem 07.06.2021 sind die Betriebsärzte auch in die Impfkampagne aufgenommen worden. Im Zuge dessen ist auch die Impfpriorisierung weggefallen. Es ist ratsam, Mitarbeitende einer Schicht/einer Abteilung zeitlich ein paar Tage versetzt zu impfen, da durch die Impfreaktionen eine kurzfristige Arbeitsunfähigkeit denkbar ist.

Wer trägt die Kosten der Impfung?

Laut Corona-Impfverordnung § 9 (4) ist aktuell vorgesehen, dass die Unternehmen die Kosten für die ärztliche Leistung tragen, wenn sie Betriebsärzt:innen beschäftigen oder einen überbetrieblichen Dienst von Betriebsärzt:innen beauftragen.
Für Selbstständige Betriebsärzt:innen ist eine Abrechnung über die Kassenärztliche Vereinigung möglich. Der Impfstoff wird vom Bund bezahlt, für sämtliche darüber hinausgehenden Kosten müssen die Betriebe selbst aufkommen müssen (Verbrauchsmaterialien, Logistik etc.).

Wie können sich Unternehmen auf betriebliche Impfungen vorbereiten?

Betriebe mit einer Betriebs-/Werks*ärztin können die folgenden Punkte direkt mit diesen besprechen. Auch betriebsärztliche Dienste geben Auskunft und sollten in die Überlegungen - wenn vorhanden – im Vorfeld mit einbezogen werden. Für Betriebe ohne Betriebs-/Werks*ärztin und ohne betriebsärztlichen Dienst ist bislang die Nutzung des Angebots über die Hausärzt:innen vorgesehen.
Folgende Fragen können im Vorfeld einer Impfung bereits jetzt im Betrieb geklärt werden:
  • Wo könnten Impfungen durchgeführt werden?
  • Wer ist für die Impforganisation verantwortlich?
  • Wer würde als nicht-medizinische “Helfer:innen” für die Impfdurchführung zur Verfügung stehen?
  • Mit welchem Einladungs- und Terminmanagement können betriebliche Impftermine geplant werden?
  • Welche sonstigen betriebsärztliche Aufgaben können verschoben werden, welche Vereinbarungen zu Mehrarbeit /Einsatzzeiten etc. können mit Betriebs- und Werksärzt:innen getroffen werden?

An wen kann ich mich bei weiteren Fragen wenden?