Aus- und Weiterbildung

Prüfungen der IHK Köln während der Corona-Pandemie

Winterprüfung 2021/2022

Update (Stand 16. November):

Eine Teilnahme an der Prüfung ist nur nach Vorlage eines Negativtestnachweises - „PCR-Test“ oder PoC-Antigen-Tests („Coronaschnelltest“) – zulässig, der nicht älter als 24 Stunden ist. Kann der Nachweis nicht erbracht werden, ist eine Teilnahme an der Prüfung nicht möglich. Die Prüfung kann dann frühestens zum nächsten regulären Prüfungstermin abgelegt werden.
Geimpfte und genesene Personen müssen keinen Testnachweis erbringen, aber die Impfung oder überstandene Infektion nachweisen.

Die Immunisierung kann nachgewiesen werden durch

  1. den Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff,
  2. den Nachweis eines positiven Testergebnisses (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik), das mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt, oder
  3. den Nachweis eines positiven Testergebnisses nach Nummer 2 in Verbindung mit dem Nachweis der mindestens 14 Tage zurückliegenden Verabreichung mindestens einer Impfstoffdosis gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff.
Aufgrund der aktuellen Infektionslage besteht bei Prüfungen durchgängig die Maskenpflicht, d.h. es muss eine medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske oder eine FFP2-Maske) während des gesamten Aufenthaltes auf dem Prüfungsgelände (also auch während der gesamten Prüfungszeit und Pausen) getragen werden.
Die Corona-Schutzverordnung für NRW sieht vor, dass wir die Prüfungen weiterhin unter entsprechenden Hygienemaßnahmen durchführen können. Die Abschlussprüfungen Winter 2021/2022 finden wie geplant zum regulären Zeitpunkt statt.
Hierzu beobachten die IHKs die Entwicklung des Infektionsgeschehens sowie die dagegen ergriffenen Maßnahmen der zuständigen Behörden, sowohl regional als auch auf Bundesebene. Die IHK-Organisation steht in kontinuierlicher Abstimmung mit allen relevanten Stellen und Partnern vor Ort, insb. Gesundheitsämtern, Betrieben und Beruflichen Schulen mit dem Ziel, die Abschlussprüfungen unter Berücksichtigung aller pandemie-bedingten Vorgaben durchzuführen.
Im Falle einer Änderung von Prüfungsterminen z. B. aufgrund einer behördlichen Anordnung, wird die IHK Köln die Prüfungsteilnehmer/-innen unverzüglich schriftlich (per E-Mail) und über das Onlineportal informieren sowie diese Informationen unverzüglich auf der Internetseite der IHK Köln einstellen. Wir bitten alle Teilnehmer/-innen sich daher regelmäßig (insbesondere kurz vor den Prüfungen) über diese Kanäle zu informieren.
An die Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer geht die dringende Aufforderung, sich mit Blick auf die anstehenden Prüfungen an alle behördlichen Vorgaben zu halten und mindestens zwei Wochen vor dem Prüfungstermin ihre Kontakte eigenverantwortlich so zu beschränken, dass ein Infektions- und Quarantäne-Risiko minimiert und eine Teilnahme an der Prüfung nicht in Frage gestellt wird.

Ich bin durch ein ärztliches Attest vom Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung befreit. Muss ich trotzdem im gesamten Gebäude und auch im Prüfungsraum eine Maske tragen?

Aufgrund der aktuellen Infektionslage ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bei schriftlichen Prüfungen ab Betreten des Prüfgeländes sowie für die gesamte Dauer der schriftlichen Prüfungen vorgeschrieben. Bitte beachten Sie, dass Gesichtsvisiere o.ä.  als Alternative nicht zugelassen sind.
Falls Prüfungsteilnehmer/-innen von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung aufgrund eines ärztlichen Attests befreit sind, wird deshalb dringend empfohlen, sich rechtzeitig vor dem Prüfungstermin direkt mit der IHK Köln in Verbindung zu setzen und zu klären, unter welchen Hygiene- und Schutzmaßnahmen die Teilnahme an der Prüfung möglich ist. In diesem Fall ist ein aktuelles ärztliches Attest erforderlich, aus dem der konkrete Grund für die Befreiung hervor geht und in dem bestätigt wird, dass die Befreiung aus ärztlicher Sicht auch für das Ablegen einer schriftlichen und/oder mündlichen bzw. praktischen Prüfung erforderlich ist.
Sollte eine Berücksichtigung aus organisatorischen Gründen für den aktuellen Prüfungstermin nicht mehr möglich sein, ist eine Teilnahme an der Prüfung erst zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen der Frühjahrsprüfung 2022 möglich.

Was ist zu tun, wenn sich Prüfungsteilnehmer:innen zur Prüfung in behördlich angeordneter Quarantäne befinden?

Prüfungsteilnehmer/-innen, die sich auf behördliche Anordnung in häusliche Quarantäne begeben müssen, dürfen nicht an der Prüfung teilnehmen, wenn die Prüfung in den Zeitraum der Quarantäne fällt. Es handelt sich in diesem Fall um einen Rücktritt aus wichtigem Grund.
Die Prüfungsteilnehmer:innen sind verpflichtet, die IHK Köln unverzüglich unter Beifügung geeigneter Nachweise (zum Beispiel Bescheinigung vom Gesundheitsamt) schriftlich (z. B. per E-Mail) über die Quarantäne-bedingte Nichtteilnahme an der Prüfung zu informieren. In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt. Bei Ausbildungsprüfungen gilt zusätzlich: Auszubildende sind verpflichtet auch ihren Ausbildungsbetrieb darüber zu informieren.

Was muss man tun, wenn man aus Krankheitsgründen an einer Prüfung nicht teilnehmen kann?

Wird ein Prüfling vor der Prüfung krank, kann er jederzeit zurücktreten. Wichtig: Schriftliche Erklärung und Attest!
Der Rücktritt muss rechtzeitig vor Beginn der Prüfung und durch schriftliche Erklärung erfolgen. Diese ist bei der IHK einzureichen. Der Nachweis muss in der Regel durch ein ärztliches Attest geführt werden.
In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt. Der Prüfungsbewerber hat also noch uneingeschränkt die Möglichkeit, an der Prüfung teilzunehmen und eine eventuell nicht bestandene Prüfung zweimal zu wiederholen.
Eine Teilnahme ist dann erst ab dem nächsten Prüfungstermin möglich. Für die Auszubildenden wäre der nächste Termin die Frühjahrsprüfung 2022, die mit den schriftlichen und/oder praktischen Prüfungen im März 2022 beginnt.

Verlängert sich die Ausbildungszeit automatisch, wenn die Prüfung verschoben wird?

Nein, die Ausbildungszeit verlängert sich nicht automatisch. Dies ergibt sich aus § 21 Abs.1 S. 1 BBiG. Danach endet das Berufsausbildungsverhältnis mit Erreichen des vertraglich vereinbarten Ausbildungsendes, auch wenn die Abschlussprüfung noch nicht abgelegt ist.
Eine Verlängerung der Ausbildung über die nach dem Ausbildungsvertrag oder nach der Ausbildungsordnung vorgesehene Ausbildungsdauer hinaus durch vertragliche Vereinbarung sieht das BBiG nicht vor. Die zuständige Stelle kann nach § 8 Abs. 2 auf Antrag Auszubildender jedoch die Ausbildungsdauer verlängern, wenn die Verlängerung erforderlich ist, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Diese kann bei einer längeren Corona-bedingten Ausfallzeit der Berufsausbildung im Betrieb oder in der Berufsschule durchaus der Fall sein.
Die Entscheidung liegt zwar im Ermessen der IHKs und die Ausbildenden sind hierzu von der IHK zu hören. Sofern aber die Verlängerung tatsächlich zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich ist, wird das Ermessen der IHKs in der Regel zu Gunsten des Azubis für eine Verlängerung ausgeübt werden müssen. Die entgegenstehenden betrieblichen Gründe müssten schon sehr gewichtig sein.

Muss ich meinen geplanten Jahresurlaub verschieben, wenn der von der IHK angebotene Termin mit meinem Urlaub kollidiert? Wird in einem solchen Fall ein Ersatztermin angeboten?

Wenn es nicht möglich ist, den bereits gebuchten Urlaub zu verschieben, dann muss gegebenenfalls der nächste reguläre Termin wahrgenommen werden. Ein zusätzlicher Ersatztermin wird nicht angeboten.

Anrechnung von Fehlzeiten

Bei der „freien“ Zeit handelt es sich um Fehlzeiten, die für die Zulassung zur Abschlussprüfung grundsätzlich relevant (§ 43 Abs. 1 Nr. 1 Hs. 1 BBiG) sind. Unerheblich für die Bewertung der Fehlzeit ist, ob der Auszubildende die Fehlzeit zu vertreten hat. Im Rahmen der Zulassung zur Abschlussprüfung erfolgt eine Bewertung der zuständigen IHK, ob es sich um eine Fehlzeit von bis zu 10 Prozent der vertraglichen Ausbildungszeit handelt. Ist dies der Fall, dann ist in der Regel eine Gefährdung des Ausbildungsziels nicht anzunehmen.
Bei Fehlzeit über 10 Prozent können diese dennoch als geringfügig eingeschätzt werden, wenn sie den Ausbildungserfolg nicht gefährden, weil der Auszubildende trotz der vielen Fehltage den für die Erreichung des Ausbildungsziels erforderlichen Leistungsstand hat. Generell gilt, dass bei der Beurteilung der Fehlzeiten immer auf die Umstände des Einzelfalls abzustellen ist.
Es erfolgt diesbezüglich keine Unterscheidung, ob Berufsschulzeit oder Ausbildungszeit im Betrieb ausfällt. Auch die berufsschulischen Inhalte gehören bezüglich der berufsspezifischen Inhalte und bezüglich Wirtschafts- und Sozialkunde zur beruflichen Handlungsfähigkeit. Sowohl Fehlzeiten im Betrieb als auch in der Berufsschule sind zu berücksichtigen.

Begründen die Corona-Auswirkungen einen Widerspruch gegen mein Prüfungsergebnis?

Nein. Die Inhalte und die Bewertung der Prüfung richten sich ausschließlich nach den in der Ausbildungsordnung festgelegten Inhalten. Es darf weder bei der Aufgabenstellung noch bei der Bewertung der Prüfung berücksichtigt werden, wenn Corona-bedingt der Präsenz- oder Onlineunterricht in den Berufskollegs oder beim Bildungsträger oder die praktische Ausbildung in den Betrieben nicht wie geplant stattfinden konnte.
Denn mit der Anmeldung zur Prüfung bestätigen Ausbildungsbetrieb und Auszubildende/-r, dass die Ausbildung vollumfänglich inhaltlich (und nicht nur kalendarisch) durchlaufen und dass alle Ausbildungsinhalte vermittelt wurden.
Sind aufgrund der Corona-bedingten Auswirkungen größere Fehlzeiten angefallen oder konnten wesentliche Ausbildungsinhalte nicht vermittelt werden, sollte ein Antrag auf Verlängerung der Ausbildungszeit gestellt und die Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt abgelegt werden.

Was passiert mit den Prüfungsgebühren?

Da die Prüfungen unter den aktuellen Hygienebedingungen stattfinden, ist ein Rücktritt von der Prüfung nur unter den üblichen Bedingungen möglich.
Das bedeutet u.a. für die Fortbildungs-, Ausbildereignungs-, Sach- und Fachkundeprüfungen, dass auf die Erhebung einer Stornogebühr nur dann verzichtet werden kann, wenn Teilnehmende aus einem der vier folgenden Gründe nicht an einer Prüfung teilnehmen:
  • Teilnehmende, die Symptome haben, in Kontakt mit einem Corona-Verdachtsfall waren oder in einem RKI-Risikoland waren (Ausland, nicht Bundesland!)
  • Teilnehmende, die aufgrund eines amtlichen Beherbergungsverbot keine Unterkunft bekommen
  • Teilnehmende, die vom Arbeitsgeber keine Erlaubnis zur Anreise bekommen (ist durch Schreiben des Arbeitgebers nachzuweisen)
  • Teilnehmer, die den Nachweis erbringen, dass ihnen bei der Rückkehr Quarantäne bevorsteht.
Die Gründe sind mit dem Rücktritt von der Prüfung nachzuweisen. Andernfalls wird bis vier Wochen vor der Prüfung eine Stornogebühr von 30 %, anschließend von 50 % der Prüfungsgebühr erhoben.