Ausbildung

Umschulung

Die berufliche Umschulung ist ein eigenständiges Ziel der beruflichen Bildung und soll zu einer anderen beruflichen Tätigkeit befähigen. Sie richtet sich daher an Erwachsene, die schon über Berufserfahrung verfügen. Die Dauer der Umschulung ist kürzer als bei einer Ausbildung, in der Regel etwa zwei Drittel der regulären Ausbildungszeit.

Einzelumschulung oder Gruppenumschulung?

Wenn feststeht, dass eine Umschulung finanziert wird, muss die zukünftige Umschülerin/ der zukünftige Umschüler sich Gedanken machen, ob eine betriebliche Einzelumschulung oder eine Gruppenumschulung in Frage kommt.
Die betriebliche Einzelumschulung findet individuell in einem Unternehmen statt. In der Regel wird auch die Berufsschule besucht. Eine betriebliche Einzelumschulung darf jedes Unternehmen anbieten, das für den jeweiligen Beruf ausbildungsberechtigt ist.
Die Gruppenumschulung findet bei einem Bildungsanbieter/ Umschulungsträger statt. Dieser bildet für seine Umschulungen in einem oder mehreren Berufen „Lerngruppen“. Der Bildungsanbieter vermittelt die Theorie und die Praxis. Eine Gruppenumschulung beinhaltet zudem betriebliche Praktika.

Umschulungsrichtlinien

Maßnahmen der beruflichen Umschulung müssen nach Art, Ziel und Dauer den „besonderen Erfordernissen der beruflichen Erwachsenenbildung entsprechen“ (vgl. § 62 Abs. 1 BBiG). Anbieter von Umschulungsmaßnahmen müssen neue Umschulungsmaßnahmen (auch Wiederholungsmaßnahmen) vor Beginn der zuständigen IHK anzeigen. Die IHK Köln stellt hierfür einen Meldebogen zur Verfügung, den sie im Downloadbereich finden. Nach erfolgreicher Prüfung des vorgelegten Umschulungskonzepts erfolgt bei erstmalig durchgeführten Maßnahmen grundsätzlich auch eine Begehung der Umschulungsstätte. Im Rahmen dieser Begehung wird die Eignung der Umschulungsstätte festgestellt.

Anforderungen für eine Umschulung

Die Anforderungen, die an die Umschulungsstätte, das dort beschäftigte Ausbildungspersonal sowie an die inhaltliche Gestaltung der Maßnahme gestellt werden, sind durch die gesetzlichen Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes grundsätzlich definiert und werden durch die Richtlinien der IHK Köln konkretisiert.
Die aktuell gültige Umschulungsrichtlinie finden sie unter “Weitere Informationen”. Grundsätzlich gilt, dass die Umschulungsstätte nach Art und Einrichtung so ausgestattet sein muss, dass die gesamte berufliche Handlungsfähigkeit in der Umschulungsstätte erworben werden kann. Sofern die Umschulungsstätte nicht alle Inhalte selbst vermitteln kann, ist eine Kooperation mit einem geeigneten Partnerunternehmen notwendig.
Im Rahmen einer trägergestützten Umschulungsmaßnahme ist auch ein systematisch durchgeführtes Praktikum in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb obligatorisch. Im Downloadbereich haben wir einige wichtige Informationen zusammengestellt, die für die Auswahl und den Nachweis der Eignung der Praktikumsstätten durch den Bildungsträger zu beachten sind.
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