Ausbildung

Ausbildungsplätze sichern

Durch das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ werden kleine und mittlere Unternehmen unterstützt, die trotz Corona-Krise ausbilden: Unternehmen erhalten eine Prämie für jeden neu abgeschlossenen Ausbildungsvertrag!
Am 17.03.2021 hat das Bundeskabinett die Verlängerung und Weiterentwicklung des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ beschlossen. Neben der Verdopplung der Ausbildungs- und Übernahmeprämien werden die Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit und die Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung verbessert. Außerdem werden Kosten für externe Vorbereitungskurse anteilig übernommen, die Förderung einer Auftrags- oder Verbundausbildung wird attraktiver und Kleinstunternehmen werden in Form eines Sonderzuschusses unterstützt. Nähere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Das vom Bundeskabinett in der Allianz für Aus- und Weiterbildung angekündigte und im Konjunkturpaket konkretisierte Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ richtet sich in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die durch die COVID-19-Krise "in erheblichem Umfang betroffen" sind.
Wesentlicher Förderzweck der Säulen des Programms:

1. Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus

Ausbildende KMU, die ihre Ausbildungsleistung trotz Pandemiebelastung* im Vergleich zu den drei Vorjahren aufrechterhalten, werden mit einer Ausbildungsprämie gefördert. Sie erhalten für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 2.000 Euro (nach Abschluss der Probezeit). Für das kommende Ausbildungsjahr (Ausbildungsbeginn ab 01.06.2021) steigt die Prämie auf 4.000 Euro. Anspruchsberechtigt sind dann auch KMU mit bis zu 499 Mitarbeitenden.

2. Ausbildungsprämie bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus (Ausbildungsprämie plus)

Ausbildende KMU, die ihre Ausbildungsleistung trotz Pandemiebelastung* im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen, erhalten für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 3.000 Euro (nach Abschluss der Probezeit). Für das kommende Ausbildungsjahr (Ausbildungsbeginn ab 01.06.2021) steigt die Prämie auf 6.000 Euro. Anspruchsberechtigt sind dann auch KMU mit bis zu 499 Mitarbeitenden.
*Ausbildungsbetriebe werden künftig mit Ausbildungsprämien gefördert, wenn sie in einem Monat seit April 2020 einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent gegenüber dem jeweiligen Monat des Vorjahres verzeichnet oder seit Januar 2020 Kurzarbeitergeld (kein Mindestzeitraum) bezogen haben. Es werden Ausbildungsverhältnisse mit Ausbildungsbeginn zwischen 01.06.2020 bis 31.05.2022 gefördert (bisher: 01.08.2020 bis 31.05.2021).

3. Förderung bei Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung

Relevant für Betriebe, die aufgrund von COVID-19 einen Arbeitsausfall von mindestens 50 % zu verzeichnen haben und trotzdem Ausbilder und Azubis nicht in Kurzarbeit bringen. Die Förderung erfolgt in Höhe von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem im Betrieb ein Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen ist. Zusätzlich wird nun auch die Ausbildervergütung bezuschusst.

4. Übernahmeprämie

Unternehmen, die einen Azubi aus einem pandemiebedingt insolventen Unternehmen in Ausbildung übernehmen, können hierfür ebenfalls eine Prämie in Höhe von 6.000 EUR pro Azubi erhalten. Bei dem aufnehmenden Betrieb muss es sich nicht um ein KMU handeln. Sie ist befristet auf Zeiten bis zum 31. Dezember 2021.

5. Lockdown-II-Sonderzuschuss

Ausbildende Kleinstunternehmen können einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 1.000 EUR für jede(n) Auszubildende(n) erhalten, wenn das Unternehmen pandemiebedingt seit November 2020 seine Geschäftstätigkeit völlig oder weitgehend einstellen musste.

6. Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung

Wenn KMU die Ausbildung pandemiebedingt temporär nicht fortsetzen können, können andere KMU, Überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister befristet die Ausbildung übernehmen und dafür eine Prämie von bis zu 8.100 Euro je Auszubildender bzw. Auszubildendem erhalten. Dies gilt, wenn der Geschäftsbetrieb des ursprünglich ausbildenden KMU vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Auflagen betroffen ist, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern. Künftig kann auch der Stammausbildungsbetrieb die Förderung beantragen. Die Förderung wird zudem flexibilisiert: die Mindestdauer der geförderten Auftrags- oder Verbundausbildung sinkt auf vier Wochen. Die Förderhöhe wird künftig 450 EUR pro Woche betragen, höchstens 8.100 EUR (das entspricht 18 Wochen).

 7. Förderung von Prüfungsvorbereitungen

Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts vom 17. März 2021 kann ein besonders von der Pandemie betroffener Ausbildungsbetrieb mit bis zu 499 Mitarbeitenden einen Zuschuss zu den Kosten erhalten, die ihm dadurch entstehen, dass er seinen Auszubildenden Prüfungsvorbereitungslehrgänge zur Verfügung stellt. Der Zuschuss wird 50 % der entstandenen Kosten, maximal 500 EUR betragen.

Hinweise und weiterführende Informationen zur Antragstellung:

Anträge auf Förderung sind hinsichtlich der Maßnahmen (1) bis (5) bei der für das jeweilige Unternehmen örtlich zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen.
Die Antragsformulare sowie Hinweise zur Antragstellung finden Sie auf den Seiten der Agentur für Arbeit.
Die Antragstellungen zu den Maßnahmen (6) und (7) erfolgen bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See.
Die Antragsformulare sowie Hinweise zur Antragstellung finden Sie auf den Seiten der Knappschaft-Bahn-See.

Bestätigung der IHK

Unter den Formularen zur Antragsstellung bei der Agentur für Arbeit und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See finden sich jeweils auch Bescheinigungen, die von der IHK auszufüllen sind. Bitte senden Sie uns diese Formulare ausschließlich per E-Mail an das Postfach ausbildungspraemie@koeln.ihk.de. Wir werden die unterschriebene Bestätigung dann schnellstmöglich per E-Mail an Sie zurücksenden. Diese fügen Sie dann bitte anschließend dem Antrag bei der jeweiligen Stelle bei.
Wichtig: Bitte füllen Sie das Formular für die Beantragung der Ausbildungsprämie (plus) möglichst vollständig zur Gegenprüfung aus.
Für Rücksprachen steht die Ausbildungsberatung der IHK Köln zur Verfügung:
Tel. 0221 1640-6630
E-Mail: ausbildungspraemie@koeln.ihk.de