Nr. 5015070
Ausbildung

Anlagenmechaniker/-in

Nach der Teilnovellierung der industriellen Metall- und Elektroberufe sowie des Mechatronikers hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Neufassungen für die drei entsprechenden Ausbildungsordnungen erstellt. 
Es kann schon mal ein bisschen heißer werden beim Anlagenbau. Denn Anlagenmechaniker hantieren mit einem Schweiß-Brenner fast ebenso häufig wie mit der riesigen elektrischen Säge, die auch die dicksten Metallrohre zerlegt. Anlagenmechaniker wissen, wie man Rohre kürzt oder Bleche biegt. Beim Schweißen benötigen sie häufig spezielle Kenntnisse und Zulassungen für bestimmte Verfahren oder Materialien.
Anlagenmechaniker sind Spezialisten. Sie bauen beispielsweise Produktionsanlagen für den Autobau, für die chemische oder für die Lebensmittel-Industrie ebenso wie Dampferzeuger für Kraftwerke. Rohrleitungssysteme für eine Erdölraffinerie können sie genauso herstellen wie Sudbehälter für eine Brauerei. Immer dann, wenn es darum geht, Flüssigkeiten, Gase, Druckluft oder Pulver sicher aufzubewahren oder zu transportieren, sind Anlagenmechaniker und Anlagenmechanikerinnen gefragt. Dabei müssen sie verantwortungsbewusst und sorgfältig arbeiten. Denn nur wirklich dichte Systeme sind sichere Systeme.
Die Einzelteile einer Anlage fertigen sie zunächst im Betrieb. Dabei arbeiten sie anhand von Konstruktionszeichnungen und Schweißplänen. Sie bereiten das Arbeitsmaterial vor und schneiden es anschließend genau nach Maß, biegen es und verbinden es durch Falzen, Löten oder Schweißen. Besonders bei Druckbehältern prüfen sie, ob die Schweißnähte belastbar und die fertigen Apparate wirklich dicht sind.
Meist montieren Anlagenmechaniker die fertigen Teile erst beim Kunden zusammen. Dabei bauen sie auch die erforderlichen Armaturen, Druckregler und Elemente aus der Mess-, Steuer- und Regeltechnik ein. Sie übergeben die Anlage an den Kunden und erklären Besonderheiten und Sicherheitsvorschriften. Manchmal reisen sie dazu auch ins Ausland. Neben dem Bau von Anlagen kümmern sich Anlagenmechaniker und Anlagenmechanikerinnen auch um Wartungs- und Reparaturarbeiten.
Einen Eindruck von der Ausbildung vermittelt Ihnen unser  Video aus der Reihe "Azubi für einen Tag".

Ausbildungsdauer

  • 3,5 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Berufsausbildung

Die Ausbildung erfolgt nach den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes und findet im Rahmen des dualen Systems im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Die reguläre Ausbildungszeit beträgt dreieinhalb Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Ausbildungszeitverkürzung möglich.

Arbeitsgebiet

Anlagenmechaniker / Anlagenmechanikerinnen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik arbeiten in der Montage und Instandhaltung von komplexen Anlagen und Systemen in der Versorgungstechnik.
Anlagenmechaniker / Anlagenmechanikerinnen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sind im Handwerk und in der Industrie an unterschiedlichen Einsatzorten tätig, vornehmlich auf Baustellen, in Wohn- und Betriebsgebäuden sowie in Werkstätten. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Dienstleistungsbereich beim Kunden. Sie führen ihre Arbeit unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen selbständig nach Unterlagen und Anweisungen aus. Dabei arbeiten sie häufig im Team. Sie stimmen ihre Arbeit mit vor- und nachgelagerten Gewerken ab.

Berufliche Fähigkeiten:

Anlagenmechaniker / Anlagenmechanikerinnen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
  • planen und steuern Arbeitsabläufe, kontrollieren und beurteilen Arbeitsergebnisse und wenden Qualitätsmanagementsysteme an,
  • montieren und demontieren Rohrleitungen, Kanäle und Komponenten von Ver- und Entsorgungsanlagen, transportieren und sichern sie
  • installieren und prüfen elektrische Baugruppen und Komponenten,
  • installieren Regel-, Steuer- Sicherheits- und Überwachungseinrichtungen stellen sie auf die Sollwerte ein und prüfen sie,
  • prüfen die Funktionen von versorgungstechnischen Anlagen und Systemen, stellen sie ein, optimieren und warten sie
  • nehmen versorgungstechnische Anlagen und Systeme in Betrieb,
  • übergeben versorgungstechnische Anlagen und Systeme an die Kunden und weisen diese in die Bedienung der Anlagen ein,
  • führen die Inspektion, Wartung und Instandsetzung versorgungstechnischer Anlagen und Systeme durch
  • beraten und betreuen Kunden in Bezug auf Produkte und Dienstleistungen des Betriebes unter Beachtung ökologischer und ökonomischer Aspekte
  • arbeiten auch mit englischsprachigen Unterlagen und wenden auch englische Fachausdrücke an.
Ausbildung

Ausbaufacharbeiter/in

Ausbaufacharbeiter/in

Ausbaufacharbeiter/innen rücken an, wenn der Rohbau fertig ist oder der Altbau saniert wird. Fliesen legen, Wände verputzen und Gerüstaufbau gehören dann zu ihren Aufgaben. Sowohl grobe Tätigkeiten als auch solche, die eine ruhige Hand erfordern, gehören zum Tätigkeitsprofil in diesem Metier. Wenn der Auftraggeber etwa Stuck in seinen Räumen haben möchte, zieht der Ausbaufacharbeiter ein Profil, danach versetzt er es und putzt es anschließend ein. Aber auch  Arbeiten, wie der Einbau von Dämmungen in Decken und Wände gehört zum Aufgabengebiet dieser Facharbeiter/innen. Zudem vermessen sie Räume und Bauteile, stellen Betonschalungen für Stützen, Balken und Wände her.
Die Richtung geben dabei Plan und Auftragsarbeit vor. Danach planen und organisieren die Alleskönner die Arbeit und richten die Baustelle ein. Anschließend überprüfen sie das Ergebnis auf Fehler und dokumentieren es.
Je nachdem, für welches Kerngebiet sich der oder die Auszubildende entscheidet, erwarten ihn oder sie die unterschiedlichsten Aufgaben. Nach zwei Dritteln der Ausbildung heißt es für die Auszubildenden, eine Entscheidung zu treffen. Sie legen dann ihren Schwerpunkt wahlweise auf Zimmerarbeiten, Stuckateur-Arbeiten, Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten, Estricharbeiten, Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten oder Trockenbauarbeiten.
Zur Praxis gehört untrennbar die Theorie: Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz stehen genauso auf dem Lehrplan wie die Vermittlung von umfangreichem Wissen über Baumaschinen und Werkzeuge. Arbeitgeber sind Handwerks-, Wohnungs- und Industriebaufirmen. Zum Anforderungsprofil gehören neben einem Hauptschulabschluss - manche Unternehmen setzten auch die Mittlere Reife voraus - ebenfalls körperliche Fitness und handwerkliches Geschick. 
Für diejenigen, die sich fortbilden möchten, gibt es später kaum Grenzen. Die Fortbildung zum/zur Meister/-in ist ebenso möglich wie ein Studium. Nach dem Besuch einer Fachhochschule nennen sich die Absolvent/-innen dann Diplom-Ingenieur/innen "Bauingenieurwesen" oder "Architektur". Selbstverständlich ist auch die Selbstständigkeit eine Variante des späteren Arbeitsplatzes.
Übrigens: Nicht nur die abwechslungsreiche Tätigkeit macht den Beruf attraktiv, sondern auch die Vergütung. Schon während der Ausbildung ist diese vergleichsweise gut und kann nach der Ausbildung - je nach Leistung - rasant ansteigen.


Ausbildungsdauer: 2 Jahre

Berufsschulen:
Ausbildung

Automatenfachmann/-frau

Berfsprofil: Automatenfachleute sind viel unterwegs und müssen sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen.
Manchmal muss es einfach schnell gehen. Es ist Mittagszeit, und in der Schalterhalle der Bank hat sich vor dem defekten Geldautomaten bereits eine kleine Warteschlange gebildet. Viele Kunden nutzen die kurze Mittagspause, um ihre Geldgeschäfte zu erledigen. Jetzt kann nur der eiligst herbeigerufene Automatenfachmann oder die Automatenfachfrau helfen.
Ruhig und mit Übersicht werden die einzelnen Funktionen und Bauteile solange überprüft, bis der Fehler gefunden ist und behoben werden kann. Dass einige Kunden bereits ungeduldig nörgeln, darf Automatenfachleute nicht in Ihrer Konzentration stören. Heute handelt es sich um einen Softwarefehler, also bleibt der Werkzeugkasten dieses Mal zu und der Laptop zum Aufspielen einer neuen Software kommt zum Einsatz. Bei der nächsten Bankfiliale ist das vielleicht anders.
Verständnis für technische Zusammenhänge und Abläufe sowie handwerkliche Fähigkeiten sind daher erforderlich, um diesen Beruf mit Freude auszuüben. Aber Technik allein ist nicht alles. Ebenso wichtig ist der persönliche Kontakt, denn die Fachleute beraten ihre Kunden über die verschiedenen Automatentypen und den nach rechtlichen Vorschriften geeigneten Standort. Oder schlicht dahingehend, wie der Getränke-, Verpflegungs-, Zeiterfassungs- oder Unterhaltungsautomat nach Inbetriebnahme durch die Automatenfachleute funktioniert.
Sorgen sie auch dafür, dass die Warenbestände regelmäßig überprüft und das Verfallsdatum von Lebensmitteln kontrolliert wird? Sicher, auch diese Aufgaben erledigen die Automatenfachleute. Sie ersetzen fehlende Produkte und tauschen abgelaufene Waren aus. Sie dokumentieren, ob sich ein Produkt besser verkauft als das andere, mehr Kurz- oder Langzeittickets erworben werden und ermitteln so den tatsächlichen Bedarf.
Während ihrer dreijährigen Ausbildung lernen sie den kaufmännischen und logistischen Umgang mit Waren sowie die Abrechnung und den Kassenabschluss der einzelnen Automaten. Ebenso den Umgang mit Reklamationen und die Dokumentation von Störungen.
Zum 31.07.2015 endete die Verordnung über die Entwicklung und Erprobung der Berufsausbildung in der Automatenwirtschaft mit den beiden Erprobungsberufen Fachkraft für Automatenservice (2-jährig) und dem darauf aufbauenden dreijährigen Automatenfachmann und der Automatenfachfrau.
Der am 01.08.2015 in Kraft getretene dreijährige Ausbildungsberuf Automatenfachmann und Automatenfachfrau vereint Inhalte der beiden Erprobungsverordnungen. Der Ausbildungsberuf Automatenfachmann und Automatenfachfrau wurde in zwei Fachrichtungen „Automatenmechatronik“ und „Automatendienstleistung“ gegliedert.
Die Fachrichtung „Automatendienstleistung“ wurde um zwei Wahlqualifikationen „Kaufmännische Geschäftsprozesse“ und „Kundenbetreuung“ erweitert. In der Fachrichtung „Automatenmechatronik“ wurden Inhalte aufgenommen, die einer Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten entsprechen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • Drei Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Automobilkaufmann/-kauffrau

Die Anforderungen an Fachkräfte im Bereich des Automobilhandels haben sich in den vergangenen Jahren stetig gewandelt. So haben sich das Nutzungsverhalten der Kunden und die daraus entstehenden Ansprüche an die Angebotsstruktur der Händler ebenso verändert, wie rechtliche Vorgaben und technische Normen.
Neue Distributionskanäle, national wie international, eröffnen Chancen den Absatz positiv zu beeinflussen und zusätzliche Kundenstämme gewinnen zu können. Innovative Strategien rund um Service und Kundendienst runden das Angebot eines modernen und kundenorientierten Autohauses ab.
Nach Abschluss des Neuordnungsverfahrens, das die Modernisierung des Berufsbildes „Automobilkaufmann/Automobilkauffrau“ zum Ziel hatte, ist nun eine aktualisierte Ausbildungsverordnung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Diese ist am 1. August 2017 in Kraft getreten.
Finanzdienstleistungen (Fahrzeugfinanzierung) sowie Fahrzeugleasing als Geschäftsfeld im Autohaus, eine stärkere Inhaltsvermittlung der Fahrzeugtechnik und auch der Ausbau des Internethandels (Fahrzeuge, Zubehör) sind einige der Neuerungen, denen mit der neuen Ausbildungsverordnung Rechnung getragen wird.
Auch im Bereich der Abschlussprüfung gibt es Änderungen. So wurde nunmehr auch im Automobilhandel das Modell der „Gestreckten Abschlussprüfung“ eingeführt, das bereits im Einzelhandel seit einigen Jahren erfolgreich etabliert ist.
Die Ausbildungsverordnung stellen wir Ihnen im Downloadbereich bereit. Gerne vereinbaren wir darüber hinaus auch einen persönlichen Beratungstermin mit Ihnen, um individuelle Fragen beantworten zu können. Hierzu stehen Ihnen unsere  Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater gerne zur Verfügung.
Wir freuen uns über Ihre Kontaktanfrage über  ausbildung@koeln.ihk.de oder 0221 - 1640 6600.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan


Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen:


Ausbildung

Bankkaufleute

Sprüche über Bankkaufleute gibt es so einige: „Bankkaufleute müssen schlau sein wie ein Fuchs, vertrauenswürdig wie ein Beichtvater und Nerven haben wie Schiffstaue," oder „Wichtigste Aufgabe des Bankkaufmanns: aus Kunden Freunde und aus Feinden Kunden zu machen," oder auch „Bankkaufleute sind die gründlichsten Leser – denn sie wissen am Besten, was für Nachteile aus flüchtiger Lektüre entstehen können."
Sprüche, die schon einige der Eigenschaften umreißen, die Bankkaufleute mitbringen sollten: Sie sollten gern mit Menschen zu tun haben, verantwortungsbewusst und eigenständig arbeiten können, gute Umgangsformen und ein gepflegtes Äußeres mitbringen, sich gut ausdrücken können und gerne mit Zahlen umgehen. Denn dann können sie bestens beraten rund um Geldanlage, Kontoführung, Kredite, Zahlungsverkehr oder auch Immobilienfinanzierung.
Der Name sagt natürlich, wo die meisten Bankkaufleute arbeiten: in Banken. In Sparkassen sind sie ebenso zu Hause wie bei Volks- und Raiffeisenbanken, bei Privatbanken oder Bausparkassen. Sie sind diejenigen, bei denen man sein erstes Girokonto eröffnet, sich über Kreditmöglichkeiten informiert oder fragt, wie das eigentlich mit einem Bausparvertrag funktioniert.
Stehen Reisen ins Ausland an, dann kann man sich von den Bankkaufleuten erklären lassen, welche Währung gilt oder welche Gebühren bei Kartenzahlung im Ausland fällig werden. Und hat man Geld übrig, haben die Bankkaufleute Tipps rund um Wertpapiere oder andere Geldanlagen.
Kurz und gut: Bankkaufleute sind die netten Menschen, die die Kunden der Bank beraten und über die Angebote und Konditionen informieren. Neben Kontoführung, Geld- und Vermögensanlage und Zahlungsverkehr stehen auch Rechtsthemen, der Umgang mit Informations- und Kommunikationssystemen, Marketing, Rechnungswesen oder auch das Thema Datenschutz auf dem Ausbildungsplan der Bankkaufleute.
Im Anschluss an die Ausbildung stehen viele Wege offen: Abiturienten entscheiden sich oft für ein betriebswirtschaftliches Studium im Anschluss an die Ausbildung, mit anderen Schulabschlüssen sind Fort- und Weiterbildungen bis hin zum Bankfachwirt/zur Bankfachwirtin oder zum Bankbetriebswirt bzw. zur Bankbetriebswirtin möglich.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Bankkaufleute: Ausbildungsprofil ab August 2020

Einige der Eigenschaften, die Bankkaufleute mitbringen sollten: Sie sollten gern mit Menschen zu tun haben, verantwortungsbewusst und eigenständig arbeiten können, gute Umgangsformen und ein gepflegtes Äußeres mitbringen, sich gut ausdrücken können und gerne mit Zahlen umgehen.
Denn dann können sie bestens beraten rund um Geldanlage, Kontoführung, Kredite, Zahlungsverkehr oder auch Immobilienfinanzierung.
Der Name sagt natürlich, wo die meisten Bankkaufleute arbeiten: in Banken. In Sparkassen sind sie ebenso zu Hause wie bei Volks- und Raiffeisenbanken, bei Privatbanken oder Bausparkassen. Sie sind diejenigen, bei denen man sein erstes Girokonto eröffnet, sich über Kreditmöglichkeiten informiert oder fragt, wie das eigentlich mit einem Bausparvertrag funktioniert.
Stehen Reisen ins Ausland an, dann kann man sich von den Bankkaufleuten erklären lassen, welche Währung gilt oder welche Gebühren bei Kartenzahlung im Ausland fällig werden. Und hat man Geld übrig, haben die Bankkaufleute Tipps rund um Wertpapiere oder andere Geldanlagen.
Kurz und gut: Bankkaufleute sind die netten Menschen, die die Kunden der Bank beraten und über die Angebote und Konditionen informieren. Neben Kontoführung, Geld- und Vermögensanlage und Zahlungsverkehr stehen auch Rechtsthemen, der Umgang mit Informations- und Kommunikationssystemen, Marketing, Rechnungswesen oder auch das Thema Datenschutz auf dem Ausbildungsplan der Bankkaufleute.
Im Anschluss an die Ausbildung stehen viele Wege offen: Abiturient/-innen entscheiden sich oft für ein betriebswirtschaftliches Studium im Anschluss an die Ausbildung, mit anderen Schulabschlüssen sind Fort- und Weiterbildungen bis hin zum Bankfachwirt/zur Bankfachwirtin oder zum Bankbetriebswirt bzw. zur Bankbetriebswirtin möglich.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.


Ausbildungsdauer: 3 Jahre
 


Ausbildung

Baustoffprüfer*in

Ausbildungsprofil

Arbeitsgebiet

Baustoffprüfer und Baustoffprüferinnen arbeiten in Betrieben der Bauwirtschaft, der Fertigteilindustrie, des Tiefbaus, den Beton- und Asphaltwerken, sowie in Über­wachungs- oder Forschungseinrichtungen, welche geo-, asphalt- oder bautech­nische Untersuchungen durchführen. Sie sind meist in Laboren, aber auch auf Bau­stellen und im Gelände tätig. Ihre Arbeitsgebiete umfassen die Schwerpunkte Geo­technik, Mörtel- und Betontechnik sowie Asphalttechnik.

Berufliche Qualifikationen

Baustoffprüfer und Baustoffprüferinnen
  • wenden Regelwerke für Bauprodukte, Baurohstoffe, Böden, Altlasten und Recyclingmaterialien an,
  • prüfen und kontrollieren die Qualität von Baustoffen, deren Rohstoffe, Bauprodukte, Gebrauchseigenschaften von Böden und Recyclingmaterialien,
  • bereiten Proben vor, stellen Proben her und führen Probenahmen durch,
  • führen Messungen und Prüfungen durch,
  • verarbeiten Daten, werten sie aus, bereiten sie auf und dokumentieren diese,
  • kontrollieren und bewerten Arbeitsergebnisse,
  • erläutern erbrachte Prüfleistungen und Prüfergebnisse im Kundengespräch, wenden Labortechnik an, handhaben Laborgeräte und -einrichtungen und halten diese in Stand,
  • wenden Arbeitsstoffe, Baurohstoffe, Bindemittel, Mischungen und Recycling­materialien an,  richten Arbeitsplätze ein, sichern und räumen diese,
  • planen ihre Arbeit und dokumentieren sie, erfassen Mengen- und Zeitaufwand, berechnen die erbrachten Leistungen und ergreifen Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz am Arbeitsplatz,
  • führen qualitätssichernde Maßnahmen durch,
  • führen ihre Arbeiten selbstständig, kunden- und betriebswirtschaftlich orientiert auf der Grundlage von Arbeitsaufträgen oder Plänen allein und im Team durch und koordinieren sie mit anderen Gewerken.
Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule:

Ausbildung

Bauwerksabdichter/-in

Ausbildungsprofil: Bauwerksabdichter und Bauwerksabdichterinnen dichten Flächen an oder in Bauwerken, an Dächern und Terrassen, unter Dachbegrünungen, für den Verkehr, für Tunnel- und Brückenbauwerke sowie für Deponien gegen Bodenfeuchtigkeit, gegen nichtdrückendes und gegen drückendes Wasser ab.
Bauwerksabdichter und Bauwerksabdichterinnen setzen bei ihrer Arbeit Baugeräte wie beispielsweise Gasbrenner, Bitumenschmelzkocher, Schweißautomaten, Abreißprüfgeräte und Aufzugsanlagen ein.
Diese Arbeiten führen sie selbständig einzeln oder in Kolonnen durch.

Berufliche Fähigkeiten

  • Bauwerksabdichter und Bauwerksabdichterinnen
  • sichern den Arbeitsplatz zur Abwehr von Unfällen und Gefahren,
  • stellen Arbeits- und Schutzgerüste auf und prüfen die Betriebssicherheit,
  • fertigen einfache Skizzen, Zeichnungen und Verlegepläne an und führen Messungen durch,
  • prüfen Bau- und Bauhilfsstoffe nach Art und Menge und lagern und transportieren diese Stoffe,
  • führen einfache Holz-, Mauer-, Putz-, Beton- und Stemmarbeiten aus,
  • prüfen die Zweckmäßigkeit der Abdichtungsmaßnahme vor Ort, insbesondere hinsichtlich des Wärme- und Brandschutzes,
  • prüfen die Abdichtungsuntergründe auf Beschaffenheit und Eignung, bessern sie aus oder veranlassen entsprechende Maßnahmen,
  • schätzen die Witterungsverhältnisse im Hinblick auf die Art der Abdichtung ein und ergreifen bei Arbeitsunterbrechungen Schutzmaßnahmen für die Abdichtung,
  • bereiten die Abdichtungsarbeiten auf der Baustelle vor und führen sie selbständig durch,
  • stellen Abdichtungsan- und -abschlüsse sowie Bewegungsfugen her,
  • bauen Dämmstoffe ein,
  • stellen Schutzschichten und Beläge her,
  • fertigen Bauberichte und Aufmassskizzen an und
  • prüfen die Abdichtungsarbeiten auf Qualität.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre

Berufsschule

Praktische Ausbildung

Ausbildung

Bauwerksmechaniker/-in für Abbruch- und Betontrenntechnik

Auch ein Abbruch will geplant sein. Denn es gehört Wissen und Erfahrung dazu, ein Haus auf sichere und effektive Art und Weise verschwinden zu lassen. In der Fachsprache heißt das "zurück bauen". Dabei kann es schon mal staubig zugehen.
Dass nicht noch mehr als "nur" Staub durch die Luft fliegt, dafür sorgen die Bauwerksmechaniker/innen für Abbruch und Betontrenntechnik mit Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen. Sie kennen und beherrschen die verschiedenen Rückbauverfahren. Dazu bedienen sie sich spezieller Baumaschinen, Fahrzeuge und Geräte, die sie immer pflegen und in Stand halten.
Niemand will undefinierbaren Abbruch-Schutt irgendwann auf einer Müllkippe wiederfinden. Und so gehört es selbstverständlich auch zur Verantwortung der Bauwerksmechaniker, Abbruchsmaterialien korrekt zu trennen, zu lagern und ihre Entsorgung zu veranlassen. Klar, dass Bauwerksmechaniker/innen für Abbruch und Betontrenntechnik hauptsächlich in der Baubranche arbeiten, oft bei Abbruchunternehmen und Unternehmen für die Entkernung von Gebäuden.
Es gibt sie auch in Betonbohr-und Betonsägebetrieben. Dort geht es oft auch um Bauen statt Zerstören. Wie soll die Wendeltreppe aus Beton aussehen, wenn sie fertig ist? Und wie ist die Verschalung dafür zu bauen, in die der Beton fließt? Nach eigenen Plänen oder nach Vorgaben bauen die Bauwerksmechaniker/innen für Abbruch und Betontrenntechnik die Verschalungen selbst.
Der Arbeitsplatz eines Bauwerksmechanikers für Abbruch- und Betontrenntechnik kann also in der Werkstatt und auf der Baustelle sein: In der Werkstatt baut er die Teile vor, auf der Baustelle fügt er sie zusammen. Dort, im Freien, lässt er den Beton in die selbst montierte Form fließen. Bei einem größeren Bauwerk werden dafür Maschinen verwendet, zum Beispiel Betonpumpen. Und auch die fachgerechte Einarbeitung von Stahlbeton und Dämmungen in ein Bauwerk gehört zum Job- Profil der Bauwerksmechaniker/innen für Abbruch und Betontrenntechnik.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Bauzeichner/-in

Wer kennt sie nicht: brachliegende Grundstücke. Schwierig ist es für jeden Laien, sich darauf einen Supermarkt, eine Wohnsiedlung oder gar eine Verkehrskreuzung vorzustellen, die auf einem solchen Gelände etwa entstehen könnten. Aber genau das ist die Aufgabe eines Bauzeichners. Bevor der erste Bagger loslegt, visualisieren sie zum Beispiel Häuserreihen und Straßenlinien auf dem Computer.
Dafür reicht es nicht aus, bloß die Silhouette des möglichen Konstrukts zeichnerisch festzuhalten. Bauzeichner gehen ins Detail:  In einem Einfamilienhaus etwa kennt der Bauzeichner jede Ecke und Nische und weiß ebenso, wo welche Abwasserleitungen liegen, lange bevor die Grundmauern stehen.
Den guten alten Bleistift und das Lineal hat längst die Technik abgelöst: Am Bildschirm entstehen mit Hilfe von CAD-Programmen ganze Siedlungen. Auch die spätere Baustelle entsteht bereits auf dem Rechner, ihre Planung gehört ebenfalls zu den Aufgaben eines Bauzeichners. Schließlich heißt es: raus aus dem Büro. So muss der Fachmann das Gelände der späteren Baumaßnahme selbst in Augenschein nehmen. Je nachdem für welchen Schwerpunkt sich die Konstrukteure entscheiden, führt sie ihr Beruf in den Rohbau oder auf die Autobahn. Wer sich auf „Architektur“ spezialisiert, errichtet hauptsächlich Rohbauten.
Im Schwerpunkt „Straßen- und Landschaftsbau“ sind Verkehrsampeln und Straßenführung die alltäglichen Aufgaben in dem Metier. Nach ihren Plänen wird geteert und die Straßenlampe installiert. In dem dritten Fachbereich „Ingenieurbau“ beschäftigen sich Bauzeichner unter anderem mit Stahl, der oftmals zur Verstärkung in Gebäuden verwendet wird. Der Plan des Bauzeichners verrät Gewicht und Form des Bauteils, nachdem dieses dann angefertigt wird. Dennoch stellt sich in allen drei Bereichen nie der Alltagstrott ein, weil immer ein neues Projekt mit anderen Ansprüchen schon wartet.
Bei so viel Theorie am Bildschirm ist es wichtig, dass der Bauzeichner sehr gewissenhaft und genau arbeitet. Denn je nachdem können zwei Zentimeter Unterschied am Computer auf der wirklichen Baustelle zu einem großen Problem werden. Teamfähigkeit ist dabei genauso wichtig wie ein hohes Interesse an Architektur, Bauteilen und Konstruktionen. Arbeitgeber sind sowohl Bundesbehörden als auch die private Wirtschaft, zum Beispiel Architekturbüros und Bauunternehmen.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht, können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Berufskraftfahrer/-in

Als "Kapitäne der Straße", "Brummi-Fahrer" oder "Trucker" werden sie bezeichnet, und mehrere Songs handeln von ihrem Arbeitsalltag - die Berufskraftfahrer und -fahrerinnen. Darin liegt immer ein Stück Romantik, und in der Tat hat es etwas, immer "on the road" zu sein.
Doch natürlich kennen auch professionelle LKW-Fahrer Stress und Zeitdruck, etwa wenn Lieferfristen oder Fahrpläne eingehalten werden müssen. Ob im LKW beim Transport von Gütern im In- und Ausland, am Steuer eines Reisebusses oder als Fahrer/in eines Linienbusses: Berufskraftfahrer/innen tragen eine hohe Verantwortung, müssen immer bei der Sache sein, blitzschnell auf gefährliche Situationen reagieren und sich insbesondere strikt an die Verkehrsregeln halten.
Dafür hat man zumindest im Güterverkehr ein kleines Gefühl von Freiheit, wenn man in seiner Fahrerkabine sitzt, die manchmal schon eine Art zweites Zuhause ist, und die schwere Maschine sicher durch den dichten Straßenverkehr steuert. Allerdings ist es wichtig, dass man seine persönlichen Grenzen kennt und die vorgeschriebenen Ruhezeiten genau einhält. Der LKW und seine Ladekapazität sind bestens bekannt, denn Berufskraftfahrer/innen kontrollieren vor jeder Fahrt den technischen Zustand, überwachen den Ersatzteilbestand und achten auf eine gute Ausnutzung des Frachtraumes sowie die richtige Sicherung der Güter. Sind die Frachtpapiere korrekt ausgefüllt und liegen alle Kontroll- und Fahrtenbücher griffbereit in der Kabine? Erst nach einem ausgiebigen Check wird der Motor gestartet.
In der Personenbeförderung übernimmt man auch noch Verantwortung für Fahrgäste, ganz gleich, ob es sich um eine Reisegruppe, um Berufspendler oder um Fußballspieler auf dem Weg zur nächsten Partie handelt. Neben aller Fahrkunst müssen Fahrer/innen im Personenverkehr auch immer freundlich sein und brauchen manchmal viel Geduld. Denn sie sind stets die ersten Ansprechpartner für ihre Fahrgäste. Im Linienverkehr verkaufen sie auch beim größten Andrang Fahrkarten, beantworten Fragen zu Tarifzonen oder helfen alten Menschen beim Ein-und Ausstieg. Früh am Morgen genauso wie spät abends, denn gearbeitet wird im Schichtdienst.
Fahrer/innen von Reisebussen sind meist am Wochenende unterwegs und sorgen dafür, dass die Fahrgäste sicher ankommen - sei es im sonnigen Süden oder in der nächsten Großstadt. Vor Fahrtbeginn werden die Koffer im Gepäckraum verstaut und die Bordküche mit Getränken und kleinen Snacks aufgefüllt. Egal, ob im Bus gesungen wird oder die Urlauber während der Nachtfahrt einschlafen, Berufskraftfahrer/innen müssen selbst hellwach und konzentriert bleiben. Und notfalls auch kleine Reparaturen ausführen können.
Berufskraftfahrer/innen sind bei Speditionen oder anderen Transportunternehmen sowie bei kommunalen Verkehrsbetrieben und Busreiseunternehmen beschäftigt. Weitere Möglichkeiten eröffnen sich bei Post-, Kurier- und Pannendiensten ebenso wie in Betrieben der Getränkeherstellung oder der Abfallwirtschaft.

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Beton- und Stahlbetonbauer*in

Arbeitsgebiet

Beton- und Stahlbetonbauer und Beton- und Stahlbetonbauerinnen arbeiten sowohl im Neubau als auch in der Sanierung, Modernisierung und Instandsetzung auf unterschiedlichen Baustellen, zum Beispiel im Wohnungsbau, im öffentlichen Bau oder im Gewerbe- und Industriebau. Sie stellen Bauteile aus Beton und Stahlbeton sowie Baukörper aus Steinen her.

Berufliche Fähigkeiten

Beton- und Stahlbetonbauer und Beton- und Stahlbetonbauerinnen führen diese Arbeiten auf der Grundlage von technischen Unterlagen und von Arbeitsaufträgen allein und in Kooperation mit anderen selbständig durch. Sie planen und koordinieren ihre Arbeit, stimmen sich mit den am Bau Beteiligten ab, richten Baustellen ein, ergreifen Maßnahmen zur Sicherstellung des Arbeitsablaufes, zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz auf der Baustelle. Sie prüfen ihre Arbeiten auf fehlerfreie Ausführung, dokumentieren sie, führen qualitätssichernde Maßnahmen durch, berechnen die erbrachte Leistung und übergeben die geräumte Baustelle.
Im Zusammenhang mit den nachfolgend aufgeführten Tätigkeiten setzen Beton- und Stahlbetonbauer und Beton- und Stahlbetonbauerinnen Geräte und Maschinen ein, bauen Arbeits-, Schutz- und Traggerüste auf und ab und messen Bauwerke und Bauteile ein.

Beton- und Stahlbetonbauer und Beton- und Stahlbetonbauerinnen

  • stellen Rahmen-, Großflächen- und Sonderschalungen für Fundamente, rechteckige Stützen und Balken, für gegliederte Bauteile sowie für ebene und gebogene Wände und Decken her, bauen sie auf, versteifen sie und spannen sie ab,
  • stellen Schalungen für konische Formen, Stützenköpfe, Podeste, gerade und gewendelte Treppenläufe her, stellen Schalungen für sichtbaren Beton her, stellen Bewehrungen her und bauen sie ein und fertigen Bewehrungseinheiten vor, bauen Spannstähle mit Verankerungselementen ein, prüfen Frisch- und Festbeton,
  • fördern Beton, bringen ihn ein, verdichten ihn und bearbeiten die Oberfläche von Hand und mit Hilfe von Maschinen, behandeln Beton nach, bearbeiten Betonoberflächen nach gestalterischen Gesichtspunkten, unterfangen Gebäudeteile, stellen Stahlbetonfertigteile her, lagern und transportieren sie und bauen sie ein, dichten Bauwerke aus Beton und Stahlbeton gegen nicht drückendes Wasser ab, stellen Außen- und Innenwände mit unterschiedlichen Steinen und Platten in unterschiedlichen Verbandsarten her,
  • bauen Dämmstoffe für den Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz ein und
  • prüfen Betonoberflächen auf Schäden und führen Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten an Beton- und Stahlbetonbauteilen durch.
Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen

Praktische Ausbildung

Ausbildungsprofil

Biologielaborant/-in

"Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und..": Diesen Rat kennt jeder in- und auswendig. Denn der Beipackzettel eines Medikaments enthält wichtige Informationen über Wirkung, Anwendung und mögliche Nebenwirkungen. Bevor zum Beispiel eine Tablette gegen Kopfschmerzen in der Apotheke erhältlich ist, wird sie zuvor auf ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit getestet. Und hier kommen die Biologielaboranten ins Spiel: Unter Anleitung von Biologen oder Medizinern nehmen sie den Tabletten-Stoff gründlich unter die Lupe und entschlüsseln seine Wirkung auf den menschlichen Körper.
Aber nicht nur in medizinischen Forschungseinrichtungen oder Pharmaunternehmen löst man derartige Rätsel. Auch in der Kosmetikindustrie, bei Lebensmittelherstellern,in der Botanik oder bei Herstellern von Pflanzenschutzmitteln und sogar in Krankenhäusern gehen Biologielaboranten den Geheimnissen des Lebens auf den Grund. In modern ausgestatteten Laboren planen sie Schritt für Schritt die Abläufe ihrer Experimente und bereiten die entsprechenden Verfahren vor. Unter dem Elektronikmikroskop untersuchen sie Viren und Bakterien, kontrollieren ihr Verhalten und Wachstum oder überwachen die Reaktion von Eiweißen, Zellen, Blut oder Gewebeproben in einer chemischen Lösung. Ein und derselbe Versuch wird zigmal wiederholt - schließlich darf keine Kleinigkeit dem Experten entgehen. Dabei dokumentieren sie jedes einzelne Ergebnis mit speziellen Computer-Programmen.
Da die Forschung mit Tierversuchen arbeitet, gehört es auch zu den Aufgaben der Biologielaboranten, Tiere zu narkotisieren und neue Wirkstoffe an ihnen zu testen - eine entsprechende Allergie dürfen sie dabei nicht haben. Darüber hinaus helfen sie bei der Entwicklung von Pflanzenschutzmitteln und weisen den Befall von Parasiten nach.
Die Biologielaboranten tragen im Berufsalltag eine hohe Verantwortung. Schon ein falscher Handgriff kann zum Beispiel zu Unfällen mit gefährlichen Mikroorganismen oder giftigen Chemikalien führen. Damit so etwas gar nicht passiert, arbeiten die Laborkräfte konzentriert und sorgfältig.
In der dreieinhalbjährigen Ausbildung zum Biologielaboranten kommen diejenigen, die sich für naturwissenschaftliche Experimente begeistern, voll auf ihre Kosten. Computerkenntnisse und technisches Verständnis sind ebenfalls von Vorteil. Wer sein Wissen und seine Fähigkeiten nach der Ausbildung vertiefen möchte, kann sich unter anderem zum Biotechniker weiterbilden.

Fortbildungsmöglichkeiten (Auswahl)

Ausbildungsdauer

  • 3,5 Jahre

Berufsschule

Ausbildungsprofil

Brauer und Mälzer / Brauerin und Mälzerin

Arbeitsgebiet

Das Arbeitsgebiet des Brauers und Mälzers/der Brauerin und Mälzerin erstreckt sich auf das Mälzen von Getreide besonders von Gerste, das Brauen sowie den Ausschank und die Produktpflege von Bier unter Beachtung der Qualitätssicherung.

Berufliche Fähigkeiten

Brauerinnen und Mälzerinnen/Brauer und Mälzer sind durch ihre Berufsausbildung qualifiziert, nachstehende Tätigkeiten selbständig und unter Beachtung des Umweltschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz auszuführen:
  • Reinigen und Desinfizieren von Maschinen, Geräten sowie Produktionsanlagen,
  • Anwenden fachbezogener Rechtsvorschriften,
  • Handhaben technischer Einrichtungen der Mälzerei und der Brauerei sowie Anwenden von Verfahrenstechnik,
  • Durchführen mikrobiologischer und technisch-analytischer Methoden und Verfahren,
  • Beurteilen, Lagern und Einsetzen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen,
  • Herstellen von Malz,
  • Gewinnen, Kühlen und Klären von Würze,
  • Vergären und Lagern von Bier; Kontrollieren des Reifeprozesses,
  • Filtrieren, Abfüllen und Verpacken von Bier und
  • Ausschank und Produktpflege. 
Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Buchhändler/-in

Um es gleich vorwegzunehmen: Ja, es stimmt – Buchhändlerinnen und Buchhändler müssen selbst viel lesen. Und zwar nicht nur Bücher, sondern auch das, was andere über Bücher schreiben, sogenannte Buchrezensionen.
Was aber nicht stimmt, ist, dass der Beruf eine „trockene“ Angelegenheit ist. Im Gegenteil. Wer hier erfolgreich arbeiten will, muss „up to date“ sein, muss sich für Kunst, Musik, Kultur allgemein, Gesellschaft und Politik interessieren und sich täglich auf dem Laufenden halten. Daher gehört auch die Lektüre mindestens einer Zeitung und zahlreicher Fachzeitschriften zu den regelmäßigen Aufgaben, denn viele Bücher beschäftigen sich mit dem Zeitgeschehen, haben politische Themen der Gegenwart zum Inhalt oder handeln von berühmten Persönlichkeiten unserer Zeit.
Natürlich ist es unmöglich, alle Bücher selbst zu lesen, aber über aktuelle Neuerscheinungen und Bestseller weiß eine Buchhändlerin oder ein Buchhändler immer Bescheid und kann fachkundig Auskunft darüber geben. Ein gutes Allgemeinwissen und ein besonderes Interesse für die Literatur sind unabdingbare Voraussetzungen für diesen Beruf.
Doch das ist längst nicht alles. Neben der Begeisterung für Worte, Sätze und schöne Formulierungen darf auch ein gewisses Verständnis für Zahlen nicht fehlen. So müssen Buchhändler/innen nicht preisgebundene Bücher richtig kalkulieren und den Einkauf von Büchern abwickeln. Sie müssen wissen, welche Titel aus dem riesigen Angebot der Verlage sich gut verkaufen lassen und ein besonderes Gespür für aktuelle Lesetrends besitzen. Das bekommt man unter anderem, indem man den Kunden genau zuhört und sich an ihren Wünschen orientiert. Hat jemand ganz konkrete Vorstellungen oder will ein ganz bestimmtes Buch, dann ist es leicht. Aber was, wenn ein Kunde nur eine vage Idee von einer Geschichte hat oder ein Geschenk sucht? Dann ist der Buchhändler oder die Buchhändlerin gefordert, sich durch Fragen ein möglichst genaues Bild von den Vorstellungen des Lesers zu machen. Freundlichkeit, Geduld und die Fähigkeit, auf den Kunden einzugehen, sind daher Voraussetzungen, die man für diesen Beruf mitbringen sollte.
Buchhändler/innen arbeiten in so genannten Sortimentsbuchhandlungen, im Verlag oder im Antiquariat. Lebenslanges Lesen und Lernen sowie die Bereitschaft, immer wieder etwas Neues zu lernen, gehören unbedingt dazu, wenn man diesen Beruf erlernen möchte. Nach der Ausbildung gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten, z. B. zum Buchhandelsfachwirt bzw. zur Buchhandelsfachwirtin oder zum/zur Vertriebsassistent/-in. Wer Abitur oder Fachabitur hat, kann sogar noch ein Fachhochschulstudium der Buchwissenschaft aufnehmen.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre

Berufsschule


Ausbildung

Bühnenmaler/-plastiker/-in

Die Ausbildung erfolgt nach den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes und findet im Rahmen des dualen Systems im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Die reguläre Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Ausbildungszeitverkürzung möglich.

Berufliche Fähigkeiten

Bühnenmaler und -plastiker entwickeln Gestaltungskonzeptionen fertigen Entwürfe und Modelle von linearen, technischen und plastischen Zeichnungen, Architekturen, Landschaftsteilen und Dekorationen bearbeiten Untergründe und Oberflächen verschiedener Werkstoffe, insbesondere Textilien, Hölzer, Metalle und Kunststoffe prüfen Werkstoffe und Folien auf Lichtdurchlässigkeit, Struktur und Dichte fertigen Schriften, Zeichen und Ornamente

Aufbau und Ablauf der Ausbildung

Im Beruf Bühnenmaler und Bühnenplastiker sind gemeinsame Pflichtinhalte und Inhalte der jeweiligen Fachrichtung kombiniert. Im letzten Jahr der Ausbildung wird in die Fachrichtungen Malerei und Plastik unterschieden.
In der Fachrichtung Malerei werden zusätzlich zu den oben genannten gemeinsamen Inhalten vermittelt: mischen von Farben und abstimmen auf die Beleuchtung, anfertigen von Kopien und Imitaten (zum Beispiel Holz- oder Steinimitationen, Kopien historischer Kunstwerke), Vorbereitung und Herstellung von Bühnenmalerei
In der Fachrichtung Plastik werden zusätzlich zu den oben genannten gemeinsamen Inhalten vermittelt: vervielfältigen von plastischen Elementen, Klebe- und Verbindungstechniken anwenden, kopieren und imitieren von Reliefs, Plastiken, Textilien und Oberflächen (zum Beispiel Holz, Stein, Risse), herstellen von plastischen Elementen

Ausbildungsbetriebe

Als Ausbildungsbetriebe kommen vor allem Theater, Opernhäuser, Bühnen, Studiobetreiber, Sendeanstalten und freie Werkstätten in Betracht.

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre

Berufsschule                                 

Ausbildung

Chemielaborant/-in

Nicht nur in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie forschen, entwickeln und produzieren sie, auch in Pharmaunternehmen, an medizinischen und naturwissenschaftlichen Instituten, bei Farb-und Lackherstellern und Umweltämtern sind sie beschäftigt. In Zusammenarbeit mit Chemiker/-innen und Ingenieur/-innen zerlegen sie chemische Stoffe in ihre Einzelteile oder vereinen sie miteinander.
Mit Hilfe von technischen Geräten können sie ihre Eigenschaften und Struktur ermitteln. Flüssige Gemische trennen sich, indem sie diese beispielsweise durch einen Filter geben oder destillieren. Um neue chemische Substanzen herzustellen, entwickeln und optimieren die Fachleute die Verfahren, mit denen sie bestimmte Stoffe mischen können. Jedes Versuchsergebnis dokumentieren sie am Computer und werten es aus.
Trotz der zahlreihen und unterschiedlichen Experimente sieht es im Labor nie chaotisch aus. Chemielaboranten sollten gut organisiert sein und ihre Materialien, die sie benötigen, immer bereitlegen. Bereits kleinste Verunreinigungen in Reagenzgläsern oder Gefäßen können den Test allerdings beeinflussen. Daher ist die Sauberkeit im Labor oberstes Gebot. Chemielaborant/-innen sind auch Experten in Sachen Laborsicherheit und kennen sich mit Vorschriften für Gesundheit und Umweltschutz aus. Sie tragen bei der Arbeit stets Schutzkleidung. Um Unfälle mit gefährlichen Chemikalien zu vermeiden, müssen sie konzentriert und sorgfältig bei der Sache sein.
Die Ausbildung zum Chemielaboranten und zur Chemielaborantin dauert insgesamt dreieinhalb Jahre. Während dieser Zeit kommt die Experimentierfreude nicht zu kurz. Mathematik-, Physik- und Computerkenntnisse sind eine gute Grundlage für das naturwissenschaftliche Arbeiten. Und wer den beruflichen Aufstieg plant, kann sich zum/zur Techniker/-in der Fachrichtung Chemietechnik weiterbilden, seinen oder ihren Chemiemeister/-in machen oder alternativ Chemie studieren.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Berufsschulen

IHK24

Chemikant/-in

Chemikantinnen und Chemikanten wissen genau, was in einer großen Produktionsanlage passiert, wenn Chemikalien aufeinander treffen, miteinander reagieren und zu einem neuen Stoff verschmelzen. Ihre Aufgabe ist zum Beispiel, Anlagen zu überwachen - denn es kann immer etwas passieren, das nicht passieren soll. Kein Routinejob also.
Aber: Chemie ist keine Hexerei. Was da passiert, lernen die Auszubildenden zunächst im Labor, der Berufsschule, in der Werkstatt und schließlich auch im Betrieb bei der Maschinensteuerung. Chemikanten bestimmen auch die Qualität der bei einem Verfahren anfallenden Zwischen-und Endprodukte. Dazu nehmen sie Analysen vor und protokollieren diese.
Aber auch für Reinigungsarbeiten sollten sich Chemiekanten nicht zu schade sein. Der Arbeitsbereich muss schon aus Sicherheitsgründen immer sauber sein.
Eine der ersten Ausbildungsstationen ist meist das Labor. Dort lernen die Auszubildenden den richtigen Umgang mit Chemikalien, die Beachtung von Sicherheitsvorschriften, das Erstellen von Analyseprotokollen. Und vor allem das Analysieren selbst.
Ebenso zur Ausbildung gehört ein Metallgrundlehrgang mit "Unterrichtsfächern" wie Feilen und Schweißen. In der Werkstatt erfahren angehende Chemikanten alles über Anlagen, eingesetzte Maschinen und Apparate. Und, ganz wichtig: Sie schauen auch in die Maschinen hinein. Wann sonst hat man die Gelegenheit, einmal das Innenleben einer Zentrifuge zu betrachten?
Mit den bereits erworbenen Grundkenntnisse kann man dann auch schon bei Reparatur und Instandhaltung tatkräftig mitwirken. In der elektrischen Werkstatt lernen die Auszubildenden viel über die Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen.
Schließlich sind Chemikanten-Azubis dann fit für den späteren Arbeitsbereich im Betrieb. In einer Großanlage lernen sie jeden wichtigen Bereich kennen. Eine wichtige Grundlage, um letztlich das ganze Produktionsprinzip zu verstehen.
Zu den sicherlich anspruchsvollsten Aufgaben gehört die Arbeit in der Prozessleitwarte. Dort wird die gesamte chemische Großanlage gesteuert und geregelt. Per Mausklick stellt der Chemikant Prozessparameter ein, gegebenenfalls reagiert er auf Stör- und Ausfälle.
Was Bewerber mitbringen sollten, sind gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern wie Biologie, Mathematik, Physik und Chemie; zudem sind technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft zum Mitdenken gefragt.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Berufsschulen


 
Ausbildung

Drogist/-in

Verkauf und Beratung sind die Haupttätigkeiten von Drogistinnen und Drogisten. Daher ist es besonders wichtig, dass man freundlich und hilfsbereit auf Menschen zugehen kann und gute Kenntnisse über die einzelnen Produkte erwirbt. Zusammensetzung, chemische Bestandteile, Einsatzmöglichkeiten und Alternativen – das sind Dinge, die Kunden interessieren. Bei einem immer umfangreicheren Sortiment müssen Drogistinnen und Drogisten stets bereit sein, sich mit den einzelnen Produkten auseinanderzusetzen, sich zu informieren und dazuzulernen. Denn die Kunden werden zunehmend anspruchsvoller, viele möchten zum Beispiel keine Konservierungsstoffe in ihrer täglichen Gesichtspflege, interessieren sich für biologische Lebensmittel oder wollen wissen, wie sie Pflanzenschutzmittel umweltfreundlich entsorgen können. Der Drogist oder die Drogistin muss Trends erkennen und wissen, was auf dem Markt los ist. Auch Testergebnisse für einzelne Produkte sollte er oder sie kennen, um im Kundengespräch darauf eingehen zu können.
Drogistinnen und Drogisten arbeiten in Drogerien oder Drogeriemärkten, in der Drogerieabteilung von Kaufhäusern oder Supermärkten und in anderen Fachgeschäften mit Drogeriesortiment. Auch im Großhandel für Körperpflege- und Kosmetikprodukte oder im pharmazeutischen Großhandel finden Drogistinnen und Drogisten Arbeit. Nach der Ausbildung und ein paar Jahren Berufserfahrung bieten sich Weiterbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel zum Handelsfachwirt oder zum Pharmareferenten an. Noch während der Ausbildung kann man sich auf die Bereiche „Foto“ oder  „Chemisch-technische Waren und Pflanzenschutz“ spezialisieren.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildungsprofil

Eisenbahner*in im Betriebsdienst

Berufsausbildung

Die Ausbildung erfolgt nach den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes und findet im Rahmen des dualen Systems im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt.  Die reguläre Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Ausbildungszeitverkürzung möglich.

Arbeitsgebiet

Eisenbahner im Betriebsdienst/Eisenbahnerinnen im Betriebsdienst arbeiten in Bahnunternehmen des Personen- und Güterverkehrs oder in Unternehmen der Eisenbahninfrastruktur. Sie sorgen als Fahrdienstleiter, Lokführer, Rangierleiter oder Zugbegleiter für den reibungslosen betriebssicheren Ablauf der Personen- oder Güterbeförderung.

Berufliche Fähigkeiten

Fachkräfte im Fahrbetrieb nehmen ihre Aufgaben selbstständig im Rahmen betrieblicher Anweisungen und der maßgebenden Rechtsvorschriften wahr; sie planen und koordinieren ihre Arbeit und stimmen sie mit anderen Beteiligten in und außerhalb des Unternehmens ab. Sie richten ihr Verhalten darauf aus, die Kundenzufriedenheit und die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens zu steigern; in schwierigen Kommunikationssituationen wirken sie auf Vermeidung bzw. Entschärfung von Konflikten hin.
Eisenbahner im Betriebsdienst/Eisenbahnerinnen im Betriebsdienst der Fachrichtung Fahrweg können Stellwerke leiten, Weichen und Signale stellen, Aufsicht am Zuge führen, Züge bilden und rangieren, Funktion von Wagen prüfen, Bremsproben durchführen, Fahrplantrassen koordinieren und Verwaltungsarbeiten ausführen.
Eisenbahner im Betriebsdienst/Eisenbahnerinnen im Betriebsdienst der Fachrichtung Lokführer und Transport können Triebfahrzeuge bedienen, Zug- und Rangierfahrten durchführen, Züge bilden und rangieren, Funktion von Wagen und Triebfahrzeugen prüfen, Bremsproben durchführen, Kunden im Personen- oder Güterverkehr beraten, für die Annahme und Auslieferung von Gütern sorgen und Verwaltungsarbeiten ausführen.
Die Sicherheit im Bahnbetrieb erfordert ein hohes Verantwortungsbewusstsein und hohe Zuverlässigkeit. Eisenbahner im Betriebsdienst/Eisenbahnerinnen im Betriebsdienst müssen für die Ausübung ihrer Tätigkeit besonderen Anforderungen an die Gesundheit genügen und gutes Hör- und Sehvermögen, Belastbarkeit und Reaktionsvermögen besitzen.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Informationen für die Praxis der PAL für die Zwischen- und Abschlussprüfung:

Berufsschule

Ausbildung

Elektroanlagenmonteur/-in

In jedem Betrieb werden elektrische Anlagen aller Art gebraucht – sei es zur Beleuchtung, zur Steuerung oder Regelung von Maschinen und Motoren. Die Installation, Wartung und Reparatur solcher Anlagen gehören zu den täglichen Aufgaben einer Elektroanlagenmonteurin oder eines Elektroanlagenmonteurs.
Sie erstellen Stücklisten der Anlagen, checken Montage- und Schaltpläne und montieren verschiedene Bauteile, die entweder vorgefertigt sind oder selbst durch Sägen, Feilen, Bohren oder Schweißen hergestellt werden. Sie bauen Schaltgeräte zusammen und verdrahten elektrische Baugruppen. Zudem montieren und installieren sie elektrische Beleuchtungsanlagen, messen und prüfen elektrische Anlagen und Baugruppen, stellen diese ein und nehmen sie in Betrieb. Außerdem beseitigt der oder die Elektroanlagenmonteur/in Fehler in elektrischen Anlagen.
Arbeitgeber in dieser Branche sind vor allem Betriebe im Bereich der Elektroinstallation, doch auch Energieversorgungsunternehmen beschäftigen Elektroanlagenmonteur/innen. Und nicht zuletzt kommen Hersteller elektrischer Anlagen und Bauteile oder von industriellen Prozesssteuerungseinrichtungen ebenso als Arbeitgeber infrage. Da Experten mit entsprechenden Kenntnissen nahezu überall benötigt werden, ist ein/e Elektroanlagenmonteur/in oft auf Montage. Deshalb sollte er oder sie in der Lage sein, die Auftragsabwicklung sorgfältig zu planen und die Ausführung gründlich vorzubereiten, indem er oder sie Montagebaustellen einrichtet. Zudem muss er oder sie Werkzeuge, Messgeräte und persönliche Schutzausrüstung passend auswählen können. Wer das Talent besitzt, seine Arbeitsabläufe geschickt zu organisieren und noch dazu flexibel ist, hat klare Vorteile.
Die Ausbildung zum/zur Elektroanlagenmonteur/in dauert drei Jahre. Wer den Beruf erlernen möchte, sollte gute Noten in Mathematik und Physik sowie handwerkliches Geschick und technisches Verständnis mitbringen. Das Interesse an der Elektro- und Computer-Technik ist gleichermaßen Voraussetzung. Wer möchte, kann nach erfolgreich bestandener Ausbildung zum Beispiel eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in-Elektrotechnik oder zum/zur Ingenieur/in (allgemeine) Elektrotechnik absolvieren.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan


Ausbildungsdauer: 3 Jahre


Berufsschule:

Ausbildung

Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik

Zwei wichtige Hinweise zur Prüfung:
  1. Ab der Abschlussprüfung Teil 2 - Sommer 2022 gibt es neue Bestandteile des Teilepools - Einsatzgebiete 2/3/5 (Berufs-Nr. 3102).
  2. Ab der Abschlussprüfung Teil 2 – Sommer 2022 gibt es neue Bestandteile des Teilepools – Einsatzgebiet 1/4 (Berufs-Nr. 3101).
Nach der Teilnovellierung der industriellen Metall- und Elektroberufe sowie des Mechatronikers/der Mechatronikerin hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bereinigte Neufassungen für die drei entsprechenden Ausbildungsordnungen erstellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Grundlagen dafür sind die Änderungsverordnungen vom 7. Juni 2018. Weitere Informationen zur Teilnovellierung haben wir auf unserer Internetseite für Sie zusammengestellt.
In der Ausbildung lernt der oder die Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik Funktionszusammenhänge und Prozessabläufe zu analysieren und darauf aufbauend Automatisierungsanlagen zu entwerfen. Wenn etwa ein Kunde wünscht, dass sich die Belüftungsanlage in seinem Bürogebäude zu einer bestimmten Uhrzeit von allein ausschaltet, wird er oder sie für ihn die Kosten kalkulieren, ihn beraten und das System planen. Das geschieht am Computer: Mit Hilfe spezieller Programme entwirft der Elektroniker für Automatisierungstechnik die Anlage, die der Kunde wünscht.
Als Azui wird man also nicht nur mit dem aktuellsten Stand der Technik vertraut gemacht, sondern auch auf den Gebieten Kalkulation, Beratung, Planung und Programmierung geschult. Zudem eignet sich der oder die Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik Kenntnisse an, die in seinem gesamten Berufsleben nützlich sind, insbesondere auf den Gebieten Visualisierung, Fernsteuerung und Software-Wartung von Industrieanlagen. Und diese Kenntnisse kann er oder sie weltweit einsetzen. Manche Unterlagen sind auf Englisch, und auch manche Verhandlungen werden auf Englisch geführt. Diese Fremdsprache sollte man also beherrschen, wenn man diesen Beruf ausüben möchte.
Wenn eine automatische Anlage mal nicht so läuft, wie der Kunde sich das vorgestellt hat, kommt der oder die Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik vorbei und programmiert diese um. Vielleicht müssen auch nur Sensoren erneuert werden, aber auch das ist für ihn oder sie kein Problem: In der Ausbildung lernen sie nämlich, wie man Sensoren, Leiteinrichtungen oder Maschinen- und Prozesssteuerungen installiert und wartet sowie den Umgang mit pneumatischen, hydraulischen und elektrischen Antrieben.
Zur Ausbildung gehört ebenso die überbetriebliche Ausbildung. Nach der Ausbildung beherrschen Elektroniker/-innen für Automatisierungstechnik das Programmieren, Testen und Installieren von Automatisierungssystemen. Arbeitgeber können Hersteller von industriellen Prozesssteuerungseinrichtungen sein, ebenso Betrieben der Elektroinstallation und in Wasser- und Klärwerke.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • 3,5 Jahre

Berufsschulen

Anerkannte Ersatzschule

Ausbildung

Elektroniker/-in für Betriebstechnik

Nach der Teilnovellierung der industriellen Metall- und Elektroberufe sowie des Mechatronikers hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bereinigte Neufassungen für die drei entsprechenden Ausbildungsordnungen erstellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Grundlagen dafür sind die Änderungsverordnungen vom 7. Juni 2018. 
Damit das Fließband läuft
„Just in time“ zu liefern, ohne Wartezeiten für den Kunden, schnell und in bester Qualität – das ist in der modernen Industrie selbstverständlich – und die Technik im Betrieb muss mitspielen. Gleichzeitig ergänzen immer komplexere elektronische Anlagen die Arbeit der Menschen. Dafür, dass Maschinen und Steuerungen einwandfrei in Betrieb gehen und reibungslos arbeiten, sind Elektroniker/-innen für Betriebstechnik zuständig. Sie sorgen dafür, dass das Fließband nicht stehen bleibt und dem Roboter die Sicherungen nicht rausfliegen.
An Einsatzgebieten mangelt es nicht. Elektroniker für Betriebstechnik werden überall gebraucht, wo Energieverteilungsanlagen laufen, Produktionsprozesse gesteuert und geregelt  oder wo Druck und Temperatur gemessen werden. Sie richten Arbeitsplätze und Baustellen ein, montieren Leitungen für Informationen oder Energie, installieren Schaltgeräte und verdrahten Automatisierungssysteme. Wenn andere Dienstleister im Hause sind, kommt ihnen die Aufgabe zu, die Arbeit der Externen zu überwachen.
Zudem wird ihnen ein besonderes Maß an Umsicht und Aufmerksamkeit abverlangt: Elektroniker/-innen brauchen ein Auge für den lockeren Deckel auf der Verteilerdose, das lose Kabel oder die fehlende Isolierung. Denn auch die Vorschriften zur Unfallverhütung und die Sicherheit der Kollegen gehören zu ihrem Arbeitsbereich, ebenso wie regelmäßige Prüfungen von Anlagen und die Analyse von Störungen. Da sie in viele Abläufe fest eingebunden sind, geht nichts ohne Teamgeist.
Mathematik nimmt einen hohen Stellenwert ein. Stromstärken, Widerstände und Kapazitäten begegnen den Elektronikern auf Schritt und Tritt. Interesse und Spaß an Computertechnik ist selbstverständlich, ebenso wie die englische Sprache. Auch, weil viele Elektroniker für Betriebstechnik für ihr Unternehmen in Sachen Service international auf Reisen gehen.
Die Duale Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Nach Daten der Bundesagentur für Arbeit haben die meisten Elektroniker für Betriebstechnik einen mittleren Bildungsabschluss (70 Prozent), gefolgt von der Hochschulreife (18 Prozent) und Hauptschulabschluss (neun Prozent). 

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Berufsschulen:

Ausbildung

Elektroniker/-in für Geräte und Infrastruktursysteme

Überall dort, wo es komplexe elektronische Systeme gibt, sind Elektroniker/-innen für Geräte und Infrastruktursysteme gefragt.
Einsatzorte sind zum Beispiel Großraumbüros, größere Mietshäuser, Krankenhäuser, Hotels oder Industrieanlagen. Dort gibt es elektronisch gesteuerte Heiz- und Lüftungsanlagen, klimatechnische Einrichtungen, unterschiedliche Beleuchtungssysteme, diverse Aufzüge sowie verschiedene elektronische Notfall- und Rettungssysteme. Und die müssen immer funktionieren, sonst kann das Gebäude seinen Zweck nicht mehr erfüllen.
In den meisten Fällen sind diese Systeme miteinander vernetzt und können von einer zentralen Stelle aus gesteuert werden. Elektroniker/-innen für Gebäude- und Infrastruktursysteme sind nicht nur für die Instandhaltung und den Betrieb dieser haustechnischen Anlagen verantwortlich, sie konzipieren und installieren sie auch.
Zu den Aufgaben der Elektroniker/-innen für Gebäude- und Infrastruktursysteme zählen  handwerklichen Tätigkeiten auch die Kalkulation der anfallenden Kosten, und manchmal müssen sie auch mit englischsprachigen Unterlagen arbeiten. Arbeitgeber sind meist Firmen der Immobilienwirtschaft, technische Gebäudeausrüster oder Unternehmen, die Beleuchtungs- und Signalanlagen für Straßen und Eisenbahnen installieren. Darüber hinaus können sie in Planungsbüros für Gebäudetechnik, in Krankenhäusern und an Flughäfen tätig werden. Wenn also mal wieder ein Aufzug stecken bleibt, eine Klimaanlage ausfällt oder eine Heizung nicht läuft: Ein Anruf genügt, und die Elektronikerinnen und Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme sind zur Stelle. Ohne sie wären viele moderne Gebäude nur Betonklötze.


Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Berufsschule:

Ausbildung

Elektroniker/-in für Geräte und Systeme

Die Aufgabe von Elektroniker/-innen für Geräte und Systeme ist es, eine Vielzahl von elektronischen Anlagen in Betrieb zu halten und für ihre reibungslose Funktion zu sorgen. Das können die Überwachungskameras und die Alarmanlage im Haus sein, die Telefonanlage, medizinische Geräte oder die Klimaanlage.
Elektroniker/-innen müssen den Überblick über verschiedene Systeme behalten und dafür Sorge tragen, dass diese auch problemlos miteinander arbeiten. So montieren sie Systeme und installieren einzelne Komponenten, verdrahten Anlagenteile untereinander und wissen, wie sich eine bestehende Infrastruktur an den technischen Fortschritt und an immer leistungsfähigere Prozessoren und Computersteuerungen anpassen lässt. Gebraucht werden Elektroniker/-innen praktisch überall dort, wo Systeme hergestellt oder eingesetzt werden: egal, ob in der Automobilindustrie, der Medizintechnik, im Maschinen- und Anlagenbau oder der Mess- und Regeltechnik. Die Wartung, Überwachung, Prüfung und auch die Kontrolle der Arbeit von Drittfirmen gehören ebenso zu den Anforderungen an einen Elektroniker wie die Planung von Schaltungen oder die Installation und Konfigurierung von Programmen. Nicht zuletzt ist die Umsetzung von Unfallverhütungsvorschriften eine wichtige Aufgabe.
Ausbildungsbetriebe erwarten für die Duale Ausbildung mindestens den Hauptschulabschluss, viele aber auch die Fachoberschulreife. Englischkenntnisse, gutes Mathematik- und Physikwissen sowie Technikbegeisterung sind ein Muss. Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hilft, wenn Pläne und Konstruktionszeichnungen ausgewertet und umgesetzt werden müssen. Für viele ist die Ausbildung nur der erste von mehreren Karriereschritten: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich weiterzubilden und Ausbilder/-in, Industriemeister/-in, Technische/-r Fachwirt/-in oder nach einem Fachhochschulstudium Diplomingenieur/-in zu werden.


Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Berufsschule:
Ausbildung

Elektronikgerätemechaniker/-in

Diese Regelung gilt für den Personenkreis, der unter die berufliche Bildung behinderter Menschen nach § 66 BBiG fällt.

Einsatz auf dem Arbeitsmarkt

Elektronikgerätemechaniker/-innen können im Rahmen der Herstellung (Verdrahtung und Zusammenbau), Prüfung, Messung, Wartung und Instandsetzung von Baugruppen und Geräten der Elektrotechnik und Elektronik in den folgenden Bereichen eingesetzt werden:
  • Montieren, Verbinden, Justieren und Installieren von elektrischen Geräten und Anlagen
  • Verdrahtung, Montage und Inbetriebnahme von Steuerungen und Meldeeinrichtungen
  • Fehlersuche unter Einsatz von Messgeräten und Reparatur elektrischer und elektronischer Anlagen, Geräte und Baugruppen
  • Aufbau, Überwachung und Bewertung von Brandmelde- und Einbruchsicherungsanlagen
  • Servicetechniker für Fertigungs- und Produktionsanlagen

Qualifikationsschwerpunkte

  • Anfertigen von mechanischen Teilen
  • Herstellen von mechanischen Verbindungen
  • Zurichten, Verlegen und Anschließen von Leitungen
  • Vorbereiten und Bestücken von Leiterplatten
  • Messen von Gleich- und Wechselgrößen sowie Prüfen von Bauteilen und Baugruppen
  • Zusammenbauen und Verdrahten von mechanischen, elektromechanischen, elektrischen und elektronischen Baugruppen und Geräten
  • Montieren und Installieren funktional abgegrenzter Anlagenteile
  • Prüfen, Messen, Einstellen und Abgleichen von Baugruppen und Geräten
  • Inbetriebnahme von Baugruppen und Geräten und funktional abgegrenzten Anlagenteilen
  • Instandhalten von Baugruppen und Geräten
Ausbildung

Fachangestellte/r für Markt- und Sozialforschung

Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung planen, organisieren und steuern in enger Zusammenarbeit mit den Forschern die Durchführung von Projekten und Umfragen.

Lernorte

Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

Arbeitsgebiet

Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung sind in Marktforschungsinstituten, in Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit eigener betriebliche Marktforschung, einschließlich Unternehmensberatungen, Werbe- und Media-Agenturen sowie in Forschungseinrichtungen der empirischen Sozial- und Wirtschaftsforschung tätig.
Umfragen haben einen hohen Stellenwert in unserer wirtschaftlichen und politischen Ordnung. Befragungen mittels Fragebögen, persönlichen Interviews oder Produkttests sind längst Bestandteil unseres täglichen Lebens. Damit einher geht eine zunehmende Professionalisierung der Branche der Markt- und Sozialforschung in Hinblick auf eine umfassende, systematische Produkt- und Dienstleistungsentwicklung. Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung planen, organisieren und steuern in enger Zusammenarbeit mit den Forschern die Durchführung von Projekten. Dabei übernehmen sie die operativ-organisatorisch orientierten Tätigkeiten im Forschungsbereich um die Akademiker bei ihrer Forschungsarbeit zu unterstützen.
Die Beschäftigten rekrutierten sich bisher in erster Linie aus dem Hochschulbereich, was sich mit dem neuen Berufsbild ändern soll.


Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule
Ausbildung

Fachangestellte*r für Medien und Informationsdienste

Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste arabeiten zum Beispiel in Stadt- und Staatsarchiven, Kirchen- oder Wirtschaftsarchiven, in Medien- oder Pressearchiven, bei Rundfunk und Fernsehen, in öffentlichen, wissenschaftlichen oder firmeneigenen Bibliotheken, in Bildagenturen, Museen, Hochschulen… Erstaunlich groß ist die Anzahl der möglichen Arbeitgeber in diesem Beruf.
Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste beschaffen Medien, also Bücher, Bilder, Filme, Dokumente etc., bereiten diese für die Nutzung durch die Öffentlichkeit (z.B. Bibliothek) oder durch einen bestimmten Personenkreis (z.B. firmeneigenes Archiv) vor und helfen dabei, die richtigen Informationen zu finden. Eine fachgerechte und natürlich freundliche Beratung und Betreuung von Nutzern und/oder Kunden ist dabei sehr wichtig, denn bei der Fülle an Informationen und Datenträgern in einem Archiv oder einer Bibliothek verliert man als normaler Besucher schnell den Überblick und ist auf professionelle Hilfe angewiesen.
Damit der/die Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste diesen Überblick immer behält, muss er oder sie die gängigen technologischen und organisatorischen Hilfsmittel, etwa bestimmte Computerprogramme oder Ordnungsprinzipien und -systeme, verwenden können sowie die richtigen Informationsquellen und Beschaffungswege kennen. Die Beachtung von Grundsätzen des Datenschutzes, der Datensicherheit und der Datensicherung muss dabei stets gewährleistet bleiben. Wichtig für die erfolgreiche Ausübung dieses Berufes sind aber auch grundlegende Kenntnisse über betriebswirtschaftliche Zusammenhänge. Denn wo es um die Beschaffung, also den Erwerb von Informationsträgern geht, gibt es auch immer ein Budget, das eingehalten werden muss, Rechnungen, die es zu bearbeiten gilt, und Kassenbestände, die kontrolliert werden wollen.
Da auch im Bereich der Medien und Informationen Angebot und Nachfrage den Markt bestimmen, müssen Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste stets über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden sein. Das erfordert über die tägliche Arbeit hinaus ein hohes Maß an Eigeninitiative. Außerdem sind für diesen Beruf gute Fremdsprachenkenntnisse, vor allem Englisch, unverzichtbar, denn viele Medien und Informationen sind nicht in Deutsch verfügbar und zahlreiche Nutzer bzw. Kunden sprechen kein oder nur wenig Deutsch, sollen aber trotzdem fachgerecht und freundlich beraten werden können.
Die Ausbildung dauert drei Jahre und beinhaltet die Spezialisierung auf eine der folgenden Fachrichtungen: Archiv, Bibliothek, Bildagentur, Information und Dokumentation oder Medizinische Dokumentation.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht, können Sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen


 
Ausbildung

Fachinformatiker/-in

Fachinformatiker/-innen sorgen dafür, dass alles, was in einem Unternehmen mit IT zu tun hat, reibungslos funktioniert, die Software immer läuft und die Mitarbeitenden problemlos untereinander sowie mit Externen (z. B. mit Kunden oder Dienstleistern) kommunizieren können.
Netzwerke, Hardware, computergesteuerte Produktionsanlagen… alles muss sinnvoll verbunden werden und einwandfrei laufen. Jegliche Störung muss schnellstmöglich behoben werden können, damit ein Unternehmen handlungsfähig bleibt. Gerade das macht diesen Beruf so interessant, denn ohne IT geht heutzutage fast gar nichts mehr, und diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen.
Der Beruf der Fachinformatiker/in sieht nach zwei Jahren Ausbildung eine Spezialisierung zum/zur Fachinformatiker/in Anwendungsentwicklung oder zum/zur Fachinformatiker/in Systemintegration vor. In der Anwendungsentwicklung wird beispielsweise analysiert, welche konkrete Aufgabe ein Kunde mit einer neuen Software-Anwendung erfüllen möchte. Geht es um eine einfache Datenbank, um ein komplexes Programm für logistische Prozesse oder soll eine bestehende Anwendung optimiert werden, um sie effizienter oder leichter bedienbar zu machen?
Fachinformatiker/innen für Systemintegration analysieren ihrerseits, wie man Netzwerke, Hardware und Anlagen sinnvoll miteinander verbindet, um alle Systeme in die Abläufe des Unternehmens zu integrieren, zu konfigurieren und jederzeit für ein problemloses Funktionieren zu sorgen. Auch für die Systemsicherheit, etwa den Schutz aller Programme und Daten eines Unternehmens gegen Zugriff von außen oder gegen Viren, Datenmüll und Spam sind die Fachinformatiker/innen für Systemintegration zuständig. Der/Die Fachinformatiker/in ist meist der/die erste Ansprechpartner/in, wenn es zu Ausfällen, Programm- oder Bedienfehlern kommt. Die Pflege, Wartung und Aktualisierung bestehender Systeme und Anwendungen ist daher wesentlich, aber auch die Beschäftigung mit neuen Angeboten und Lösungen gehört zu diesem Beruf. Hierfür ist es wichtig, sich durch die Lektüre von Fachbüchern und Fachzeitschriften (auch und vor allem englischen) ebenso wie durch den Austausch mit anderen Fachleuten „auf dem Laufenden zu halten“, Fachinformatiker/innen werden in fast allen Unternehmen benötigt. Viele größere Unternehmen haben eine eigene IT-Abteilung, wo man mit diesem Beruf arbeiten kann. Vor allem aber in Unternehmen der IT-Branche selbst kommen die Fachinformatiker/innen zum Einsatz. Möglich ist auch eine selbständige Tätigkeit, bei der man Kunden berät, die größere IT-Projekte realisieren möchten.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen

Informationen zum Ablauf der Abschlussprüfung

Der Prüfling soll im Teil A eine betriebliche Projektarbeit von höchstens 70 Stunden durchführen und dokumentieren. Dem Prüfungsausschuss ist vor der Ausführung das zu realisierende Konzept zur Genehmigung vorzulegen.
Die Zugangsdaten werden nach Erhalt der Anmeldung zur Abschlussprüfung automatisch zugeschickt. Die Auszubildenden können über die Startseite "Anmeldung Auszubildende und Ausbilder" den Antrag für die betriebliche Projektarbeit online stellen (Das Hochladen eines Projektantrages gilt als Abgabe der Teilprüfung und kann im Nachhinein nicht mehr verändert werden). Der Ausbildungsbetrieb bestätigt über das Portal die ordnungsgemäße Durchführung des Projektes.
Nach der Durchführung der Projektarbeit wird ein Exemplar der Dokumentation im PDF-Format eingestellt (Eine Bestätigung des Ausbilders ist hier nicht mehr notwendig).Durch Präsentation in einem anschließenden Fachgespräch soll der Prüfling die Vorgehensweise im Projekt begründen.  Die Note für die Projektarbeit werden dem Prüfling im Rahmen seiner mündlichen Prüfung mitgeteilt.
Der Prüfling soll im Teil B die Aufgaben schriftlich lösen. Es gibt zwei Prüfungsbereiche von je 90 Minuten, die sich auf praxisrelevante Themen beziehen und als ganzheitliche Aufgaben inhaltlich prozessorientiert, arbeitsauftragsbezogen und/oder branchenspezifisch sind. Der dritte Bereich umfasst programmierte Aufgaben in der Wirtschafts- und Sozialkunde.
Ausbildung

Fachinformatiker/-in

Der/die Fachinformatiker/-in wird in einem der vier Fachrichtungen ausgebildet. Innerhalb der Fachrichtung wird noch ein bestimmtes Einsatzgebiet zu Grunde gelegt.

Fachinformatiker/-in Fachrichtung Anwendungsentwicklung

Fachinformatiker/-innen der Fachrichtung Anwendungsentwicklung arbeiten in der IT-Branche, in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche sowie in Organisationen und im Öffentlichen Dienst. Sie entwickeln Softwarelösungen für interne und externe Kunden und Kundinnen.
Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit:
  • Konzipieren und Umsetzen von kundenspezifischen Softwareanwendungen
  • Sicherstellen der Qualität von Softwareanwendungen
  • Betreiben von IT-Systemen
  • Inbetriebnehmen von Speicherlösungen
  • Programmieren von Softwarelösungen
  • Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den kundenspezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen
  • Informieren und Beraten von Kunden und Kundinnen
  • Beurteilen marktgängiger IT-Systeme und kundenspezifischer Lösungen
  • Entwickeln, Erstellen und Betreuen von IT-Lösungen
  • Durchführen und Dokumentieren von qualitätssichernden Maßnahmen
  • Umsetzen, Integrieren und Prüfen von Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz
  • Erbringen der Leistungen und Auftragsabschluss
  • Mögliche Einsatzgebiete: Kaufmännische Systeme, technische Systeme, Expertensysteme, mathematisch-wissenschaftliche Systeme oder Multimedia-Systeme.

Fachinformatiker/-in Fachrichtung Systemintegration

Fachinformatiker/-innen der Fachrichtung Systemintegration arbeiten in der IT-Branche, in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche sowie in Organisationen und im Öffentlichen Dienst. Sie konzipieren, installieren und administrieren vernetzte IT-Systeme für interne und externe Kunden und Kundinnen.
Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit:
  • Konzipieren und Realisieren von IT-Systemen
  • Installieren und Konfigurieren von Netzwerken
  • Administrieren von IT-Systemen
  • Betreiben von IT-Systemen
  • Inbetriebnehmen von Speicherlösungen
  • Programmieren von Softwarelösungen
  • Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den kundenspezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen
  • Informieren und Beraten von Kunden und Kundinnen
  • Beurteilen marktgängiger IT-Systeme und kundenspezifischer Lösungen
  • Entwickeln, Erstellen und Betreuen von IT-Lösungen
  • Durchführen und Dokumentieren von qualitätssichernden Maßnahmen
  • Umsetzen, Integrieren und Prüfen von Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz
  • Erbringen der Leistungen und Auftragsabschluss
  • Mögliche Einsatzgebiete: Rechenzentren, Netzwerke, Client-Server-Architekturen, Festnetze oder Funknetze.

Fachinformatiker/-in Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse

Fachinformatiker/-innen der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse arbeiten in der IT-Branche, in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche sowie in Organisationen und im Öffentlichen Dienst. Sie stellen die Verfügbarkeit sowie Qualität und Quantität von Daten sicher und entwickeln IT-Lösungen für digitale Produktions- und Geschäftsprozesse.
Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit:
Analysieren von Arbeits- und Geschäftsprozessen
Analysieren von Datenquellen und Bereitstellen von Daten
Nutzen der Daten zur Optimierung von Arbeits- und Geschäftsprozessen sowie zur Optimierung digitaler Geschäftsmodelle
Umsetzen des Datenschutzes und der Schutzziele der Datensicherheit
Betreiben von IT-Systemen
Inbetriebnehmen von Speicherlösungen
Programmieren von Softwarelösungen
Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den kundenspezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen
Informieren und Beraten von Kunden und Kundinnen
Beurteilen marktgängiger IT-Systeme und kundenspezifischer Lösungen
Entwickeln, Erstellen und Betreuen von IT-Lösungen
Durchführen und Dokumentieren von qualitätssichernden Maßnahmen
Umsetzen, Integrieren und Prüfen von Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz
Erbringen der Leistungen und Auftragsabschluss
Mögliche Einsatzgebiete: Prozessoptimierung, Prozessmodellierung, Qualitätssicherung, Medienanalyse oder Suchdienste.

Fachinformatiker/-in Fachrichtung Digitale Vernetzung

Fachinformatiker/-innen der Fachrichtung Digitale Vernetzung arbeiten in der IT-Branche, in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche sowie in Organisationen und im Öffentlichen Dienst. Sie arbeiten mit der Netzwerkinfrastruktur und den Schnittstellen zwischen Netzwerkkomponenten und cyber-Physischen Systemen. Sie vernetzen und optimieren Systeme und Anwendungen auf IT-Ebene. Sie sichern Daten gegen unerlaubte Zugriffe und vermeiden/beheben Systemausfälle.
Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit:
  • Analysieren und Planen von Systemen zur Vernetzung von Prozessen und Produkten
  • Errichten, Ändern und Prüfen von vernetzten Systemen
  • Betreiben von vernetzten Systemen und Sicherstellen der Systemverfügbarkeit
  • Betreiben von IT-Systemen
  • Inbetriebnehmen von Speicherlösungen
  • Programmieren von Softwarelösungen
  • Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den kundenspezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen
  • Informieren und Beraten von Kunden und Kundinnen
  • Beurteilen marktgängiger IT-Systeme und kundenspezifischer Lösungen
  • Entwickeln, Erstellen und Betreuen von IT-Lösungen
  • Durchführen und Dokumentieren von qualitätssichernden Maßnahmen
  • Umsetzen, Integrieren und Prüfen von Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz
  • Erbringen der Leistungen und Auftragsabschluss
  • Mögliche Einsatzsysteme: Produktionstechnische Systeme, prozesstechnische Systeme, autonome Assistenz- und Transportsysteme oder Logistiksysteme.

Ausbildungsverordnungen und Rahmenpläne

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Zu den täglichen Aufgaben von Fachkräften für Kreislauf- und Abfallwirtschaft gehört die Kontrolle ankommender Lieferungen auf einer Deponie: Die Laster werden auf einer Frachtwaage überprüft. Dann vergleicht die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft: Stimmt das Gewicht der Ladung mit dem überein, was auf dem „Lieferschein“ als Abfall-Sorte angegeben ist? Wenn nicht, ist das ein untrügliches Zeichen: Hier will einer schummeln! An dieser Stelle schreitet die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft ein. Denn sie kennt genau die chemischen und technischen Eigenschaften jeder Abfall-Sorte. Sie können zum Beispiel einschätzen, welche Abfälle wiederverwertet werden können und welche entsorgt werden müssen.
Oft sind Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft auch bei städtischen Abfallwirtschaftsbetrieben angestellt. Dort organisieren sie den Fahrzeugeinsatz der Müllabfuhr und optimieren die Touren. Sie achten darauf, dass an Sammelstellen Container zur Mülltrennung aufgestellt sind – und dass die Container auch regelmäßig geleert werden.
Die Ausbildung findet in der Berufsschule und im Betrieb statt. Themen sind dabei auch: Logistik, Sammlung, Vertrieb sowie Abfallverwertung, dessen Behandlung oder Beseitigung.
Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft arbeiten selbstständig und bekommen dazu technische Unterlagen und Regeln an die Hand, aber auch Hintergründe zu Rechtsgrundlagen. Dabei dokumentieren sie ihre Leistungen und sorgen nicht zuletzt dafür, dass der Gesundheits- und Umweltschutz bei der Arbeit nicht zu kurz kommt. Denn schließlich sollen Müll und Abwässer nicht die Umwelt schädigen. Damit das nicht passiert, weisen Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft andere Arbeitskräfte in ihre Tätigkeit ein oder überwachen Maschinen und Anlagen, die den Müll sortieren, trennen oder verbrennen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen

Briefe, Päckchen, Pakete, Zeitschriften und vieles mehr… die Liste der Sendungen, die tagtäglich an Haushalte und Unternehmen ausgeliefert werden, ist lang. Und die Anzahl der Sendungen steigt ständig. Wenngleich der Briefverkehr dank E-Mail in den letzten Jahren abgenommen hat, ist beispielsweise der Online-Handel aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Menschen kaufen im Internet. Da muss irgendwer dafür sorgen, dass auch alles dort ankommt, wo es ankommen soll. Und das möglichst schnell.
Das machen die Fachkräfte für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen, kurz: „KEP-Fachkräfte“. Sie nehmen Transportaufträge entgegen, leiten Sendungen an die richtige Stelle weiter und stellen deren Ankunft am Ziel sicher. Dabei müssen sie systematisch vorgehen, um bei der Vielfalt der Sendungen nicht den Überblick zu verlieren und trotzdem sicherzustellen, dass alles möglichst schnell zugestellt wird.
Früher nannte man diesen Beruf „Postbot/in“ oder „Briefträger/in“, doch das ist nicht mehr zeitgemäß. Erstens gibt es inzwischen auf dem Gebiet der Post-, Paket- und Kurierdienstleister eine Vielzahl an Anbietern, und zweitens sind die Anforderungen an den Beruf deutlich umfangreicher geworden. KEP-Fachkräfte bereiten Sendungen auch für den Versandweg vor, wählen das richtige Transportmittel und dokumentieren den Sendungsverlauf. Zusätzlich beraten sie Kunden über die Angebote des Unternehmens, für das sie tätig sind. Auch beurteilen sie selbst, ob bestimmte Sendungen überhaupt transportiert werden können und ergreifen entsprechende Maßnahmen, wenn dem nicht so ist. Vereinzelt entscheiden sie so etwa über Verpackungen oder Transportbehälter oder sie leiten den Fall an die entsprechende Stelle im Unternehmen weiter.
Die direkte Zustellung von Post-, Express- und Kuriersendungen kann, muss aber nicht in den Arbeitsbereich von KEP-Fachkräften fallen. Auch eine Tätigkeit im Innendienst ist möglich. In der Zustellung kommt es darauf an, die Routen optimal zu planen und die Sendungen möglichst effizient vorzubereiten, damit man jeden Weg nur einmal fahren muss. Aufmerksamkeit ist gefragt bei besonderen Sendungen wie zum Beispiel Einschreiben oder Nachnahme-Paketen. Hier ist sicherzustellen, dass der Empfänger persönlich eine Sendung annimmt oder für sein Paket den korrekten Nachnahme-Betrag zahlt, der natürlich in der Nachbereitung sorgfältig abzurechnen ist.
Fachkräfte für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen arbeiten bei Unternehmen, die eher kleinteilige und eilige Sendungen zu transportieren haben. Körperliche Arbeit, wenn auch keine schwere, gehört zu diesem Beruf dazu. Man muss daher willens sein, mit anzupacken, wo es nötig ist. Körperliche Fitness ist von Vorteil, insbesondere im Bereich der direkten Zustellung an den Empfänger. Rechnungen, Quittungen, Kassenabrechnungen – auch das gehört zu den Tätigkeiten der KEP-Fachkräfte. Ein gutes mathematisches Verständnis ist deswegen unverzichtbar.
Nach zweijähriger Ausbildung besteht die Möglichkeit, ein weiteres Ausbildungsjahr zum Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen anzuschließen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan


Ausbildungsdauer: 2 Jahre


Berufsschule:

Ausbildung

Fachkraft für Lagerlogistik

Fachkräfte für Lagerlogistik sind zupackende Menschen mit Ordnungssinn, die in Logistikzentren, Industrie-betrieben, Speditionen und im Versandhandel den Wareneingang und -ausgang im Griff haben. Sie nehmen die Kisten, Kartons, Container und Fässer an, prüfen, ob alles wie bestellt geliefert wurde und in Ordnung ist, sie organisieren die Entladung und weisen jeder Kiste ihren Platz zu. .
Beim Warenausgang planen die Lagerlogistiker/-innen die Auslieferungstouren und entscheiden, wie und auf welchem Weg die Kartons zur Firma Schmitz oder der Container mit den Schrauben zum Autohersteller gebracht werden sollen. Manchmal schicken sie die Ware auf richtig große Fahrt: Erst ein Stück mit dem Lkw, dann auf dem Zug bis zum Hafen und dann per Schiff auf einen anderen Kontinent. Dazu wollen Begleitpapiere wie Lieferschiene oder Zollerklärungen gepackt werden.
Damit nicht genug: die Fachkräfte für Lagerlogistik sind diejenigen, die in den Betrieben den Informations-, Material- und Wertefluss von der Beschaffung bis zum Absatz im Auge halten sollten. Sprich: Sie wissen, was das Unternehmen braucht, suchen dafür die besten Bezugs­quellen, vergleichen Angebote, bestellen die Waren und sorgen dafür, dass diese auch bezahlt werden. Sie wissen, was Lagerkennziffern sind, wie eine Inventur durchgeführt wird, und können einfache Jahresabschlüsse zu Papier bringen. Fachkräfte für Lagerlogistik können sich innerhalb der dreijährigen Ausbildungszeit auf die Bereiche Wareneingang, Lagerung oder Versand spezialisieren. Je nach Betrieb legen sie ihren Ausbildungsschwerpunkt auf spezielle Warenarten wie Gefahrgut oder Nahrungsmittel.
Die Fachlageristen sind nach zwei Jahren am Ziel ihrer Berufsausbildung angekommen. Sie haben dann die Möglichkeit, nach bestandener Abschlussprüfung noch ein Jahr weiterzulernen und so auch den Abschluss "Fachkraft für Lagerlogistik" zu erwerben.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen


Ausbildung

Fachkraft für Lebensmitteltechnik

Ein interessanter Beruf für technikbegeisterte Personen, die gerne im Team arbeiten.

Berufsausbildung

Die Ausbildung erfolgt nach den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes und findet im Rahmen des dualen Systems im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Die reguläre Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Ausbildungszeitverkürzung möglich.

Arbeitsgebiet

Fachkräfte für Lebensmitteltechnik stellen in industriell geprägten verfahrenstechnischen Prozessen nach vorgegebenen Rezepturen Lebensmittel her. Ihre Tätigkeit umfasst die Annahme der Prozessstoffe, die selbständige Steuerung der Produktions- und Verpackungsprozesse sowie das Qualitätsmanagement.
Eine weitere Aufgabe ist die Wartung und Pflege der Maschinen und Anlagen, insbesondere unter hygienischen und qualitätsrelevanten Gesichtspunkten. Fachkräfte für Lebensmitteltechnik arbeiten häufig im Team.

Berufliche Fähigkeiten

Fachkräfte für Lebensmitteltechnik planen und organisieren auftragsbezogen Arbeitsabläufe, steuern, bedienen und kontrollieren Produktionsanlagen und Verpackungseinrichtungen unter Berücksichtigung von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, des Umweltschutzes sowie des Qualitätsmanagements, erkennen Störungen in den Prozessabläufen und ergreifen Maßnahmen zur Sicherung der Prozessabläufe, lagern Stoffe produktgerecht, reinigen, pflegen und warten Einrichtungen und Anlagen, dokumentieren prozess- und qualitätsrelevante Daten, setzen Mittel der Kommunikation ein.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Berufsschule

IHK24

Fachkraft für Metalltechnik

Die Ausbildung erfolgt nach den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes und findet im Rahmen des dualen Systems im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik wird in den vier Fachrichtungen „Konstruktionstechnik“, „Montagetechnik“, „Umform- und Drahttechnik“ und „Zerspanungstechnik“ durchgeführt.
Eine Anrechnung der erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik kann auf die Berufsausbildungen zum/zur Industriemechaniker/in, Anlagenmechaniker/in, Konstruktionsmechaniker/in, Fertigungsmechaniker/in, Zerspanungsmechaniker/in und Stanz- und Umformtechniker/in erfolgen.

Arbeitsgebiet

Fachkräfte für Metalltechnik in der Fachrichtung Umform- und Drahttechnik sind überwiegend in Betrieben der Umform- und Drahtindustrie tätig.
Fachkräfte für Metalltechnik in der Fachrichtung Konstruktionstechnik sind überwiegend in Betrieben, die metallische Bauteile oder Konstruktionen herstellen, tätig. Sie arbeiten in Werkstätten oder führen Montagen beim Kunden vor Ort durch.
Fachkräfte für Metalltechnik in der Fachrichtung Zerspanungstechnik sind überwiegend in Betrieben der metallverarbeitenden Industrie tätig. Sie arbeiten in der Einzel- und Serienfertigung von Werkstücken.
Fachkräfte für Metalltechnik in der Fachrichtung Montagetechnik sind überwiegend in Betrieben der Metall- und Elektroindustrie tätig. Sie arbeiten in der Einzelfertigung und Serienmontage von Baugruppen und Systemen.

Berufliche Fähigkeiten

Fachrichtung Montagetechnik

  • Montieren von Bauteilen zu Baugruppen sowie Baugruppen zu Maschinen oder Gesamtprodukten
  • Herstellen von Bauteilen und Baugruppen mit verschiedenen Verbindungstechniken
  • Prüfen und Einstellen von Funktionen an Baugruppen oder Gesamtprodukten
  • Überwachen und Optimieren von Montage- und Demontageprozessen
  • manuelles und maschinelles Herstellen von Bauteilen
  • Demontieren von Baugruppen
  • Montieren von Leitungen, elektrischen und elektronischen Baugruppen
  • Anwenden von Schalt- und Funktionsplänen verschiedener Systeme
  • Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen
  • Zusammenarbeiten mit vor- und nachgelagerten Bereichen

Fachrichtung Umform- und Drahttechnik

  • Herstellen von Produkten der Draht- und Umformindustrie
  • manuelles und maschinelles Bearbeiten von Umformwerkzeugen
  • Montieren und Demontieren von Bauteilen und Baugruppen
  • Einrichten und Rüsten von Drahtzieh-, Trenn- oder Umformmaschinen
  • sicheres Transportieren von Drahtcoils und -ringen sowie Umformteilen
  • Beurteilen der Oberflächen- und Wärmebehandlungszustände von Drähten und Umformteilen
  • Durchführen von Einstell-, Pflege- und Wartungsarbeiten an Einrichtungen, Maschinen und Werkzeugen
  • Warten von Betriebsmitteln
  • Ermitteln der mechanischen Kennwerte von Drähten und Umformteilen
  • Beurteilen von Umformwerkzeugen und Durchführen von Maßkorrekturen
  • Überwachen und Optimieren von Produktionsprozessen
  • Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen
  • Zusammenarbeiten mit vor- und nachgelagerten Bereichen

Fachrichtung Zerspanungstechnik

  • Fertigen von Werkstücken aus verschiedenen Werkstoffen mit spanabhebenden Fertigungsverfahren
  • Beschaffen und Prüfen von auftragsbezogenen Unterlagen
  • Auswählen von Werkzeugmaschinen, Werkzeugen, Hilfs- und Betriebsmitteln
  • Festlegen und Einstellen von Fertigungsparametern
  • Erstellen und Optimieren von CNC-Programmen mit Standardwegbefehlen
  • Vorbereiten, Montieren und Ausrichten von Werkstück- und Werkzeugspannmitteln
  • Ausrichten und Spannen von Werkstücken
  • Durchführen und Beurteilen von Testläufen
  • Überprüfen und Optimieren von Fertigungsschritten
  • Ermitteln, Beheben und Dokumentieren von Fehlern in Fertigungsabläufen
  • Beheben von maschinenbedingten Störungen
  • Dokumentieren von Ergebnissen
  • Optimieren von auftragsbezogenen Unterlagen
  • Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen
  • Zusammenarbeiten mit vor- und nachgelagerten Bereichen

Fachrichtung Konstruktionstechnik

  • Herstellen, Montieren und Demontieren von Metallkonstruktionen
  • Vorrichten von Blechen sowie Rohren oder Profilen nach Zeichnungen und Schablonen
  • Fügen von Bauteilen mit thermischen und mechanischen Verfahren
  • thermische Vor- und Nachbehandlung von metallischen Werkstücken
  • Sichtprüfen von Schweiß- und Lötverbindungen
  • Aufbereiten und Schützen von Oberflächen
  • handgeführtes, maschinelles und thermisches Umformen und Trennen von Blechen sowie Rohren oder Profilen
  • Werkzeuge und Maschinen unter Berücksichtigung des Werkstoffes auswählen
  • Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen
  • Zusammenarbeiten mit vor- und nachgelagerten Bereichen


Ausbildungsdauer: 2 Jahre

Berufsschulen:

Ausbildung

Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice

Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice kümmern sich darum, dass neue oder alte Möbel - nach einem Umzug - an ihren Platz kommen und auch dort funktionieren. Dazu bearbeiten sie Holz, Metall und andere Werkstoffe und kennen sich mit Elektro- und Wasseranschlüssen aus.
Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice holen außerdem Küchen- und Möbelteile aus dem Lager oder bei Privat- und Geschäftskunden an. Dabei können sie auch empfindliche Umzugsgüter so verpacken, dass sie nicht kaputt gehen. Sie transportieren die Möbel zu ihrem Bestimmungsort, arbeiten dazu Routenpläne aus und montieren das Mobiliar anschließend an Ort und Stelle. Die handwerklichen Fähigkeiten, die sie dazu brauchen, erwerben sie während ihrer Ausbildung im Küchen-und Möbelhandel oder bei Umzugsspeditionen. Außerdem lernen sie, wie man Lieferunterlagen, Rechnungen oder Warenbestände kontrolliert, mit Reklamationen umgeht oder Kunden berät.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer:  3 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

Zu den Aufgaben der Fachkräfte für Kanal-, Rohr- und Industrieservice gehört es, Abwasserleitungen und Kanäle zu warten, zu reinigen und zu überwachen.
Allerdings sind sie nicht nur bei den Abwasserwerken beschäftigt. In Industrieunternehmen sorgen sie dafür, dass Behälter und Bauwerke für Abwässer in Schuss bleiben, Gär- und Getränketanks gereinigt werden.
Und weil ihr Knowhow gerade hier unersetzlich ist, sind Fachkräfte für Kanal-, Rohr- und Industrieservice gefragte Expert/--innen in Entsorgungsbetrieben.
Ihr Arbeitsumfeld ist komplex und ohne Umsicht sowie fundierte Kenntnisse nicht ungefährlich. Deshalb lernen die Fachkräfte für Rohr-, Kanal- und Industrieservice Umweltschutztechnik ebenso wie die Bedeutung ökologischer Kreisläufe kennen. Hygiene ist ebenso unverzichtbar. Auch die Chemie spielt eine wichtige Rolle, denn bei ihren Einsätzen in oft engen Räumen müssen die Experten wissen, wie Stoffe aufeinander reagieren und welche Wechselwirkungen es gibt. Schließlich stoßen sie durchaus auf giftige und infektiöse Substanzen. Sicherheitsvorschriften gehören wie selbstverständlich in ihr theoretisches Handgepäck.
In die Verantwortung dieser Fachkräfte fallen die Dichtheitsprüfungen von Kanalabschnitten, die nicht so leicht zugänglich sind. Sie analysieren Wasserproben und sanieren alle unterirdischen Leitungen, entweder mit dem Roboter oder sie steigen in Schutzanzügen selbst in die Tiefe. Bei der Reinigung von Industriebehältern haben sie es oft mit umweltgefährdeten Rückständen zu tun, die sie fachgerecht entsorgen.
Ihre Arbeit ist verantwortungsvoll, Fehler können schnell zu Belastungen von Mensch und Umwelt führen. Deshalb sind sie versiert im Umgang mit Spezialmaschinen und Sonderfahrzeugen und bedienen sich der modernsten Technik.
Wer Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice werden möchte, muss sich in Mathematik und Biologie auskennen - zum Beispiel, um den Sauerstoffgehalt in einem Klärbecken zu bestimmen. Gleichermaßen sind Kenntnisse in Chemie und Physik wichtig, um die Steuerung von Abwasseranlagen zu verstehen. Für die vielen Reparaturen ist der Spaß an Werken und Technik Voraussetzung. Gearbeitet wird sehr oft draußen, aber auch in engen, geschlossenen Räumen. Flexibilität und Umsicht sind also gefragt.
Diese Fachkräfte sind sowohl tätig im Öffentlichen Dienst (also bei Landkreisen, Kommunen oder Stadtverwaltungen) als auch bei Abwasserbetrieben, Industriereinigungsunternehmen und Entsorgungsfirmen.
Die Ausbildung in diesem Beruf findet sowohl beim Arbeitgeber als auch in einer Berufsschule statt. Dabei kommt es zunächst auf Umweltkonzepte sowie den Umgang mit Mikro-Organismen und Chemikalien an.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule


 
IHK24

Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Sicherheit geht vor
Sie tragen schwarze Sonnenbrillen, haben einen Knopf im Ohr und ihre Anzugjacke zeigt seitlich eine deutliche Wölbung, die jedem Kenner sofort verrät: Darunter sitzt das Pistolenhalfter. Soviel zum medial gestützten Klischee. Sicher entspricht der eine oder andere männliche oder weibliche Personenschützer, auch bekannt als Bodyguard, diesem Bild. Allerdings werden Fachkräfte für Schutz und Sicherheit nicht nur in diesem Bereich eingesetzt. Wer es lieber etwas weniger spektakulär mag und nicht als ständiger "Schatten" seines Auftraggebers arbeiten möchte, der kann auch den Objekt-und Anlagenschutz wählen oder sich für den Schutz von Geld, Wertpapieren und Wertgegenständen während des Transportes von einem Ort zum anderen entscheiden.
In jedem Fall beginnt die Arbeit der Fachkräfte für Schutz und Sicherheit mit der Prävention, also der Analyse möglicher Gefährdungsquellen in einem Betrieb, auf dem Werksgelände, am Flughafen oder auf der Fahrtroute des Geldtransporters. Mit fundierten Kenntnissen zur neuesten Sicherheitstechnik beraten Fachkräfte für Schutz und Sicherheit ihre Kunden eingehend, erstellen entsprechende Angebote und kümmern sich um die Installation, etwa von Alarmanlagen oder Kameras. Sind sie in Objekt-oder Anlagenschutz tätig, kontrollieren sie den Zutritt zum Gebäude bzw. Gelände. In speziell ausgestatteten Zentralen haben sie jeden Winkel auf Monitoren oder anderen Sicherheitsanzeigen im Blick. Sowohl tagsüber als auch nachts sind genau festgelegte Rundgänge vorgeschrieben, auf denen sie nicht nur die Sicherheitstechnik überprüfen, sondern auch die Einhaltung der Vorschriften zum Brand- und Arbeitsschutz. Gibt es Alarm, leiten sie umgehend erforderliche Maßnahmen ein, informieren Polizei, Feuerwehr oder den Rettungsdienst.
Beim Werttransport fahren die Fachkräfte für Schutz und Sicherheit selbst den gepanzerten Wagen und wählen dabei immer neue Fahrtrouten, um das Risiko eines Überfalls zu minimieren. Selbstverständlich werden vor Fahrtbeginn alle Alarm-und Schließsysteme sowie der Zustand des Fahrzeugs überprüft. Damit sie sofort erkennbar sind, tragen Fachkräfte für Schutz und Sicherheit fast immer und in jedem Bereich eine Dienstbekleidung, ähnlich einer Uniform.
Häufig werden Sicherheitsfachkräfte auch für Veranstaltungen gebucht, um für Besucher, Künstler oder Sportler ein sicheres Umfeld zu schaffen. Hier planen sie den Personaleinsatz, sorgen dafür, dass die Notausgänge frei bleiben, ziehen bei der Einlasskontrolle gefährliche Gegenstände ein und entschärfen Konflikte zwischen den Besuchern. Oder sie schützen den oder die Künstler auf der Bühne vor allzu begeisterten Fans. Als Personenschützer - so die offizielle Bezeichnung der erwähnten Bodyguards - brauchen sie körperliche Fitness und beherrschen meist auch Nahkampftechniken. Sie benötigen mentale Stärke und können gefährliche Situationen gut vorhersehen, um Konflikte schnell zu lösen oder zu vermeiden. Im Ernstfall müssen sie bereit sein, die zu schützende Person sogar unter Gefährdung des eigenen Lebens zu verteidigen.
Unternehmen aller Branchen, Flughafen- und Bahnhofsbetreiber, Eventagenturen sowie Politiker und prominente und vermögende Privatpersonen - sie alle vertrauen bei der Abwehr von Gefahren auf die Fachkräfte für Schutz und Sicherheit.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik

Fachkräfte für Straßen-und Verkehrstechnik arbeiten oft an der frischen Luft - und das bei jedem Wetter und jeder Witterung - egal, ob es regnet oder schneit. Denn das Ausführen von Vermessungsarbeiten und die Überwachung von Baustellen gehören ebenso zum Berufsalltag wie das Entwerfen und Berechnen von Straßen, Radwegen oder Fußgängersteigen auf dem Papier und am Computerbildschirm im trockenen Büro.
Diese Fachkräfte sind sowohl tätig im Öffentlichen Dienst, also bei Landkreisen, Kommunen oder Stadtverwaltungen, als auch bei Bauunternehmen und Ingenieurbüros. Dort verarbeiten sie Zahlenmaterial aller Art. So erheben sie Verkehrsdaten, fertigen Bauzeichnungen an, kalkulieren den Materialbedarf für eine Baumaßnahme und deren Kosten. Und sie sorgen letztlich für die Mobilität der Menschen und arbeiten auch für die Sicherheit aller im Straßenverkehr. Dabei kennen sich diese Fachleute mit den Gesetzen des Straßenrechts und des Straßenverkehrsrechts sowie des Natur- und Umweltschutzes ebenso gut aus wie mit den Vorschriften der Straßenverkehrstechnik und der Straßenbautechnik.
Wer diesen Beruf ergreifen möchte, sollte vor viel Mathematik und dem täglichen Umgang mit dem Computer keinesfalls zurückschrecken. Das räumliche Vorstellungsvermögen sollte ausgeprägt sein, ebenso das schriftliche Ausdrucksvermögen und das Verständnis für Sprache. Die Lektüre von oftmals komplizierten Gesetzes- und Verwaltungstexten zählt ebenfalls zu den Aufgaben. Fachkräfte für Straßen- und Verkehrstechnik, die im Öffentlichen Dienst tätig sind, fertigen beispielsweise Ausschreibungen für anstehende Bauvorhaben an. Sorgfalt bei der Arbeit und ein großes Maß an Flexibilität gehören daher zu den Anforderungen.
Die Ausbildung in diesem Beruf findet sowohl beim Arbeitgeber als auch in einer Berufsschule statt. Dabei werden zunächst die Handhabung und der Umgang mit Zeichengeräten vermittelt - dafür sollte ein gewisses zeichnerisches Talent vorhanden sein.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule


 
IHK24

Fachkraft für Veranstaltungstechnik

Spezialisten für Licht und Sound: Ausbildungsprofil
Eine ehemalige Fabrikhalle am Stadtrand. Leer und öde sieht sie aus. Und hier soll morgen Abend eine riesige Bühnenshow mit Live-Konzert und akrobatischen Einlagen stattfinden? Vor Hunderten von Zuschauern? Also gut: Ärmel hoch und los geht’s. Ein Lastwagen nach dem anderen wird ausgeladen, Gerüste für Licht und Sound müssen aufgebaut werden, die Bühne kommt in die Mitte des Raums. Jeder Handgriff sitzt, die Kollegen verstehen sich blind, alle wissen, worauf es ankommt: in kürzester Zeit eine Welt zu schaffen, von der noch wenige Stunden vorher nichts zu ahnen war – und das mit der allerhöchsten Präzision Hand in Hand, damit Licht und Sound, Bühnenaufbauten und die gesamte Technik dort ist, wo sie sein soll und auch einwandfrei funktioniert.
Ohne die Fachkräfte für Veranstaltungstechnik läuft im Bereich von Theater, Show, Fernsehproduktionen und Konzerten gar nichts. Aber auch bei Messen, Festivals und sonstigen Großveranstaltungen müssen sie vollen Einsatz zeigen, Mischpults bedienen, die richtige Lichtfarbe und -intensität wählen und dafür sorgen, dass der Klang stimmt. Weil sie vor allem beim Auf- und Abbau gefragt sind, dürfen Fachkräfte für Veranstaltungstechnik kein Problem damit haben, dass sie arbeiten müssen, wenn andere frei haben – manchmal auch nachts bis in die frühen Morgenstunden. Körperliche Fitness und Kraft sind unerlässlich. Höhenangst ist fehl am Platz, denn der Einsatzort befindet sich oft in luftigen Höhen auf Gerüsten, wo Lampen und Lautsprecher montiert und Kabel sicher verwahrt werden müssen.
Teamarbeit ist angesagt, und diese Teams wechseln oft. Nicht selten sind Fremd- und Hilfskräfte im Einsatz, die man genau anleiten muss. Das ist auch deshalb so wichtig, weil keiner in Gefahr geraten darf – weder die Künstler, noch die Gäste und natürlich auch nicht das Personal. Fachkräfte für Veranstaltungstechnik müssen sich daher sehr gut auskennen mit statischen Gegebenheiten, mit dem Baurecht, dem Brandschutz und der so genannten „Eventsafety“. Als Fachkraft für Veranstaltungstechnik trägt man für den gesamten technischen Bereich die komplette Verantwortung. Hier darf nichts dem Zufall überlassen werden, jede Halterung muss fest sein, jedes Kabel muss gesichert werden, alle Geräte müssen in einem einwandfreien technischen Zustand sein.
Eine hohe Verantwortung, ein anstrengender Arbeitsalltag zu ungewöhnlichen Zeiten, dafür aber viele interessante Einsatzorte, die je nach Arbeitgeber auch schon mal mit einer Reise ins Ausland verbunden sein können, und immer wieder neue Kontakte – das sind wesentliche Merkmale, die dieser Beruf mit sich bringt. Fachkräfte für Veranstaltungstechnik arbeiten in spezialisierten Unternehmen, aber auch bei Fernsehsendern, in Eventagenturen, in der Filmbranche, an Theatern oder bei Messe- und Kongressveranstaltern.


Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Berufsschule:
Ausbildung

Fachkraft im Fahrbetrieb

Die Ausbildung erfolgt nach den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes und findet sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule statt. Die reguläre Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Ausbildungszeitverkürzung möglich.
Arbeitsgebiet
Fachkräfte im Fahrbetrieb arbeiten in Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs. Zu ihren Aufgaben gehören das Fahren von Bussen, Straßenbahnen und/oder U-Bahnen. Außerdem kümmern sie sich um Kundendienst und Marketing, Planung und Disposition des Fahrbetriebs sowie den Fahrzeugeinsatz.
Berufliche Fähigkeiten
Fachkräfte im Fahrbetrieb nehmen ihre Aufgaben selbstständig im Rahmen betrieblicher Anweisungen und der maßgebenden Rechtsvorschriften wahr; sie planen und koordinieren ihre Arbeit und stimmen sie mit anderen Beteiligten innerhalb und außerhalb des Unternehmens ab. Sie richten ihr Verhalten darauf aus, die Kundenzufriedenheit und die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens zu steigern. In schwierigen Kommunikationssituationen wirken sie auf eine Vermeidung bzw. Entschärfung von Konflikten hin.
Fachkräfte im Fahrbetrieb
führen Busse, Straßenbahnen und/oder U-Bahnen im Netz ihres Unternehmens und achten dabei auf Sicherheit, Kundenfreundlichkeit, Umweltbelange und Wirtschaftlichkeit. Sie beraten Kunden über Tarife und Linienverbindungen sowie Zusatzangebote des öffentlichen Personennahverkehrs und geben Auskunft über Gemeinschaftsangebote mit anderen Verkehrsdienstleistern (bei Bedarf auch in einer Fremdsprache).
Darüber hinaus verkaufen sie Leistungen und führen die erforderlichen Abrechnungen und Kalkulationen durch. Kundenbedürfnisse werden ermittelt und die Produkte des Unternehmens kundengerecht weiterentwickelt - hier findet auch fortwährend eine Qualitätskontrolle statt.
Im Normalverkehr und bei Störungen werden Kunden informiert und in Gefahrensituationen und bei Unfällen die notwendigen Maßnahmen ergriffen. Außerdem werden Fahrzeug-, Personal- und Mitteleinsatz mitgeplant und -gesteuert. Fachkräfte im Fahrbetrieb sorgen auch für Fahrzeugservice und -bereitstellung (Kontrolle der Verkehrs- und Betriebssicherheit) und veranlassen Wartung und Instandsetzung der Fahrzeuge.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule


 
IHK24

Fachkraft im Gastgewerbe

Alleskönner in Hotel und Gastronomie
In dem familiengeführten Gasthof mit einem angeschlossenen kleinen Hotel gibt es immer viel zu tun.
Gut, dass sich die Inhaberin auf ihre Fachkräfte im Gastgewerbe verlassen kann. Bereits früh am Morgen – die meisten Hotelgäste liegen noch selig schlafend in ihren Betten – übernehmen sie den Aufbau und die Dekoration des Frühstücksbüfetts. Fehlt etwas? Dann muss die Lagerhaltung überprüft und mit Waren ergänzt werden. Da erscheint schon der Frühaufsteher aus Zimmer 5 und bestellt einen frisch aufgebrühten grünen Tee und ein Omelett. Also ab in die Küche und schnell eines gezaubert. An der Rezeption klingelt das Telefon, ein Gast moniert, dass seine Dusche verstopft sei.
Die Fachkraft im Gastgewerbe verspricht Abhilfe und organisiert die Reparatur. Anschließend einen Blick auf die Zimmerbelegungspläne werfen: Hierauf stehen für heute einige An- und Abreisen, die Zimmer müssen somit pünktlich gereinigt und bezugsfertig sein. Eine besondere Herausforderung für die Fachkollegin in der Hausdamenabteilung, die seit zwei Tagen neue Zimmermädchen einweist, anleitet und überwacht. Sollte es zeitlich knapp werden, muss sie auch selbst zu Staubsauger und Reinigungstuch greifen oder den Willkommens-Blumenstrauß auf den Tisch stellen.
Derweil laufen im Gasthof die Vorbereitungen für den Gästeansturm zum Mittagessen. Heute hat sich zusätzlich eine Reisegesellschaft angekündigt. Sind alle Tische ordentlich eingedeckt? Was hat sich der Küchenchef einfallen lassen? Gibt es eine besondere Empfehlung? Routiniert und umsichtig sorgen die Fachkräfte im Gastgewerbe dafür, dass sich die Gäste wohlfühlen und in entspannter Atmosphäre ihr Essen genießen können. Dabei beraten Sie stets freundlich und zuvorkommend bei der Auswahl der Speisen und Getränke oder geben Auskunft über die Zutaten, servieren die Bestellungen geschickt in der richtigen Reihenfolge und bearbeiten am Ende den Zahlungsvorgang.
Fachkräfte im Gastgewerbe sind so etwas wie Alleskönner in der Gastronomie. Sie können in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden, denn sie beherrschen die Kunst des perfekt gezapften Bieres genauso wie die Bearbeitung von Reklamationen oder das knitterfreie Beziehen von Hotelbetten. Auch Lebensmittelkunde sowie Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften sind Teil der zweijährigen Ausbildung. Freude am Umgang mit unterschiedlichen Menschen, Freundlichkeit und der Wille zur Dienstleistung sollten zu den persönlichen Stärken gehören, wenn man sich für diesen Beruf entscheidet. Ebenso die Bereitschaft, an Wochenenden oder Feiertagen zu arbeiten.
Jobangebote gibt es in der klassischen Gastronomie, zum Beispiel in Restaurants, Cafés, Bistros, Kantinen oder bei Cateringunternehmen.
Auch Hotels, Freizeit- und Ferienzentren sowie Reedereien beschäftigen Fachkräfte im Gastgewerbe.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht, können Sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 2 Jahre

Fortsetzung mit darauf aufbauenden Ausbildungsberufen möglich.

Berufsschulen


 
Ausbildung

Fachlagerist/-in

Fachkräfte für Lagerlogistik arbeiten in Logistikzentren, Industriebetrieben, Speditionen und im Versandhandel, wo den Wareneingang und -ausgang im Griff haben. Sie nehmen die Kisten, Kartons, Container und Fässer an, prüfen, ob alles wie bestellt geliefert wurde und in Ordnung ist. Sie organisieren die Entladung und weisen jeder Kiste ihren Platz zu. Sie wissen, welche Waren wie gelagert werden müssen, und drehen dementsprechend auch schon mal Temperatur und Luftfeuchtigkeit in ihren Lagerhäusern rauf oder runter.
Beim Warenausgang planen die Lagerlogistiker/-innen die Auslieferungstouren und entscheiden, wie und auf welchem Weg die Kartons zur Firma Schmitz oder der Container mit den Schrauben zum Autohersteller gebracht werden sollen. Manchmal schicken sie die Ware auf richtig große Fahrt: Erst ein Stück mit dem Lkw, dann auf dem Zug bis zum Hafen und dann per Schiff auf einen anderen Kontinent. Dazu wollen Begleitpapiere wie Lieferscheine oder Zollerklärungen gepackt werden.
Die Fachlageristen/-innen sind nach zwei Jahren am Ziel ihrer Berufsausbildung angekommen. Sie haben dann die Möglichkeit, nach bestandener Abschlussprüfung noch ein Jahr weiterzulernen und so auch den Abschluss "Fachkraft für Lagerlogistik" zu erwerben.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 2 Jahre

Berufsschulen

IHK24

Fachmann/-frau für Systemgastronomie

Spezialisten für gleichbleibende Qualität
Plötzlich meldet sich der kleine Hunger. Die beiden ausländischen Rucksack-Touristen stehen etwas ratlos im Hauptbahnhof, sie sind gerade erst angekommen und kennen sich in der Stadt nicht aus. Da erblicken sie das weltbekannte, leuchtende Logo einer Restaurantkette – und gehen zielstrebig darauf zu. Denn sie wissen genau, was diese Systemgastronomie an Speisen und Getränken zu bieten hat. Einheitliche Qualitäts- und Servicestandards sowie ein klar strukturiertes Konzept sorgen für einen hohen Wiedererkennungswert beim Kunden. Damit das so bleibt, überwachen Fachleute für Systemgastronomie in den jeweiligen Filialen die strikte Einhaltung der zentral gesteuerten Vorgaben. Vom äußeren Erscheinungsbild über die räumliche Ausstattung bis hin zur Zubereitung der Speisen einschließlich der Anzahl Salatblätter auf dem Sandwich – nichts bleibt dem Zufall überlassen. Dazu gehört auch die richtige Lagerung der Produkte, die in rohem, halbfertigem oder fertigem Zustand von den Unternehmenszentralen angeliefert werden.
Ist am Wochenende mit einem höheren Gästeaufkommen zu rechnen? Dann müssen die Arbeitsabläufe in der Küche und die Personalplanung entsprechend angepasst werden, eventuell sind Aushilfskräfte einzuweisen und es ist darauf zu achten, dass auch die neuen Kolleginnen und Kollegen die Kleidungs- und Hygienevorschriften oder bestimmte Gästebegrüßungen genau einhalten. Dabei haben sie die Kosten immer voll im Blick, werten betriebliche Kennzahlen aus und fertigen die Lohn- und Gehaltsbuchhaltung.
Selbstverständlich empfangen Fachleute für Systemgastronomie auch in so genannten Schnellrestaurants ihre Kunden freundlich, gehen auf ihre Wünsche oder Reklamationen ein und beantworten ihre Fragen zu einzelnen Produkten kompetent. Sie buchen die Bestellungen ein und wickeln die Bezahlung ab. In der Frühschicht genau so wie am Abend oder an Sonn- und Feiertagen.
Fester Bestandteil der Ausbildung zum Fachmann bzw. zur Fachfrau Systemgastronomie ist neben kaufmännisch-organisatorischen Arbeiten die Einführung in Marketingmaßnahmen wie z.B. Produktpräsentationen, Werbeflyer oder die Einbindung von regionalen Spezialitäten in die standardisierte Speisekarte. Die Fachleute analysieren das Verhalten und die Wünsche „ihrer“ Kunden und liefern somit wertvolle Tipps an die zentrale Marketingabteilung der Restaurant- oder Hotelkette.
Fischspezialitäten- und Selbstbedienungsrestaurants, Lifestyle- und Kaufhausrestaurants, Steakhäuser sowie Fast-Food- und Hotelketten sind mögliche Arbeitgeber der Fachleute für Systemgastronomie. Darüber hinaus kommen sie auch in Betriebskantinen, Raststätten oder Cateringunternehmen zum Einsatz. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung qualifizieren Weiterbildungen für leitende Positionen oder den Schritt in die Selbständigkeit.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Fahrradmonteur/-in

Berufssprofil: Fahrradmonteurinnen/Fahrradmonteure arbeiten in Betrieben des Zweiradhandels und des Zweiradhandwerks.
Sie stellen Fahrräder aus Einzelkomponenten her. Dabei montieren und demontieren sie Einzelteile, Baugruppen und Systeme. Sie rüsten Fahrräder mit Zubehör- und Zusatzteilen aus und halten sie instand.
Außerdem beraten sie Kunden hinsichtlich Wartungs-und Instandsetzungsarbeiten und empfehlen Dienstleistungen, Waren und Produkte. Bei ihren Arbeiten wenden sie berufsfachliche Techniken an wie Prüfen, Messen, Montieren, Demontieren, Fügen, Trennen sowie manuelles und maschinelles Bearbeiten.
Sie planen und kontrollieren Arbeitsabläufe, wenden Prüf- und Messeinrichtungen an und bewerten Arbeitsergebnisse. Sie sind hauptsächlich in den Betrieben des Fahrradhandels und des Fahrradhandwerkes tätig. Dort arbeiten sie meist in Werkstatträumen und Werkstätten.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • 2 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Fertigungsmechaniker/-in

Die Ausbildung erfolgt nach den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes und findet im Rahmen des dualen Systems im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt.  Die reguläre Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Ausbildungszeitverkürzung möglich.

Arbeitsgebiet

Fertigungsmechaniker/Fertigungsmechanikerinnen sind überwiegend in der Montage/Fertigung von industriellen Serienerzeugnissen tätig. Sie üben ihre beruflichen Aufgaben meist im Rahmen einer Prozess-Kette in Montagegruppen aus. Als Glieder von Prozess-Ketten sind sie an der Prozess-Sicherung, der Einhaltung von Qualitätsstandards und an Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung von Prozessabläufen, Fertigungsqualität und Arbeitssicherheit unmittelbar beteiligt.

Berufliche Fähigkeiten

  • Fertigungsmechaniker/Fertigungsmechanikerinnen, erkennen ihre Aufgaben anhand von Montage- und Wartungsplänen, Konstruktionszeichnungen und Verfahrensanweisungen, stimmen die Verteilung der anfallenden Arbeiten in Gruppengesprächen untereinander ab, montieren Bauteile zu Baugruppen und Baugruppen zu komplexen Maschinen, Apparaten, Geräten oder Kraftfahrzeugen, verlegen, befestigen und schließen elektrische Leitungen, Bauteile und Baugruppen an, prüfen und stellen Funktionen an Baugruppen oder am fertigen Produkt ein, kontrollieren verantwortlich die ausgeführten Arbeiten und führen gegebenenfalls Nacharbeiten durch, nutzen für ihre Tätigkeiten vorgegebene Maschinen, Montage-Hilfseinrichtungen, Transportmittel und Werkzeuge, beteiligen sich aktiv an Gruppengesprächen zur Verbesserung von Prozess-Sicherheit und Qualität, zur Optimierung von Gruppenarbeitsplätzen sowie zur gruppeninternen Arbeitsabstimmung,
  • führen und interpretieren Statistiken - insbesondere über Qualitätsdaten, arbeiten - insbesondere durch Prozess-Sichernde Hinweise und Informationen - mit vor- und nachgelagerten Bereichen zusammen, führen die notwendigen Einstell-, Pflege- und Wartungsarbeiten an den von ihnen benutzten Einrichtungen, Maschinen und Werkzeugen durch.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Feuerungs- und Schornsteinbauer/-in

Feuerungs- und Schornsteinbauer und Feuerungs- und Schornsteinbauerinnen arbeiten sowohl im Neubau als auch in der Sanierung, Modernisierung und Instandsetzung auf unterschiedlichen Baustellen, zum Beispiel im Wohnungsbau, im öffentlichen Bau oder im Gewerbe- und Industriebau. Sie stellen Baukörper aus Steinen, insbesondere feuerfeste Konstruktionen, sowie Bauteile aus Beton und Stahlbeton her.

Berufliche Fähigkeiten

Feuerungs- und Schornsteinbauer und Feuerungs- und Schornsteinbauerinnen führen diese Arbeiten auf der Grundlage von technischen Unterlagen und von Arbeitsaufträgen allein und in Kooperation mit anderen selbständig durch. Sie planen und koordinieren ihre Arbeit, stimmen sich mit den am Bau Beteiligten ab, richten Baustellen ein, ergreifen Maßnahmen zur Sicherstellung des Arbeitsablaufes, zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz auf der Baustelle.
Sie prüfen ihre Arbeiten auf fehlerfreie Ausführung, dokumentieren sie, führen qualitätssichernde Maßnahmen durch, berechnen die erbrachte Leistung und übergeben die geräumte Baustelle.
Im Zusammenhang mit den nachfolgend aufgeführten Tätigkeiten setzen Feuerungs- und Schornsteinbauer und Feuerungs- und Schornsteinbauerinnen Geräte und Maschinen ein, bauen Arbeits-, Schutz- und Traggerüste auf und ab und messen Bauwerke und Bauteile ein.
Feuerungs- und Schornsteinbauer und Feuerungs- und Schornsteinbauerinnen
  • stellen Mauerwerk aus klein- oder mittelformatigen Steinen her,
  • stellen ein- und mehrschichtiges Mauerwerk für Feuerungen und Abgaskanäle her,
  • stellen feuerfeste Konstruktionen her, beispielsweise feuerfeste Formsteingewölbe,
  • stellen Schornsteine aus Mauerwerk her,
  • stellen Futter für Schornsteine mit Wärmedämmungen her,
  • stellen Abgasanlagen aus Fertigteilen her, insbesondere freistehende Schornsteine,
  • versetzen Abgasanlagen und -schächte aus Fertigteilen,
  • errichten Blitzschutzanlagen für den äußeren Blitzschutz,
  • dichten Bauwerke gegen Feuchtigkeit ab,
  • stellen Schalungen für Fundamente, rechteckige Stützen und Balken sowie für ebene Wände und Decken her, bauen sie auf, versteifen sie und spannen sie ab,
  • stellen Bewehrungen her und bauen sie ein,
  • fördern Beton, bringen ihn ein, verdichten ihn und bearbeiten die Oberfläche von Hand und mit Hilfe von Maschinen,
  • bauen Dämmstoffe für den Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz ein und
  • stellen im Rahmen von Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten Schäden fest, ermitteln die Ursachen und führen Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten durch.
Darüber hinaus führen Feuerungs- und Schornsteinbauer und Feuerungs- und Schornsteinbauerinnen angrenzende Arbeiten in den Gewerben des Ausbaus und des Tiefbaus durch.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre. Die Ausbildung findet an den Lernorten “Betrieb” und “Berufsschule” statt.

Berufsschule

Ausbildung

Fleischer/-in

Ausbildungsprofil: Fleischer/Fleischerinnen arbeiten überwiegend im Fleischerhandwerk, aber auch in Fleischerfachgeschäften und Einzelhandelsgeschäften, in der Fleischwarenindustrie, in Schlachthöfen, im Fleischgroßhandel und in Fleischzerlegebetrieben.

Berufliche Fähigkeiten

Fleischer/Fleischerinnen stellen vielfältige Wurstwaren, insbesondere Koch-, Brüh- und Rohwurst her, zerlegen Schlachttierkörper, richten Teilstücke zur weiteren Verarbeitung und für den Verkauf her, stellen Roh- und Kochpökelware her, stellen küchenfertige und garfertige Erzeugnisse her, stellen Hackfleisch und Hackfleischerzeugnisse her, wenden Verfahren zur Lagerung und Verpackung an, bedienen Anlagen, Maschinen und Geräte, sichern die Qualität ihrer Erzeugnisse, arbeiten und gestalten selbständig und im Team, wenden Vorschriften des Lebensmittel- und des Hygienerechts sowie des Arbeits- und des Gesundheitsschutzes an, berücksichtigen ökonomische und umweltbezogene Aspekte sowie Gesichtspunkte des Verbraucherschutzes, präsentieren ihre Produkte, sie beherrschen - je nach gewählten Wahlqualifikationen - das Schlachten, Herstellen von besonderen Fleisch- und Wurstwaren und von Gerichten, den Verkauf von Fleischereierzeugnissen mit umfassender Kundenberatung und Veranstaltungsservice sowie das Verpacken von Produkten.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre

Berufsschule


Ausbildung

Florist/-in

Floristen und Floristinnen sind aufgrund ihrer breit gefächerten Ausbildung qualifiziert im Umgang mit Pflanzen (Einordnung, Versorgung und Pflege von Pflanzen und Pflanzenteilen) sowie insbesondere in der Gestaltung von Pflanzen- und Blumenschmuck unter Beachtung von Umwelt-, Natur- und Artenschutz.
Ein wichtiger Teil ihrer Berufstätigkeit ist die fachgerechte Kundenberatung und die Wahrnehmung kaufmännischer Funktionen. Floristen und Floristinnen sind vorwiegend im Floristen-Fachhandel angestellt; zunehmend auch freiberuflich tätig.
Berufliche Fähigkeiten
Floristen und Floristinnen
  • bestimmen, pflegen und versorgen Pflanzen und Blumen,
  • beraten und bedienen Kunden,
  • planen und gestalten Pflanzen- und Blumenschmuck und gehen dabei auf Kundenwünsche ein, insbesondere bei Sträußen, Gestecken, Kränzen, Girlanden, Pflanzungen sowie bei Trauer-, Hochzeits-, Tisch- und Raumschmuck,
  • beschaffen und lagern Waren und überwachen die Bestände,
  • beherrschen Grundlagen der betrieblichen Kalkulation und des kaufmännischen Rechnens.
Besondere Anforderungen
Floristen und Floristinnen verfügen über die notwendigen Kenntnisse für die Abgabe von Pflanzenschutzmitteln im Fachhandel nach der Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Fluggerätelektroniker/-in

Fluggerätelektroniker/Fluggerätelektronikerinnen arbeiten in der Herstellung oder in der Instandhaltung von Luftfahrzeugen bei Flugzeugherstellern, Ausrüstern, Fluggesellschaften und der Bundeswehr. Arbeitsbereich ist die gesamte Fluggerätelektronik vom einmotorigen Flugzeug über Hubschrauber, Linienmaschinen, Großraumtransporter bis zum Militärjet.

Berufliche Fähigkeiten

Fluggerätelektroniker/ Fluggerätelektronikerinnen arbeiten selbständig und im Team, kooperieren mit anderen Fachbereichen, verlegen und verbinden Steuer-, Signal- und Datenleitungen, bauen elektrische und elektronische Baugruppen zusammen, montieren und installieren Geräte und Anlagen der Luftfahrttechnik, prüfen und messen elektrische und elektronische Baugruppen und Geräte, stellen sie ein und wechseln sie aus, nehmen elektrische und elektronische Baugruppen, Geräte und Anlagen der Luftfahrttechnik in Betrieb, analysieren systematisch Fehler in der Mess- Steuer- und Regelungstechnik sowie in der elektrischen Antriebs- und Übertragungstechnik, nehmen Software zum Steuern und Regeln von Fluggerätkomponenten in Betrieb.

Berufsschule

Ausbildung

Fluggerätmechaniker/-in

Die Ausbildung erfolgt nach den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes und findet im Rahmen des dualen Systems im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Die reguläre Ausbildungszeit beträgt dreieinhalb Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Ausbildungszeitverkürzung möglich.
Die Ausbildung erfolgt in einer der drei Fachrichtungen: Triebwerkstechnik, Instandhaltungstechnik oder Fertigungstechnik

Arbeitsgebiet

Fluggerätmechaniker/Fluggerätmechanikerinnen sind in der Herstellung, Wartung, Inspektion und Instandhaltung von Fluggeräten und deren Antriebsvorrichtungen bei Flugzeugherstellern, Ausrüstern, Fluggesellschaften sowie der Bundeswehr tätig. Darüber hinaus haben sie eine wichtige Funktion für die Sicherheit im Luftverkehr.

Fluggerätmechaniker/Fluggerätmechanikerinnen werden eingesetzt in der Teileproduktion, der Montage, auf Prüfständen, in der Entwicklung, der Erprobung sowie der Instandhaltung/ Wartung von flugtechnischen Geräten.

Berufliche Fähigkeiten

Fluggerätmechaniker/-innen
  • arbeiten selbständig und im Team; kooperieren mit anderen Fachbereichen,
  • be- und verarbeiten metallische sowie nicht metallische luftfahrtspezifische Werkstoffe,
  • montieren, demontieren und fertigen Fluggerätsysteme sowie Einzelteile oder Baugruppen und halten diese instand,
  • montieren, demontieren und fertigen Triebwerke, Triebwerksteile und Anbaugeräte und halten diese instand,
  • wuchten Triebwerksteile aus,
  • testen und erproben Triebwerke und Anbauteile,
  • führen Maßnahmen zur Qualitätssicherung durch.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan Fertigungstechnik

Ausbildungsordnung und Rahmenplan Instandhaltungstechnik

Ausbildungsordnung und Rahmenplan Triebwerkstechnik

Betrieblicher Rahmenplan

Berufsschule

Ausbildung

Fotomedienfachmann/-frau

Fotomedienfachleute arbeiten in Betrieben der Fotowirtschaft, insbesondere in Einzelhandelsunternehmen, in Fach- und Großlaboren, bei Fotografen, in der Industrie, in Bild-Agenturen und weiteren Dienstleistungsunternehmen, in den Aufgabenfeldern fotobezogene Dienstleistungen, Beratung, Vertrieb und Marketing.
Berufliche Qualifikationen
Fotomedienfachleute informieren und beraten kundenorientiert über foto- und videobezogene Produkte und Dienstleistungen sowie über die Gestaltung und Realisierung von Foto- und Videoaufnahmen, verkaufen Produkte und Dienstleistungen, erstellen fotografische Aufnahmen nach Vorgaben und eigenen Vorstellungen, setzen Techniken zur Bildbearbeitung und Bildkorrektur ein, stellen Bilddaten für die weitere Verwendung bereit, nutzen verschiedene Bildausgabetechniken, beobachten marktrelevante Entwicklungen, erschließen Kundenbedürfnisse, führen Kundenschulungen durch, führen Kalkulationen durch und wenden betriebliche Controlling-Instrumente an, wirken bei Planung und Durchführung von Vertrieb und Marketing mit, planen und realisieren die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen, arbeiten team- und prozessorientiert.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen

      
Ausbildung

Gestalter/-in für visuelles Marketing

Gestalterinnen und Gestalter für visuelles Marketing werden in vielen Bereichen gebraucht, in denen es darauf ankommt, Menschen durch visuelle Gestaltung anzusprechen und zum Kauf oder zur Kontaktaufnahme zu bewegen.
Dies kann ein Schaufenster sein oder ein Verkaufsraum, oder auf einer Messe, wo der Messestand eines Unternehmens genau zum Verkaufskonzept und zur sonstigen Außendarstellung passen muss. Auch bei Events und Kongressen kommen Gestalterinnen und Gestalter für visuelles Marketing zum Einsatz und sorgen dafür, dass die Besucher stets Freude daran haben, sich gründlich umzusehen.
Die Arbeitsmaterialien sind Stoff, Papier, Holz, Kunststoff, Metall und Styropor – jeweils so zusammengesetzt, geformt, verklebt oder geschnitten, dass „die Botschaft ankommt“. Und diese Materialien müssen von den Gestaltern auch beschafft werden, und zwar im Rahmen der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel und nicht zuletzt unter ökologischen Gesichtspunkten. Auch Licht und Farben wissen Gestalterinnen und Gestalter für visuelles Marketing gut einzusetzen, und dass sie über aktuelle Trends und Moden Bescheid wissen müssen, braucht wohl gar nicht erst erwähnt zu werden.
Da man in diesem Beruf oft auf Leitern steigen und manchmal auch in ungewöhnlichen Positionen Dekorationsarbeiten vornehmen muss, sollte man schwindelfrei und körperlich fit sein. Kontaktfreude, Offenheit, Flexibilität und Belastbarkeit sind weitere Eigenschaften, hilfreich sind, denn in vielen Bereichen in denen die Gestaltungsfachleute zum Einsatz kommen, z.B. in mittelgroßen und größeren Betrieben, auf Messen und bei großen Events, arbeiten sie im Team mit anderen. Oft muss alles sehr schnell gehen und der Druck, die Deko oder Präsentation noch bis zum gesetzten Termin fertigzubekommen, kann schon mal groß werden.
Gestalter/innen für visuelles Marketing sind meist im Einzelhandel tätig, z. B. in Warenhäusern, Kaufhäusern oder Möbelgeschäften, aber auch bei Messe- und Kongressveranstaltern und in Event- oder Werbeagenturen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Gießereimechaniker/-in

Gießereimechaniker/Gießereimechanikerinnen sind in der Produktion von Gussstücken unterschiedlicher Größe, Werkstoffe und Beschaffenheit sowohl in der Einzel- als auch in der Serienfertigung tätig. Ihre Aufgaben sind die Herstellung und Vorbereitung von Gießformen sowie die Herstellung von Gussteilen mit Hilfe verschiedener Form- und Gießverfahren. Sie bedienen und überwachen mechanisch, hydraulisch oder pneumatisch gesteuerte Produktionsanlagen und halten diese instand.

Gießereimechaniker/-innen spezialisieren sich in einem der folgenden sechs Schwerpunkte:
  1. Handformguss
  2. Maschinenformguss
  3. Druck- und Kokillenguss
  4. Feinguss
  5. Schmelzbetrieb
  6. Kernherstellung

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan


Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre



Berufsschule:


Ausbildung

Gleisbauer*in

Ausbildungsprofil

Arbeitsgebiet

Gleisbauer und Gleisbauerinnen arbeiten sowohl im Neubau als auch in der Sanierung und Instandsetzung. Sie stellen Gleisanlagen in unterschiedlichen Bauweisen her, beispielsweise im Schotteroberbau, im eingedeckten Gleisbett oder auf Festen Fahrbahnen.

Berufliche Fähigkeiten

Gleisbauer und Gleisbauerinnen führen diese Arbeiten auf der Grundlage von technischen Unterlagen und von Arbeitsaufträgen allein und in Kooperation mit anderen selbständig durch. Sie planen und koordinieren ihre Arbeit, stimmen sich mit den am Bau Beteiligten ab, richten Baustellen ein, ergreifen Maßnahmen zur Sicherstellung des Arbeitsablaufes, zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz auf der Baustelle. Sie prüfen ihre Arbeiten auf fehlerfreie Ausführung, dokumentieren sie, führen qualitätssichernde Maßnahmen durch, berechnen die erbrachte Leistung und übergeben die geräumte Baustelle.
Im Zusammenhang mit den nachfolgend aufgeführten Tätigkeiten setzen Gleisbauer und Gleisbauerinnen Geräte und Maschinen ein und messen Bauwerke und Bauteile ein.

Gleisbauer und Gleisbauerinnen

  • führen Aushubarbeiten durch, verfüllen und verdichten Bodenmassen und legen Böschungen an,
  • stellen die Entwässerung von Bahnkörpern her,
  • wenden Lage- und Höhenpläne für Gleisanlagen an,
  • führen gleisbauspezifische Messungen durch,
  • führen Oberbauarbeiten durch und verlegen dabei insbesondere Schwellen, verlegen und befestigen Schienen, schottern ein, heben, richten und stopfen Gleise und stellen Laschenverbindungen her,
  • montieren und verlegen Weichen,
  • stellen Bahnübergänge her,
  • halten Gleise und Weichen instand,
  • führen Brenn- und Trennschnitte durch und
  • führen angrenzende Arbeiten durch zum Herstellen von Pflasterdecken, Plattenbelägen und Asphaltdecken.
Darüber hinaus führen Gleisbauer und Gleisbauerinnen angrenzende Arbeiten in den Gewerben des Hochbaus durch.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Hochbaufacharbeiter/-in

Ob Häuser, Lagerhallen oder Brücken - Hochbaufacharbeiter und Hochbaufacharbeiterinnen sind auf allen Baustellen zu Hause, bei denen etwas in die Höhe gebaut wird.
Egal ob neue Gebäude entstehen oder ob Altes saniert wird - für Hochbaufacharbeiter gibt's auf jeder Baustelle jede Menge zu tun: einfache Baugerüste aufstellen, Schalungen zusammenbauen, Beton mischen, Mauerwerk verfugen oder Fertigteile einbauen. In der Regel arbeiten Hochbaufacharbeiter im Freien.
Azubis können sich schon nach zwei Jahren zur Abschlussprüfung anmelden. Wer dann noch ein Jahr dranhängt, kann Maurer/-in, Beton- und Stahlbauer/-in oder Feuerungs- und Schornsteinbauer/-in werden.
Maurer/innen stellen Wände und Decken her und verputzen sie anschließend, sie sorgen für Wärmedämmung oder verlegen Estriche.
Beton- und Stahlbetonarbeiter/-innen stellen Betonmischungen her, bauen Betonschalungen und verarbeiten den Beton.
Feuerungs- und Schonsteinbauer/-innen bauen Abzugskanäle, Feuerungsanlagen und Schornsteine aus feuerfesten Materialien.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 2 Jahre; mit der darauf aufbauenden zweiten Stufe: 3 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Holzmechaniker/-in

Überall dort, wo Möbel, Parkett, Leisten oder andere Dinge aus Holz in großer Anzahl hergestellt werden, sind Holzmechaniker/-innen am Werk.
Mit Hilfe von zum Teil elektronisch gesteuerten Maschinen sägen, fräsen oder hobeln sie die Holzteile und sonstige Werkstoffe zurecht und bauen die Einzelteile zu fertigen Elementen z.B. Küchenteilen zusammen. Auch steuern und überwachen sie den Produktionsprozess an Maschinen und Anlagen.
Sie arbeiten in unterschiedlichen Industrieunternehmen, also nicht nur bei Möbelherstellern, sondern beispielsweise auch bei Herstellern von Bauzubehör, wie z. B. Treppen oder Fensterrahmen oder auch in der Paletten- und Rahmenindustrie. Dabei kennen sie sich nicht nur mit Holz, sondern auch mit Metallen und Kunststoff bestens aus.
Die Ausbildung findet seit  August 2015 mit folgenden Fachrichtungen statt:
  • Herstellen von Möbeln und Innenausbauteilen
  • Herstellen von Bauelementen, Holzpackmitteln und Rahmen
  • Montieren von Innenausbauten und Bauelementen

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre

Berufsschule

IHK24

Hotelfachmann/-frau

Alles geben für den Gast
Vormittags ist immer am meisten los. Vor der Hotel-Rezeption stehen mehrere Gäste mit unterschiedlichen Wünschen und Fragen, alle wollen zügig und kompetent betreut werden. An- und Abreisen sind zu organisieren, ein Ehepaar möchte wissen, wie es zu Fuß zum Museum gelangt. Die beiden Hotelfachleute am Empfang haben alle Hände voll zu tun, bleiben dabei immer freundlich und hilfsbereit. Sie wissen, dass sie einen entscheidenden Einfluss darauf haben, welchen Eindruck die Gäste vom Hotel bekommen. Gerade steht ein weiterer Gast in der Lobby und berichtet aufgeregt und in englischer Sprache, dass sein Koffer verloren gegangen sei, er aber für seinen anstehenden Geschäftstermin jetzt schnell ein frisches Hemd benötige. Erst einmal den Gast beruhigen und dann – recherchieren und improvisieren. Wo ist der nächste Herrenausstatter, kann er ein passendes Hemd ins Hotel liefern oder muss ein Bote es abholen?
Viel zu tun vor und hinter den Kulissen
Hotelfachleute müssen jeden Tag aufs Neue wechselnde Anforderungen meistern und geben alles, damit sich ihre Gäste wohl fühlen. Sie unterstützen sämtliche Abteilungen des Hotels, denn ihre Tätigkeiten beschränken sich nicht nur auf den direkten Kontakt mit Gästen, etwa an der Rezeption, im Restaurant, bei Veranstaltungen oder an der Bar. Auch „hinter den Kulissen“ gibt es eine Menge zu tun. Reservierungs- und Housekeeping-Pläne müssen erstellt oder aktualisiert werden, damit Fehlbuchungen oder Engpässe gar nicht erst entstehen. In der Verwaltung ist kaufmännisches Wissen bei der PC-gestützten Erledigung der Buchhaltung und Überwachung der laufenden Konten gefragt. Am PC ist auch ersichtlich, dass der Lagerbestand von Champagner, Glühbirnen und Servietten knapp wird. Schnell noch eine persönliche Kontrolle im Magazin, dann zurück zum Schreibtisch und Angebote für neue Waren einholen, die bei Eintreffen geprüft und mit den Bestelllisten abgeglichen werden.
Marketing für die Kundenbindung
Und weil sie durch den engen Kontakt zu ihren Gästen deren Bedürfnisse und Wünsche genau kennen, sind Hotelfachleute auch im Marketing aktiv. Sie unterstützen bei der Konzeption von neuen Wellnessangeboten oder Übernachtungspaketen mit kulturellen oder gastronomischen Zusatzangeboten. Gibt es neue Trends und wie können diese im Hotel umgesetzt werden? Die Konkurrenz ist groß, die Kunden anspruchsvoll und nur wer kreativ ist und dabei rentabel bleibt, wird erfolgreich sein. Kundenbindung durch Zufriedenheit und Attraktivität lautet die Devise.
Vielseitig und international
Dieser vielseitige, internationale Beruf erfordert eine hohe Dienstleistungsbereitschaft, auch in den frühen Morgen- oder Abendstunden und am Wochenende.  Kommunikations- und Organisationsstärke sowie kaufmännisches Verständnis und – aufgrund der internationalen Kundschaft – auch gute Fremdsprachenkenntnisse gehören dazu. Hotelfachleute arbeiten in Hotels aller Größenordnungen, Pensionen und Gasthöfen. Mit den sich weiter verändernden Gegebenheiten im Gesundheitswesen bieten sich auch Jobchancen in Privatkliniken und Patientenhotels. Dort managen Hotelfachleute die Bereiche Gastronomie, Service und Housekeeping.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht, können Sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen

IHK24

Hotelkaufmann/-frau

Multitalente für das Wohl des Gastes
Im Grandhotel findet am Abend eine Gala mit 800 Gästen statt. Viele Teilnehmer der Veranstaltung haben auch Zimmer im Hotel reserviert, alles ist ausgebucht. Alarmstufe rot für sämtliche Abteilungen! Seit Tagen läuft die Planung, damit die einzelnen Bereiche von der Rezeption über das Housekeeping und die Küche mit Bankettservice bis hin zum Lager reibungslos wie Zahnräder ineinander greifen.
Ohne Hotelkaufleute wäre diese Herausforderung nicht zu meistern. Ob bei der Ausstattung der Räumlichkeiten mit technischem Zubehör oder Dekoration, der Erstellung von Dienstplänen für das Servicepersonal sowie von Kosten-Leistungs-Rechnungen als Entscheidungsgrundlage für die Hotelleitung, überall stehen sie in der ersten Reihe und wirken mit. Sie steuern die Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen und koordinieren die Abläufe zwischen Direktion, Food-and-Beverage sowie den unterstellten Bereichen Küche, Weinkeller und Magazin bzw. Lager. Hier kontrollieren sie den Bestand an Lebensmitteln, Getränken und Materialien, ordern neue Waren, nehmen diese in Empfang und gleichen sie mit den Einkaufslisten ab.
Sind genügend Blumen und Gästepräsente vorhanden und werden diese auch ansprechend in den Zimmern platziert? Gerade ruft ein Lieferant an und erklärt, dass es mit der zusätzlichen Champagner-Lieferung für den Abend Schwierigkeiten gibt. Das ist nicht akzeptabel – trotzdem Ruhe bewahren und zur Not improvisieren. Hotelkaufleute müssen in der Lage sein, auch in schwierigen Situationen immer eine Lösung zur Zufriedenheit ihrer Gäste zu finden. Das erfordert ein hohes Maß an Organisationstalent, Flexibilität und vorausschauendem Handeln. Auch spät abends, am Wochenende oder an Feiertagen sollten sie bereit sein, ihren Gästen geduldig und taktvoll zu begegnen.
Für die vielfältigen kaufmännischen Aufgaben wie Buchhaltung, Kalkulation der Übernachtungspreise oder die Bearbeitung von Zahlungsvorgängen ist ein gutes Zahlenverständnis unabdingbar. Ein ordentlicher Schreibstil erleichtert die Korrespondenz mit Gästen, Lieferanten und Geschäftspartnern. Ordnungssinn ist hilfreich bei der Postbearbeitung und -verteilung an die einzelnen Abteilungen oder bei der Aktenführung. Und da die Gäste meist aus aller Welt kommen, sind Sprachkenntnisse – wenigstens gutes Englisch, besser noch eine zweite oder dritte Sprache – unerlässlich.
Außerdem wird die Meinung der Multitalente auch in der Marketing- und Öffentlichkeitsabteilung geschätzt. Schließlich kennen Hotelkaufleute die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Gäste ganz genau. Sie unterstützen bei Marktanalysen, ermitteln neue Trends und schnüren attraktive Übernachtungspakete mit kulturellen, gastronomischen oder Wellness-Zusatzangeboten. Sie entwerfen Werbematerialien in Zusammenarbeit mit Agenturen und repräsentieren ihr Hotel gegenüber Reiseveranstaltern, Behörden und Unternehmen.
Jobangebote winken auf der ganzen Welt in Hotels oder Pensionen jeglicher Größenordnung. Zunehmend arbeiten Hotelkaufleute in Privat- und Kurkliniken, Reisebüros oder Agenturen, die Gastronomiekonzepte entwickeln.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen


 
Ausbildung

Immobilienkaufmann/-frau

Immobilienkaufleute erstellen zum Beispiel  „Exposees“ – das sind Unterlagen, aus denen man ersehen kann, wie eine Wohnung aussieht und geschnitten ist, wie groß die einzelnen Räume sind und in welcher Umgebung diese Wohnung liegt.
Bei Haus- oder Wohnungsverkäufen sind darüber hinaus auch Unterlagen zu den derzeitigen Eigentümern – zum Beispiel Grundbucheinträge – sowie andere rechtliche Dokumente enthalten, aus denen sich der Käufer einen guten Überblick verschaffen kann. Und wer neu bauen oder sanieren möchte, braucht ein Angebot über die Kosten.
Bei Wohnungs- oder Hausbesichtigungen geht der Immobilienkaufmann oder die Immobilienkauffrau natürlich mit, zeigt die Räume vom Keller bis zum Dach, von der Heizungsanlage bis zum ausbaufähigen Spitzboden. Gewappnet mit einem guten technischen Verständnis und Kenntnissen über die bauliche Substanz kann er oder sie kompetent Auskunft geben. Da es dabei nur selten direkt zu einem Abschluss kommt, sind oft weitere Angebote erforderlich, bis der Kunde „seine“ Immobilie gefunden hat.
Immobilienkaufleute müssen immer genau die Angebote herausfiltern, die das bieten, was der jeweilige Kunde sich wünscht und bezahlen kann. Und wie funktioniert das mit dem Kaufen? Bis auf wenige Ausnahmen können Käufer doch ein Haus nie sofort voll bezahlen. Dann muss es finanziert werden, d. h. der Käufer muss einen Kredit bei einer Bank aufnehmen. Wie man das am besten macht und welches Finanzierungsangebot das günstigste für den Käufer ist, dazu berät ebenfalls der Immobilienkaufmann oder die Immobilienkauffrau.
Oft fungieren Immobiliengesellschaften auch selbst als Bauträger und können ihren Kunden daher neu gebaute Wohnungen und Häuser anbieten. Desweiteren gehört die Verwaltung von Immobilien – zum Beispiel von Mehrfamilienhäusern, Einkaufszentren, Krankenhäusern etc. – zum Portfolio von Immobilienfirmen. Der Immobilienkaufmann oder die Immobilienkauffrau muss sich dann um alle organisatorischen Fragen rund um das Gebäude kümmern. Dazu gehören zum Beispiel die Ver- und Entsorgung, Versicherungen und Gebührenabgaben. Außerdem nimmt die Immobilienverwaltung Beschwerden von Mietern entgegen und sorgt dafür, dass nötige Reparaturen und Instandsetzungsmaßnahmen fach- und termingerecht ausgeführt werden.
Der Beruf des Immobilienkaufmanns/der Immobilienkauffrau ist sehr abwechslungsreich. Man sitzt nicht nur am Schreibtisch, sondern ist viel unterwegs und trifft die unterschiedlichsten Menschen mit ganz verschiedenen Wünschen und Vorstellungen. Daher muss man kommunikativ und flexibel sein und aufmerksam zuhören können. Sehr interessant sind auch die Zukunftsperspektiven. Ob als Bauberater, Immobilienvermittler (Makler), als Angestellter in der Immobilienabteilung einer Bank oder in der öffentlichen Verwaltung – Immobilienfachleute haben nach erfolgreicher Ausbildung viele Möglichkeiten, einen Job zu finden.
Wie die  Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Industrieelektriker/-in

Industrieelektriker/innen sind Elektrofachkräfte im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften. Sie montieren elektrische Betriebsmittel und schließen sie an. Sie messen und analysieren elektrische Systeme und beurteilen deren Sicherheit. Zudem halten sie die Anlagen und Systeme instand.
Sie sind z.B. in Betrieben der Metall- und Elektroindustrie, der Automobilindustrie oder im Anlagenbau tätig. Darüber hinaus können sie in Energieversorgungsunternehmen arbeiten. Die Ausbildung im Berufsbild Industrieelektriker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Diese bundesweit geregelte 2-jährige Ausbildung wird in den folgenden Fachrichtungen angeboten:
  • Betriebstechnik
  • Geräte und Systeme
Industrieelektriker/Industrieelektrikerinnen bearbeiten, montieren und verbinden mechanische Komponenten und elektrische Betriebsmittel, prüfen und analysieren elektrische Funktionen und Systeme und führen Funktions- und Sicherheitsprüfungen an elektrischen Systemen, Komponenten und Geräten durch.

Fachrichtung Betriebstechnik

Industrieelektriker/Industrieelektrikerinnen der  Fachrichtung Betriebstechnik installieren elektrische Systeme und Anlagen. Sie nehmen diese in Betrieb, betreiben sie und führen an ihnen Wartungsarbeiten durch und beurteilen deren Sicherheit.

Fachrichtung Geräte und Systeme

Industrieelektriker/Industrieelektrikerinnen der  Fachrichtung Geräte und Systeme installieren und konfigurieren IT-Systeme, stellen elektronische Komponenten, Geräte und Systeme nach Kundenanforderungen her und nehmen sie in Betrieb,
Sie führen qualitätssichernde Maßnahmen durch und berücksichtigen dabei die Vorgaben des Umweltschutzes, der Arbeitssicherheit und der Wirtschaftlichkeit. Sie dokumentieren die Produktionsdaten und stimmen sich mit vor- und nachgelagerten Bereichen ab.

Berufsschulen

Fachrichtung Geräte und Systeme

Fachrichtung Betriebstechnik

Ausbildung

Industriekaufmann/-frau

Was macht ein Industriekaufmann/eine Industriekauffrau den ganzen Tag, und was unterscheidet diesen Beruf von anderen kaufmännischen Berufen? Industriekaufleute werden für die speziellen Anforderungen der Industriebetriebe ausgebildet.
Industriekaufleute lernen in ihrer Ausbildung so ziemlich alle Abteilungen eines industriellen Unternehmens kennen: Einkauf, Rechnungswesen, Vertrieb, Controlling, Personalwesen, Logistik.
Sie lernen, wie Produkte ihres Unternehmens verkauft werden, wie Marketing funktioniert, was guten Kundendienst ausmacht, wie Materialbedarf ermittelt und disponiert wird, wie der Einkauf abgewickelt wird, wie die Kosten durch die Buchführung laufen und dabei kontrolliert werden und ein Auftrag vom Eingang bis zum Schreiben der End-Rechnung abgewickelt wird, welche Kennzahlen und Statistiken den Unternehmenserfolg messen, wie die Arbeitsvorbereitung inklusive des Personaleinsatzes bis hin zu Neu-Einstellungen geplant  und umgesetzt wird, welche Zertifikate in der Qualitätskontrolle wichtig sind oder auch welche Systeme der Lagerhaltung es gibt.
Manchmal verhandeln Industriekaufleute auch mit Banken, Werbefachleuten, Vertretern oder Groß- und Einzelhändlern.
Industriekaufleute befassen sich also mit den kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Aufgabenbereichen der Betriebe. Und dazu zählen vor allem Materialwirtschaft, Vertrieb und Marketing, Personal- sowie Finanz- und Rechnungswesen.
Am Ende ihrer Ausbildung haben Industriekauflaute somit einen guten Überblick über die Abläufe in einem Industriebetrieb. Ihr Hauptarbeitsplatz ist dann zwar der Schreibtisch in der Unternehmensverwaltung, aber sie wissen, was in ihrem Unternehmen in der Materialbeschaffung, im Lager, in der Produktion, im Personalbereich oder im Verkauf so vor sich geht und zu tun ist. Nicht umsonst haben einige bedeutende Firmenlenker vor ihrem Aufstieg in die Führungsriege irgendwann mal als Azubis zum Industriekaufmann angefangen. „Von der Pike auf gelernt“ heißt das dann.
Eine gute Industriekauffrau/ein guter Industriekaufmann sollte gerne planen und organisieren, Lust am Einkauf und Verkauf haben, aufgeschlossen und kommunikativ sein, keine Angst vor Fremdsprachen haben und seinen Arbeitsplatz mit einem ebenso anpackenden wie problemlösungsorientierten und freundlichen Wesen ausfüllen. Rundum-Talente mit Überblick eben. Und gefragte Mitarbeiter in allen Industriezweigen.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan


Ausbildungsdauer: 3 Jahre


Berufsschulen:

Ausbildung

Industriemechaniker/-in

Nach der Teilnovellierung der industriellen Metall- und Elektroberufe sowie des Mechatronikers hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bereinigte Neufassungen für die drei entsprechenden Ausbildungsordnungen erstellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Grundlagen dafür sind die Änderungsverordnungen vom 7. Juni 2018.
Für ihre Arbeit brauchen Industriemechaniker und -mechanikerinnen technischen Verstand, handwerkliches Geschick und viel Fingerspitzengefühl. Damit alles rund läuft, müssen sie präzise und verantwortungsvoll arbeiten. Sie entscheiden, mit welchen Prüfverfahren sie die Anlage untersuchen und ob ein Ersatzteil beschafft oder angefertigt werden muss. Und weil häufig mehrere Kollegen eine Maschine gemeinsam unter die Lupe nehmen, reparieren oder auch umbauen, sollten Anlagemechaniker im Team arbeiten.
Das gilt auch dann, wenn Industriemechaniker/-innen dort arbeiten, wo Maschinen und Produktionsanlagen hergestellt und montiert werden: Im Maschinenbau. Industriemechaniker/-innen fertigen hier vor allem Bauteile aus Stahl, Aluminium, Messing und Kunststoffen. Dazu müssen sie das Material durch Drehen, Fräsen oder Schleifen bearbeiten und anschließend zusammenfügen, beispielsweise durch Schweißen oder Verschrauben. Um diese Arbeiten ausführen zu können, erstellen und lesen sie technische Zeichnungen.
Manchmal müssen Industriemechaniker/-innen diese Maschinen anschließend vor Ort beim Kunden, der sie in seiner Produktion einsetzen will, aufbauen und einrichten und den Kunden anschließend in die Bedienung einweisen. Dann müssen sie auf Montage, auch schon mal ins Ausland reisen.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Informatikkaufmann/-frau

Informatikkaufleute behalten stets den Überblick über die Gesamtorganisation des Unternehmens im Bereich IT und meist auch in der Telekommunikation.
Sie müssen die entsprechenden Systeme beschaffen und dabei die Kosten berücksichtigen.
Informatikkaufleute sind meist in großen Unternehmen beschäftigt, wo sie in der IT-Abteilung auch oft als Ansprechpartner für die vielfältigen EDV-Probleme der Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Sie kennen die Arbeitsabläufe in ihrem Unternehmen und können deshalb gut einschätzen, welche Systeme sinnvoll sind, um diese Abläufe noch effizienter zu machen. Damit sie aber gute Vorschläge für den Einsatz von moderner Computertechnik und passender Software machen können, müssen sich Informatikkaufleute immer über neue Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Interesse an Technik allgemein und an der Computertechnik im Besonderen ist hilfreich bis notwendig, wenn man sich für diesen Beruf entscheidet. Und da im EDV-Bereich die meisten Handbücher und technischen Anleitungen in Englisch geschrieben sind, sollte man diese Sprache recht gut beherrschen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Investmentfondskaufmann/-frau

Eine Ausbildung zum Investmentfondkauffrau oder Investmentfondkaufmann bietet sich für junge Menschen an, die gerne mit Zahlen umgehen.
Im Berufsalltag kommt es darauf an, auf schnelle Entscheidungen treffen zu können und ein großes Verantwortungsbewusstsein für das Vermögen der Kundschaft zu beweisen. Mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss muss es demnach sein, wenn man in diesem Beruf die dreijährige, duale Ausbildung im Betrieb und der Berufsschule anstrebt.

Wertpapiere werden nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland bewertet, um so Fondsmanager im Unternehmen unterstützen zu können und neue Fonds zu starten. Fundierte Fremdsprachenkenntnisse sind damit unerlässlich. Und Teamarbeit ist somit eine der Anforderungen, die an die Auszubildenden gestellt wird. Denn die Berichte, die dort erstellt werden, gehen an interne und externe Stellen des Unternehmens.

Hervorragende Mathematik-Kenntnisse und ein fundiertes Allgemeinwissen in der Wirtschaft sind Voraussetzung, um Bilanzkennzahlen von Unternehmen deuten zu können. Zusätzlich sollte die weltpolitische Lage nicht außer Betracht gelassen werden, denn ihre schnelle Erfassung hat entscheidenden Einfluss auf die Entscheidungen, die der Finanzexperte treffen muss, um das Kapital der Fonds zu vermehren.

Investmentfondskaufleute haben eigene Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung: Sie können etwa den Weg des Investmentfachwirt einschlagen. Die Chance, sich weiterzuqualifizieren oder vom Betrieb übernommen zu werden, ist in diesem Beruf sehr groß. Auch der Weg in die Selbstständigkeit bietet sich an, denn es besteht die Möglichkeit,   als Börsenmakler/in, als Finanzdienstleistungsberater/in oder in der Investmentberatung tätig zu werden.

 

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule:

IHK24

IT-System-Elektroniker*in ab August 2020

Ausbildungsprofil
IT-System-Elektroniker/innen arbeiten in der IT-Branche, in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche sowie in Organisationen und im Öffentlichen Dienst. Sie finden insbesondere Beschäftigung bei Herstellern und Betreibern von IT-Infrastrukturen und IT-Systemen sowie bei Installationsbetrieben für Sicherheitstechnik. Ihre Tätigkeit umfasst auch elektrotechnische Arbeiten im IT-Bereich.
  • Installieren und Konfigurieren von IT-Geräten und IT-Systemen
  • Installieren von Netzwerkinfrastrukturen und Übertragungssystemen
  • Planen und Vorbereiten von Service- und Instandsetzungsmaßnahmen an IT-Geräten und IT-Systemen der Informationstechnik und an deren Infrastruktur
  • Durchführen von Service- und Instandsetzungsarbeiten an IT-Geräten und IT-Systemen der Informationstechnik und an deren Infrastruktur
  • Auftragsabschluss und Unterstützung von Nutzern und Nutzerinnen im Umgang mit IT-Geräten und
  • IT-Systemen der Informationstechnik und mit deren Infrastruktur
  • IT-Sicherheit und Datenschutz in IT-Systemen, Netzwerkinfrastrukturen und Übertragungssystemen
  • Installieren von IT-Systemen, Geräten und Betriebsmitteln sowie deren Anbindung an die Stromversorgung
  • Prüfen der elektrischen Sicherheit von IT-Geräten und Betriebsmitteln
  • Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den kundenspezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen
  • Informieren und Beraten von Kunden und Kundinnen
  • Beurteilen marktgängiger IT-Systeme und kundenspezifischer Lösungen
  • Entwickeln, Erstellen und Betreuen von IT-Lösungen
  • Durchführen und Dokumentieren von qualitätssichernden Maßnahmen
  • Umsetzen, Integrieren und Prüfen von Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan


Ausbildungsdauer: 3 Jahre


Berufsschulen:

Ausbildung

IT-Systemelektroniker/-in

 IT-System-Elektroniker/innen müssen sich sehr gut mit Systemtechnik auskennen und breite Kenntnisse über die eingesetzte Hardware haben. Auch über Betriebssysteme und Anwendungssoftware müssen die Netzwerkprofis sehr gut informiert sein und sich ständig auf dem neuesten Stand halten.
Und es versteht sich von selbst, dass alles rund um Elektronik, Elektrik und technische Zusammenhänge allgemein zu den Grundlagen gehört, die man braucht, um in diesem Beruf erfolgreich zu arbeiten.
Sehr wichtig sind darüber hinaus gute Englischkenntnisse, denn Handbücher und Schaltpläne für die Geräte und Netzwerke sind oft nur in englischer Sprache verfasst. Zudem setzen sich Projektteams manchmal aus internationalen Mitarbeitern zusammen, so dass man sich nur auf Englisch austauschen kann.
IT-System-Elektroniker/innen arbeiten meistens im direkten Kontakt mit Kunden, sei es bei der Planung von Netzwerken oder bei der Einweisung und Schulung von Mitarbeitern. Daher ist es besonders wichtig, dass man freundlich auf Menschen zugehen kann und Geduld hat, wenn es darum geht, Abläufe und Funktionen zu erklären. Erfahrung mit elektronischen Medien und Spaß an der eigenständigen Lösung von komplexen Problemen runden das Profil des/der IT-System-Elektroniker/in ab.
Mögliche Arbeitgeber sind Dienstleistungsunternehmen der IT- und TK-Branche, Hersteller von TK- und/oder IT-Netzen, aber auch Ingenieurbüros, die solche Netzwerke planen.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht, können Sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen:

Ausbildungsprofil bis Juli 2020

IT-Systemkaufmann/-frau

Dieser Beruf wurde zum 01.08.2020 novelliert und heißt nun Kaufmann/-frau für IT-System-Management.

Telefonanlage, Computersystem, Vernetzung, Hardware oder Software – IT-System-Kaufleute prüfen verfügbare und sinnvolle Lösungen, beraten ihre Kunden und kalkulieren Angebote zu möglichen IT- und/oder TK-Anlagen. Unter Berücksichtigung von Kundenwünschen stellen sie schließlich ein System bereit, mit dem der Kunde am Ende einen einwandfreien Arbeitsablauf sicherstellen kann. Nach der Installation führen sie Testläufe durch und stehen für Fragen und mögliche Fehlerbehebungen zur Verfügung. Anschließend schulen sie die Mitarbeiter/innen und bleiben Ansprechpartner/-in für künftige Problemstellungen, Erweiterungen oder Updates. Um den Kunden immer den besten Service bieten zu können, halten sich IT-System-Kaufleute stets auf dem Laufenden über Neuerungen und Entwicklungen in ihrer Branche. Fachzeitschriften und Fachbücher – übrigens häufig in englischer Sprache –, aber auch der Austausch mit anderen Fachleuten auf diesem Gebiet, etwa in Internetforen oder beim Besuch von Fachmessen und -kongressen, sind dabei äußerst hilfreich.
Da sie ständig im Kontakt mit Kunden und Mitarbeitenden sind, müssen IT-System-Kaufleute kommunikationsstark, freundlich und geduldig sein. IT-System-Kaufleute finden Beschäftigung in fast allen Bereichen der IT-Branche, etwa bei Herstellern von Software, IT-Beratungsunternehmen, in der Datenverarbeitung oder bei Herstellern von IT- und TK-Technik.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen


 
Ausbildung

Kanalbauer/-in

Kanalbauer und Kanalbauerinnen arbeiten sowohl im Neubau als auch in der Sanierung und Instandsetzung auf unterschiedlichen Baustellen. Sie bauen Abwasserleitungen als begehbare und nichtbegehbare Freispiegelleitungen und Druckrohrleitungen ein.

Berufliche Fähigkeiten
Kanalbauer und Kanalbauerinnen führen diese Arbeiten auf der Grundlage von technischen Unterlagen und von Arbeitsaufträgen allein und in Kooperation mit anderen selbständig durch. Sie planen und koordinieren ihre Arbeit, stimmen sich mit den am Bau Beteiligten ab, richten Baustellen ein, ergreifen Maßnahmen zur Sicherstellung des Arbeitsablaufes, zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz auf der Baustelle. Sie prüfen ihre Arbeiten auf fehlerfreie Ausführung, dokumentieren sie, führen qualitätssichernde Maßnahmen durch, berechnen die erbrachte Leistung und übergeben die geräumte Baustelle.

Im Zusammenhang mit den nachfolgend aufgeführten Tätigkeiten setzen Kanalbauer und Kanalbauerinnen Geräte und Maschinen ein, bauen Arbeits-, Schutz- und Traggerüste auf und ab und messen Bauwerke und Bauteile ein.

Kanalbauer und Kanalbauerinnen
  • führen Aushubarbeiten durch, verbauen Baugruben und Gräben, verfüllen und verdichten
  • Bodenmassen und legen Böschungen an, führen offene Wasserhaltung für Schichten- und Grundwasser durch, bauen Abwasserleitungen als Freispiegelleitung ein,
  • prüfen Rohrleitungen und Schächte, schützen sie vor Korrosion und vor chemischen Einflüssen, stellen Kabelschächte her und legen Kabel sowie Kabelschutzrohre aus,
  • sanieren Kanäle und setzen diese instand, bauen Schachtbauwerke aus Fertigteilen, Stahlbeton und Mauerwerk und führen angrenzende Arbeiten zum Wiederherstellen des Straßenoberbaus durch.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan


Ausbildungsdauer: 3 Jahre


Berufsschule:

Ausbildung

Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel

Groß- und Außenhandelskaufleute bestellen die Waren bei den Herstellern im In- und Ausland, lagern die Produkte ein und verkaufen sie weiter an den Handel, aber auch an Industrie und Handwerk.
Je nachdem, ob sie überwiegend im grenzüberschreitenden Wareneinkauf tätig sind oder aber die Produkte bei Herstellern im Inland einkaufen, um sie anschließend weiterzuverkaufen, kann man sich bei den Groß- und Außenhandelskaufleuten auf die Fachrichtung "Außenhandel" oder "Großhandel" spezialisieren.
Nach der Ausbildung stehen der Kauffrau und dem Kaufmann im Groß- und Außenhandelskaufleuten viele Wege offen. Wer als Angestellter oder Angestellte weitermacht, kann sich mit Fortbildungen für leitende Funktionen qualifizieren und bis in die Führungsetagen aufsteigen. Auch der Weg in die Selbstständigkeit ist für Groß- und Außenhandelskaufleute eine Alternative. Denn wer gelernt hat, was dazugehört, um gut im Geschäft zu sein, kann das natürlich auch im eigenen Unternehmen anwenden.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan Fachrichtung Außenhandel

Betrieblicher Rahmenplan Fachrichtung Großhandel

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Kaufmann*Kauffrau im E-Commerce

Ausbildungsprofil: Seit August 2018 können Kaufleute im E-Commerce ausgebildet werden – ein Ausbildungsberuf mit vielfältigen Inhalten.
Die Wirtschaft wird zunehmend digitaler. Damit wächst der Bedarf an kompetenten und gut ausgebildeten Fachkräften, die für die künftigen Herausforderungen gewappnet sind. Um für entsprechend qualifizierten Nachwuchs zu sorgen, werden in erster Linie bestehende Berufsbilder überarbeitet und um die neuen Anforderungen ergänzt. Doch in manchen Fällen reicht das nicht aus. Dies gilt beispielsweise für den starken Wachstumsbereich E-Commerce, in dem sich völlig neue Tätigkeitsfelder mit eigenen Prozessen und Geschäftsmodellen herausgebildet haben. Die bis dato verfügbaren Ausbildungsberufe passten nur bedingt zu den neuen Anforderungen, Inhalten und Arbeitsweisen. 

Startschuss erfolgte 2018

Seit August 2018 wird die dynamische Expansion des E-Commerce auch über zusätzliche berufliche Entwicklungswege in der Aus- und Fortbildung abgebildet. Mit einem maßgeschneiderten dualen Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce wird eine neue, auf digitale Geschäftsmodelle ausgerichtete kaufmännische Qualifikation angeboten, die eine solide und breite Basis für den Fachkräftenachwuchs legt. 

Für welche Unternehmen ist der neue Ausbildungsberuf geeignet?

Der Beruf Kaufmann/-frau im E-Commerce wird schwerpunktmäßig im Handel (Einzel-, Groß- und Außenhandel) ausgebildet werden. Er kann aber auch für andere Branchen wie touristische Unternehmen, Dienstleistungsanbieter oder Hersteller, die ihre Angebote online vertreiben, infrage kommen. Ausbildende Unternehmen können z. B. ausfolgenden Bereichen kommen:
  • Einzelhandel
  • Großhandel
  • Dienstleistungen
  • Tourismuswirtschaft (Portalbetreiber bzw. -nutzer)
  • Logistik- und Mobilitätsdienstleistungen
  • Finanzdienstleistungen (Banken/Versicherungen)

Welche Inhalte stecken im Beruf?

Die Ausbildungsdauer beträgt 36 Monate. Kaufleute im E-Commerce wählen Vertriebskanäle aus und setzen diese ein. Sie analysieren das Nutzerverhalten, kooperieren mit internen und externen Dienstleistern und sind mit den rechtlichen Regelungen vertraut (Wettbewerbsrecht, Urheberrecht, Datenschutz etc.). Sie sorgen für die Beschaffung und das Einstellen von Produktdaten in kundenfreundlicher Form. Sie legen Angebotsregeln fest, wählen Bezahlsysteme aus, setzen Testmethoden ein und werten diese aus.
Die angehenden Fachkräfte setzen agile Arbeitsweisen ein und nehmen die Planung, Umsetzung und Auswertung von Projekten vor. Weitere Schwerpunkte legt die Ausbildung auf die Kundenkommunikation über verschiedene Kanäle, die Vorbereitung und Durchführung von Maßnahmen des Online-Marketings, das Planen und Optimieren der Customer Journey sowie die Anbahnung und Abwicklung von Online-Waren- und Dienstleistungsverträgen. Zudem erwerben die angehenden Kaufleute der dreijährigen Ausbildung Know-how für den Einsatz kennzahlenbasierter Instrumente der kaufmännischen Steuerung und zur Durchführung von Kundenwertanalysen. 

Fragen? Die Ausbildungsberater der IHKs unterstützen Sie gerne!

Die skizzierten Inhalte des neuen Ausbildungsberufes machen deutlich, dass interessierte Betriebe über persönlich und fachlich geeignetes Ausbildungspersonal verfügen müssen. Wichtig ist, dass alle Mindestinhalte abgebildet werden können und die Ausbildungsberechtigung vorliegt. Die  Ausbildungsberater der IHK klären gerne gemeinsam mit Ihnen, ob alle vorgesehenen Lernziele im jeweiligen Betrieb umsetzbar sind.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Berufsschule

Ausbildung

Kaufmann/-frau für Dialogmarketing

Kundenbindung und Neukundengewinnung stehen im Fokus der Arbeit von Servicefachkräften und Kaufleuten für Dialogmarketing.
Sie rufen Kunden an, etwa um ihnen neue Produkte vorzustellen oder nehmen Anrufe entgegen und reagieren auf die Anforderungen von Kunden. Ob Beratung, Bestellung oder Beschwerde, immer müssen sie den richtigen Ton treffen und sind darauf angewiesen, allein mit ihrer Stimme, durch gutes Zuhören und gezielte Fragen hinter die Wünsche und Anliegen ihrer Gesprächspartner zu kommen. Klar, dass sie dafür erstens gerne telefonieren müssen und zweitens Geduld brauchen. Außerdem gilt es auch dann freundlich zu bleiben, wenn der Anrufer sich einmal im Ton vergreift.
Da es in dieser Branche oft darum geht, möglichst viele Kunden ( und solche, die es werden sollen) an einem Tag anzurufen, muss man stressresistent sein und immer die Ruhe bewahren, auch wenn es hektisch zugeht.
Servicefachkräfte und Kaufleute für Dialogmarketing telefonieren aber nicht nur selbst, sondern entwickeln ganze Kampagnen und führen diese - nicht zuletzt unter Berücksichtigung der Kosten und des Datenschutzes - gezielt durch. Sie kalkulieren die nötigen Ausgaben für die Maßnahmen im Dialogmarketing, erstellen Angebote, organisieren den Einsatz der Mitarbeiter und sorgen dafür, dass diese ausreichend geschult werden.
Servicefachkräfte und Kaufleute für Dialogmarketing arbeiten vor allem in Call-Centern von Unternehmen oder bei spezialisierten Agenturen für Dialogmarketing.

Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.


Ausbildungsdauer: 2 Jahre (Servicefachkräfte) und 3 Jahre (Kaufleute)

Berufsschule:
Berufskolleg
Lindenstraße der Stadt Köln
 
Ausbildung

Kaufmann/-frau für audiovisuelle Medien

Kaufleute für audiovisuelle Medien sollten Organisationstalente sein, die auch in hektischen Zeiten Ruhe bewahren können. Denn im Mediengeschäft geht es immer hoch her – sei es bei Radio und Fernsehen oder in der Videoproduktion.
Aber Organisation ist längst nicht alles. Kaufleute für audiovisuelle Medien müssen äußerst kommunikativ sein.
Kaufleute für audiovisuelle Medien brauchen darüber hinaus auch ein gutes Gespür für Zahlen, damit die Kosten einer Medienproduktion nicht aus dem Ruder laufen. Sie kalkulieren die Beiträge und passen auf, dass sie im Budgetrahmen bleiben. Denn so eine Produktion kostet Geld, und das muss irgendwo herkommen. Daher gehört es auch zu den Aufgaben eines Kaufmannes oder einer Kauffrau für audiovisuelle Medien zu prüfen, wie Honorare, Materialien oder Versicherungen bezahlt werden können und ob gegebenenfalls fremde Gelder dafür zum Einsatz kommen. Doch damit ist es noch lange nicht genug. Kaufleute für audiovisuelle Medien sind immer auf dem Laufenden über die Aktivitäten der Konkurrenz, kaufen unter Umständen auch fertige Filmbeiträge und achten darauf, dass kein Material verwendet wird, für das man nicht die nötigen Rechte oder Lizenzen besitzt.
Kaufleute für audiovisuelle Medien arbeiten für Rundfunkanstalten, Filmproduktionsgesellschaften, Medienagenturen und für große Firmen mit eigener Medienproduktion.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Kaufmann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement - Berufsprofil ab August 2020

Kaufleute für Digitalisierungsmanagement arbeiten in der IT-Branche, in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche sowie in Organisationen und im Öffentlichen Dienst.
Sie sind Fachkräfte im Umgang mit Daten und Prozessen aus einer ökonomisch-betriebswirtschaftlichen Perspektive. Sie machen Informationen und Wissen verfügbar, um aus der zunehmenden Digitalisierung wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen; sie managen die Digitalisierung von Geschäftsprozessen auf der operativen Ebene.
  • Analysieren von Arbeits-, Geschäfts- und Wertschöpfungsprozessen
  • Ermitteln des Bedarfs an Informationen und Bereitstellen von Daten
  • digitale Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen
  • Anbahnen und Gestalten von Verträgen
  • Planen und Durchführen von Beschaffungen
  • Anwenden von Instrumenten der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle
  • Umsetzen der Schutzziele der Datensicherheit
  • Einhalten der Bestimmungen zum Datenschutz und zu weiteren Schutzrechten
  • Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den kundenspezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen
  • Informieren und Beraten von Kunden und Kundinnen
  • Beurteilen marktgängiger IT-Systeme und kundenspezifischer Lösungen
  • Entwickeln, Erstellen und Betreuen von IT-Lösungen
  • Durchführen und Dokumentieren von qualitätssichernden Maßnahmen
  • Umsetzen, Integrieren und Prüfen von Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz
  • Erbringen der Leistungen und Auftragsabschluss.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen:
Ausbildung

Kaufmann/-frau für IT-System-Management

Kaufleute für IT-System-Management arbeiten in der IT-Branche, in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche sowie in Organisationen und im Öffentlichen Dienst. Sie sind Fachkräfte für die Vermarktung und das Anbieten von IT-Dienstleistungen (Hardware/Software/Services). Darüber hinaus managen und administrieren sie IT-Systeme.
  • Analysieren von Anforderungen an IT-Systeme
  • Entwickeln und Umsetzen von Beratungsstrategien
  • Entwickeln von Konzepten für IT-Lösungen und Koordinieren von deren Umsetzung
  • Erstellen von Angeboten und Abschließen von Verträgen
  • Anwenden von Instrumenten aus dem Absatzmarketing und aus dem Vertrieb
  • Anwenden von Instrumenten der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle
  • Beschaffen von Hard- und Software sowie von Dienstleistungen
  • Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den kundenspezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen
  • Informieren und Beraten von Kunden und Kundinnen
  • Beurteilen marktgängiger IT-Systeme und kundenspezifischer Lösungen
  • Entwickeln, Erstellen und Betreuen von IT-Lösungen
  • Durchführen und Dokumentieren von qualitätssichernden Maßnahmen
  • Umsetzen, Integrieren und Prüfen von Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz
  • Erbringen der Leistungen und Auftragsabschluss.   

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Kaufmann/-frau Kurier-, Express- und Postdienstleistungen

Der Arbeitsplatz der „KEP-Kaufleute“, so die Abkürzung für den sperrig klingenden Beruf, ist meist das Büro. Denn sie fahren die bestellte Ware natürlich nicht selbst zu ihren Empfängern, das machen die Zusteller/innen. Von hier aus koordinieren sie von A wie Abholung bis Z wie Zustellung alle Prozesse, die mit dem Weg einer Sendung bis zu ihrem Bestimmungsort zu tun haben. Sie nehmen Aufträge am Telefon oder online an, berechnen Frachtkosten, machen Angebote und kontrollieren Tourenberichte, um zu sehen, wo die Sendungen tatsächlich gelandet sind. Auch das Planen und Organisieren der Touren, der Transportmittel und des erforderlichen Personaleinsatzes gehört zu ihren Aufgaben, und in regelmäßigen Abständen fahren sie zu den Filialpartnern des Arbeitgebers, um diese zu beraten oder um Serviceleistungen zu erbringen.
In diesem Beruf macht es die Mischung: Anpacken im Versandlager, Koordinieren, Steuern, Organisieren im Büro und der Kontakt mit Kunden und Partnern gehören dazu. Gerade durch diesen Kundenkontakt und den Austausch mit den Partnern sind die KEP-Kaufleute bestens über die Wünsche und Ansprüche an das Unternehmen informiert und daher kompetente Ansprechpartner, wenn es darum geht, neue Dienstleitungsangebote zu entwickeln.
KEP-Kaufleute arbeiten bei Unternehmen für Brief-, Paket-, Kurier- und Expressdienste sowie bei  Speditionen mit Express-Service. Auch wenn der internationale Sendungsverkehr nicht zu ihren Aufgaben gehört (das ist Aufgabe der Speditionskaufleute), müssen die KEP-Kaufleute gut Englisch sprechen, um auch ausländische Kunden beraten und betreuen zu können.
Die ersten beiden Ausbildungsjahre entsprechen denen der Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen, im dritten Ausbildungsjahr erfolgt die kaufmännische Qualifizierung.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan


Ausbildungsdauer: 3 Jahre


Berufsschule:

Ausbildung

Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation

Kaufleute für Marketingkommunikation befassen sich zum Beispiel  mit Marktanalysen und Umfragen, wobei sie stets das zur Verfügung stehende Budget im Blick behalten müssen.
Nach der Analyse muss – meist im Team – ein Kommunikationskonzept erarbeitet und schließlich umgesetzt werden. Das heißt nichts anderes, als dass es jetzt zur Sache geht: Anzeigen entwerfen und gestalten lassen, Werbung gezielt platzieren, Themen recherchieren, Termine setzen und einhalten, die Gesamtkoordination übernehmen und die Qualität der Maßnahmen sicherstellen.
Natürlich müssen Kaufleute für Marketingkommunikation kreative Köpfe sein. Aber das allein reicht nicht aus. Kaufleute für Marketingkommunikation planen und kalkulieren daher Projektbudgets und passen auf, dass die Maßnahmen die verabredeten Kosten nicht überschreiten. Darüber hinaus koordinieren sie Verträge für die Zusammenarbeit mit Dienstleistern und achten darauf, dass die relevanten rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.
Die Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Marketingkommunikation gibt es in der aktuellen Form seit 2006. Ihr Vorgänger, der/die „Werbekaufmann/-frau“, war auf die klassische Werbung beschränkt. Heute umfasst die Ausbildung auch Bereiche wie Dialogmarketing, Public Relations, Messen, Veranstaltungsorganisation, Sponsoring und Multimedia. Das bietet den Vorteil, dass man sich auf einen bestimmten Bereich spezialisieren kann, aber eben auch ein viel breiteres Wissen rund um Marketing und Kommunikation erwirbt. Kaufleute für Marketingkommunikation arbeiten in Agenturen oder in der Marketing- bzw. Kommunikationsabteilung von Unternehmen, Verbänden oder Non-Profit-Organisationen.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung

Die Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung wissen, wie man Waren rund um den Globus transportiert, sie auf ihren Wegen überwacht und dafür sorgt, dass alles pünktlich und sicher am Zielort ankommt. Die Transportprofis tüfteln mit ihren Computerprogrammen die günstigsten Wege per Lkw, Bahn, Flugzeug oder Schiff aus, sie verzahnen in ihren Logistik-Konzepten Wege und Waren so, dass Maschinenteile aus verschiedenen Ländern pünktlich und richtig in genau der Produktionshalle landen, wo sie landen und zu einem funktionierenden Ganzen zusammengesetzt werden sollen.
Englisch ist im Logistikbereich meist Voraussetzung. Außerdem sollte schnell und flexibel arbeiten können, gerne organisieren und planen. Bei Stress gelassen bleiben und kontaktfreudig sein sind ebenfalls gute Voraussetzungen für den Beruf.
In der Ausbildung geht es um Verkehrsmittel und -wege, um Leistungen, Preise, Gesetze und Geschäftsbedingungen im Lager -und Umschlagsgeschäft, um Kosten, Logistikkonzepte, Speditionsverträge, Rechnungswesen und Haftungsfragen.
Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung arbeiten vor allem in Speditionsbetrieben und Transportunternehmen. Auch in Lagerunternehmen sind sie zu Hause. 
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule:

Ausbildung

Kaufmann/-frau für Tourismus und Freizeit

Kaufleute für Tourismus und Freizeit arbeiten unter anderem bei Tourismusorganisationen und -verbänden, auf Campingplätzen und in Ferienanlagen, in Kur- und Wellnessbetrieben, bei Reiseveranstaltern, Verkehrsämtern oder auch in Eventagenturen.
Kaufleute für Tourismus und Freizeit können den Gästen in Hotels, Ferienparks, auf Campingplätzen oder im Büro der Tourismusinformation stets genau sagen, wo die besten Strände sind, wie man von A nach B kommt und wo es die günstigste Pizza gibt. Welche Sehenswürdigkeiten sind in der Nähe? Wo kauft man ein? Gibt es besondere Angebote für Kinder oder für Senioren? Kaufleute für Tourismus und Freizeit sind die ersten Ansprechpartner bei Beschwerden und für besondere Wünsche. Sie haben ein gutes Gespür für die Bedürfnisse ihrer Gäste und bleiben wachsam, damit sich ihre Kundinnen und Kunden wohlfühlen. Das führt dazu, dass sie gefragte „Spezialisten“ sind, wenn es darum geht, neue Dienste und Attraktionen zu entwickeln, ein ausgewogenes Wellnesskonzept zu erstellen oder Werbung für ein bestimmtes Angebot im Freizeitbereich zu machen. Dann arbeiten sie mit an Werbeaktionen und helfen, diese Angebote genau auf den Bedarf der künftigen Gäste abzustimmen.
Bei alldem müssen sie aber auch etwas mit Zahlen anfangen können, denn zu einem vernünftigen Konzept gehört natürlich eine solide Kalkulation – also das Berechnen der Kosten, die für eine Maßnahme anfallen. Da sich Kaufleute für Tourismus und Freizeit mitunter auch darum kümmern, dass zum Beispiel in einer Ferienanlage immer alles funktioniert, müssen sie im Bedarfsfall Angebote einholen und vergleichen. Darüber hinaus erstellen sie je nach Arbeitsort auch selbst Rechnungen und bereiten die Buchhaltung vor.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Kaufmann/-frau für Verkehrsservice

Ob bei der Bahn, beim Verkehrsverbund im öffentlichen Nahverkehr, im Regionalverkehr oder auch bei Bus- oder Fährunternehmen - immer sind Kaufleute für Verkehrsservice die direkten Ansprechpartner/innen der Reisenden.
Im Reisezentrum der Bahn oder im Verkaufsraum des Verkehrsverbundes informieren sie die Fahrgäste zum Beispiel über aktuelle Tarife des Verkehrsunternehmens und über Sonderleistungen wie etwa verbilligte Eintrittskarten im Tiergarten oder in Museen bei der Vorlage von gültigen Fahrausweisen des öffentlichen Nahverkehrs. Sie geben schriftliche Informationsbroschüren aus und beraten die Fahrgäste auch über die günstigsten Verbindungen. Neben Fahrplänen und Kursbüchern nutzen sie häufig den Computer, um die Fahrgäste umfassend zu informieren. Zunehmend sind bei Verkehrsbetrieben auch komplette Kurzreisen im Angebot, zum Beispiel Städtereisen, Rundreisen mit Übernachtungen und Ausflugszielen. Kaufleute für Verkehrsservice verkaufen auch diese Serviceangebote.
Im (Zug-)Begleitdienst sind sie Ansprechpartner/innen für die Reisenden und kontrollieren die Fahrkarten. Auf Beschwerden von Reisenden - beispielsweise über Verspätungen - müssen sie kundenfreundlich reagieren.
Im Sicherheitsdienst sind Kaufleute für Verkehrsservice zum Beispiel auf U-Bahnhöfen tätig. Sie sind im Rahmen ihrer Vorschriften auch befugt, zum Beispiel Randalierer/innen bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten oder zum Beispiel bei Schwarzfahrer/innen die Personalien aufzunehmen und Strafgebühren einzukassieren. Besonnenes Vorgehen ist gerade im Sicherheitsbereich sehr wichtig. Kaufleute im Verkehrsservice arbeiten im Bereich der Sicherheit zum Beispiel bei privaten Sicherheitsdiensten der Verkehrsbetriebe oder beim Bahnschutz. Sie fahren oft auch in Nachtzügen mit.
Ein weiteres Aufgabengebiet finden Kaufleute für Verkehrsservice im kaufmännischen Bereich. Hier sind sie in Büros tätig und bearbeiten zum Beispiel Reklamationen. Sie können aber auch im Materialeinkauf tätig sein, bei der Personal- und Fahrplandisposition oder bei der Durchführung von Marketingmaßnahmen mitarbeiten. Bei diesen verwaltenden Tätigkeiten arbeiten sie mit den üblichen Büromaschinen wie Faxgerät, Kopierer, Telefon und natürlich mit moderner Software.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen

Aufgeteilt ist diese duale Ausbildung in zwei Fachbereiche: Versicherungen und Finanzen. Während dieser dreijährigen Lehre müssen sich die Azubis also im dritten Jahr für eine Fachrichtung entscheiden.
Zu den grundlegenden Aufgaben der Kaufleute für Versicherungen und Finanzen gehört neben der Beratung auch die Fähigkeit, den individuellen Bedarf der Kunden analysieren zu können. Selbstständigkeit und Terminorganisation sind bei diesem Beruf  Voraussetzungen für den Erfolg. Diese Kauffrauen und Kaufmänner wissen das Instrument des Rechnungswesens und die Ergebnisse des Controllings für ihr Handeln zu nutzen. Auch die Gesetzeslage für verschiedene Versicherungs- und Finanzdienstleistungen behalten sie dabei im Auge, um Kunden telefonisch oder persönlich über den optimalen Versicherungsschutz beraten zu können. Tätig sind diese Fachkräfte meist bei Versicherungsunternehmen, Wirtschaftsunternehmen der Industrie und des Handels sowie anderen Dienstleistungsunternehmen. Im Innendienst pflegen sie zum Beispiel die Daten der Kunden am Computer. Einen üblichen Bürojob muss man allerdings hier nicht erwarten.
In der Fachrichtung „Versicherungen“ wählen die Lehrlinge zwei Spezialisierungen aus den folgenden Qualifikationen aus, den Vertrieb von Produkten der betrieblichen Altersvorsorge oder Versicherungen für gewerbliche und private Kunden. Zudem gibt es die Wahlbausteine Marketing, Risikomanagement, Agenturbetrieb sowie die Kundengewinnung und Kundenbindung. Die Arbeit mit dem Computer ist in diesem Beruf unabdingbar.
In der Fachrichtung „Finanzen“ werden Kunden dagegen bei der Wahl der betrieblichen Altersvorsorge unterstützt. Fragen zu Wertpapieranlagen und zur Immobilienfinanzierung kann der Auszubildende nach seiner Lehre beantworten und Finanzierungsangebote selbst erstellen.
Ein sicheres und überzeugendes Auftreten bei der  Vermittlung der vertriebenen Produkte gehören zu den Fähigkeiten guter Kaufleute in diesem Bereich. Zusätzlich sollte die aktuelle politische und rechtliche Lage weltweit im Auge behalten werden, um eine optimale Bedarfsanalyse machen zu können.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht, können Sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Kaufmann/-frau im Einzelhandel

Kaufleute im Einzelhandel sind in Sachen Beratung die erste Adresse für den Kunden. Wenn sie nicht gerade im Geschäft verkaufen, kassieren, Ware einräumen oder auszeichnen, sind sie im Lager oder im Kühlhaus oder vielleicht auch mal mit der Schaufenster-Dekoration beschäftigt. Ohne den Computer geht dabei auch im Einzelhandel nichts: Mit seiner Hilfe werden neue Waren geordert, Reklamationen bearbeitet oder Einsatzpläne organisiert.
Wie ein typischer Tag einer Auszubildenden Kauffrau im Einzelhandel aussieht, zeigen wir in unserem Video Azubi für einen Tag #11: Kaufmann/-frau im Einzelhandel.
Die Ausbildung zur Verkäuferin oder zum Verkäufer dauert zwei Jahre, die Kaufleute im Einzelhandel lernen drei Jahre. Nach der Ausbildung zum Verkäufer/zur Verkäuferin kann man das dritte Jahr zum Kaufmann/zur Kauffrau im Einzelhandel anschließen. Die Einzelhandels-Berufe sind für Schulabgänger aller Schulformen interessant, da sie vielfältig sind und zahlreiche Weiterbildungs- und Aufstiegschancen bieten. Interne Lehrgänge und Förderprogramme ebnen den Weg zum Einkäufer/zur Einkäuferin oder bis zur Filialleitung.
Mit ein oder zweijähriger Berufserfahrung nach dem Ausbildungsabschluss kann mal als Handelsassistent/-in Leitungsaufgaben übernehmen. Und für Abiturient/-innen gibt es die Möglichkeit zur verkürzten Berufsausbildung mit parallelem Bachelor-Studium oder die Möglichkeit, parallel zur Ausbildung einen Weiterbildungsabschluss im Bereich Betriebswirtschaft (zum Beispiel „Fachrichtung Möbelhandel“) zu erwerben.
Hauptsächlich arbeiten Kaufleute im Einzelhandel in Einzelhandelsgeschäften verschiedener Wirtschaftsbereiche und in beratungsintensiven Fachgeschäften: vom Modehaus über den Supermarkt bis zum Gemüseladen. Auch im Versand- und Internethandel oder in großen Tankstellen mit gemischtem Warenangebot sind sie beschäftigt. Darüber hinaus können sie z.B. in Mobilfunk-Shops oder bei Outdoor- und Trekking-Ausrüstern tätig sein.
Sie informieren und beraten Kunden, verkaufen ihre vorhandenen Waren und kassieren den Preis für die Ware. Sie arbeiten auch im Laden und im Lager, übernehmen betriebswirtschaftliche Aufgaben im Personal- und Rechnungswesen, wirken bei der Ladendekoration und bei der Sortimentsgestaltung mit.
Die Arbeitszeiten können unregelmäßig sein, denn in diesen Berufen arbeitet man manchmal sechs Tage die Woche, manchmal bis in den Abend hinein oder an Sonn- und Feiertagen. Als Zeitausgleich bekommen sie aber dafür häufig in der Woche einen halben oder einen ganzen Tag frei.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen

Kaufleute im Gesundheitswesen haben einen anspruchsvollen und vielseitigen Job.
Leistungsabrechnungen mit den Krankenkassen gehören ebenso zu ihren Aufgaben wie die Suche nach Lösungen für besondere Patientenbelange. Sie arbeiten mit, wenn es darum geht, neue Dienstleistungsangebote oder Marketingmaßnahmen im Gesundheitswesen zu entwickeln. Ideenvielfalt und eine kreative Denke sind also genauso wichtig wie ein gutes Verständnis für Zahlen. Statistiken und Kalkulationen dürfen kein rotes Tuch sein, wenn man sich für diesen Beruf entscheidet. Organisationstalent und strukturiertes Arbeiten werden vorausgesetzt.
Auch in rechtlichen Fragen muss sich der Kaufmann oder die Kauffrau im Gesundheitswesen auskennen und bereit sein, sich immer auf dem Laufenden zu halten. Denn in kaum einem anderen Berufszweig ändern sich Gesetze und Verordnungen so schnell wie im Gesundheitswesen. Der größte Unterschied zu anderen kaufmännischen Berufen besteht aber darin, dass Kaufleute im Gesundheitswesen einfühlsam und verständnisvoll auf kranke, alte und behinderte Menschen eingehen können. Eine gute Portion Geduld, Gelassenheit und Flexibilität ist daher unerlässlich.
Der Ausbildungsgang des Kaufmanns/der Kauffrau im Gesundheitswesen wurde im Jahr 2001 ins Leben gerufen, weil immer mehr Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen privatisiert werden und sich selbst verwalten müssen. Vieles von dem, was heute die Kaufleute im Gesundheitswesen erledigen, machte man früher „so nebenbei“. Doch die Anforderungen, unter anderem in der Kundenbetreuung, Materialverwaltung, Leistungsabrechnung oder im Personalwesen, erwiesen sich schnell als zu umfangreich.
Heute sind Spezialisten gefragt, um im Wettbewerb bestehen zu können. Der Kaufmann/die Kauffrau im Gesundheitswesen ist demzufolge ein anspruchsvoller aber eben auch ein sehr abwechslungsreicher Beruf mit ausgezeichneten Zukunftsperspektiven. Arbeitgeber sind zum Beispiel Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Seniorenheime, Rehabilitationskliniken oder Sozialstationen.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Kaufmann/Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement

Ohne die Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement blieben die Regale in den Geschäften leer und trist. Denn Groß- und Außenhandelskaufleute bestellen die Waren bei den Herstellern im In- und Ausland, lagern die Produkte ein und verkaufen sie weiter an den Handel, aber auch an Industrie und Handwerk.
Je nachdem, ob sie überwiegend im grenzüberschreitenden Wareneinkauf tätig sind oder aber die Produkte bei Herstellern im Inland einkaufen, um sie anschließend weiterzuverkaufen, kann man sich bei den Groß- und Außenhandelskaufleuten auf die Fachrichtung "Außenhandel" oder "Großhandel" spezialisieren.
Nach der Ausbildung stehen der Kauffrau und dem Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement viele Wege offen. Wer als Angestellter oder Angestellte weitermacht, kann sich mit Fortbildungen für leitende Funktionen qualifizieren und bis in die Führungsetagen aufsteigen. Auch der Weg in die Selbstständigkeit ist für Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement eine Alternative. Denn wer gelernt hat, was dazugehört, um gut im Geschäft zu sein, kann das natürlich auch im eigenen Unternehmen anwenden.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel

Groß- und Außenhandelskaufleute bestellen die Waren bei den Herstellern im In- und Ausland, lagern die Produkte ein und verkaufen sie weiter an den Handel, aber auch an Industrie und Handwerk.
Je nachdem, ob sie überwiegend im grenzüberschreitenden Wareneinkauf tätig sind oder aber die Produkte bei Herstellern im Inland einkaufen, um sie anschließend weiterzuverkaufen, kann man sich bei den Groß- und Außenhandelskaufleuten auf die Fachrichtung "Außenhandel" oder "Großhandel" spezialisieren.
Nach der Ausbildung stehen der Kauffrau und dem Kaufmann im Groß- und Außenhandelskaufleuten viele Wege offen. Wer als Angestellter oder Angestellte weitermacht, kann sich mit Fortbildungen für leitende Funktionen qualifizieren und bis in die Führungsetagen aufsteigen. Auch der Weg in die Selbstständigkeit ist für Groß- und Außenhandelskaufleute eine Alternative. Denn wer gelernt hat, was dazugehört, um gut im Geschäft zu sein, kann das natürlich auch im eigenen Unternehmen anwenden.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan Fachrichtung Außenhandel

Betrieblicher Rahmenplan Fachrichtung Großhandel

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Kaufmann/-frau für Büromanagement

Ausbildungsprofil

Die Ausbildung in den Büroberufen steht bei Unternehmen und Auszubildenden hoch im Kurs. Kaufleute für Büromanagement organisieren und koordinieren bürowirtschaftliche sowie projekt- und auftragsbezogene Abläufe. Sie übernehmen Sekretariats- und Assistenzaufgaben, koordinieren Termine, bereiten Besprechungen vor und bearbeiten den Schriftverkehr. Dabei kooperieren und kommunizieren sie mit internen und externen Partnern, auch in einer fremden Sprache.
Sie sind Profis in der Informationsverarbeitung, recherchieren Daten und Informationen und bereiten diese für Präsentationen auf. Sie bearbeiten Beschaffungsvorgänge, unterstützen bei personalbezogenen Aufgaben und wenden Buchungssysteme sowie Instrumente des Rechnungswesens an. Sie beachten dabei rechtliche Vorgaben, achten auf Datenschutz und Datensicherheit und führen qualitätssichernde Maßnahmen durch.
Kaufleute für Büromanagement sind in Unternehmen, Betrieben und Institutionen unterschiedlicher Größe in der privaten Wirtschaft und im öffentlichen Dienst tätig. Sie unterstützen betriebliche Prozesse und bearbeiten daraus entstehende Fachaufgaben.

Aktuelle Information

Die entsprechende  Ausbildungsverordnung (nebst Änderungsverordnung) finden Sie auch im Downloadbereich. Unsere  Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater  stehen Ihnen gerne für weitere Fragen zur Verfügung.
Insgesamt stehen zehn Wahlqualifikationsbausteine zur Verfügung, aus denen jeweils zwei mit einem zeitlichen Volumen von jeweils fünf Monaten fester Bestandteil des Ausbildungsplanes werden.
Zusätzlich relevante Wahlqualifikationsbausteine können - was insbesondere für leistungsstarke Auszubildende interessant ist - im Rahmen der Abschlussprüfung als sogenannte Zusatzqualifikation gesondert geprüft und durch ein separates Zeugnis bescheinigt werden.
Die Abschlussprüfung wird - zunächst im Rahmen einer bis 2020 befristeten Erprobungsphase - in Form der sogenannten  gestreckten Abschlussprüfung in zwei separaten Teilen durchgeführt.
Während im ersten Teil der Abschlussprüfung die Ausbildungsinhalte der ersten 15 Monate der Berufsausbildung mit besonderem Fokus auf die Informationstechnik geprüft werden, können im zweiten Teil in einer mündlichen Prüfung fachliche Sachverhalte auf Grundlage einer durchgeführten oder fiktiven berufstypischen Aufgabe dargelegt werden.
Selbstverständlich stehen Ihnen für eine Beratung vor Ort gerne auch unsere  Ausbildungsberater*innen  zur Verfügung.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre

Anmeldeschlüsse für die Prüfungen Kaufleute für Büromanagement

  • Teil 1: Frühjahrprüfung - 31. Oktober
  • Teil 1: Herbstprüfung - 30. April
  • Teil 2: Sommer - 1. Februar
  • Teil 2: Winter - 1. September

Berufsschulen

Ausbildungsprofil

Koch/Köchin

Windstärke 8 im Atlantik. Der Luxusliner schwankt beim Durchpflügen der schäumenden Wellenberge. In der Küche geht es im wahrsten Sinne des Wortes „drunter und drüber“. Töpfe rutschen von den Herdplatten, während der Chef de Partie standhaft versucht, das Lachsfilet in der Mitte des Tellers zu platzieren und der Patissier inständig hofft, dass seine mehrstöckige Torte nicht zusammenfällt. Dazu noch die schweißtreibende Temperatur, die Zurufe der Kollegen und die Anweisungen des Küchenchefs. Doch es hilft nichts – Köchinnen und Köche müssen auch unter solchen Bedingungen immer einen kühlen Kopf und sicheren Stand bewahren, damit das Essen punktgenau serviert werden kann. Schließlich freuen sich die Passagiere schon auf das kreative, liebevoll dekorierte Menü. Lohn der Arbeit: Strahlende Gesichter bei den Gästen und Applaus für die Küchencrew.
Auch wenn natürlich nur die wenigsten Köchinnen und Köche beim Arbeiten über die Weltmeere fahren, so hat doch kaum ein anderer Beruf in den letzten Jahren eine solch hohe Beliebtheit und Medienpräsenz erfahren. Kochen ist „in“ und wird mehr und mehr als eine Kunst verstanden. Die Gäste sind interessiert an den verwendeten frischen Produkten und deren raffinierter Zubereitung. Sie möchten bei der Menüfolge beraten werden, stellen Fragen zu Herkunft und Verarbeitung der Lebensmittel oder wollen selbst einen Kochkurs beim Meister belegen.
Die dreijährige Ausbildung hat es in sich, die Anweisungen erfolgen schnell und – je nach Chef oder Chefin – auch nicht immer in dem aller freundlichsten Ton. Anders geht es aber manchmal nicht, denn neben den zu erlernenden handwerklichen Fähigkeiten bei der Zubereitung von Fleisch- oder Fischgerichten, Salaten, Eier-, Teig- oder Backwaren kommt es darauf an, dass alles immer zum richtigen Zeitpunkt fertig ist. Dabei müssen Hygienevorschriften genau eingehalten werden, was bei so vielen verschiedenen Zutaten eine echte Herausforderung ist und strengste Disziplin erfordert. Zudem erfordert der Beruf neben aller Kochkunst Organisationstalent und kaufmännische Kenntnisse, die in der Ausbildung genauso vermittelt werden wie Ernährungslehre, Warenkunde und Lagerhaltung. Wie bei fast allen Berufen in der Gastronomie müssen Köchinnen und Köche oft bis in den späten Abend hinein arbeiten – für alle Nachteulen also eine gute Tätigkeit, denn langes Schlafen am Morgen ist hier durchaus möglich.
Nach der Ausbildung können sich Köchinnen und Köche auf ein Teilgebiet spezialisieren, zum Beispiel als „Saucier“ (Saucenkoch – verantwortlich für Fonds und Saucen, aber auch für Schmorbraten oder Gulasch) oder als „Gardemanger“ („Koch der kalten Küche“, zuständig unter anderem für Meerestiere, Geflügel und Pasteten). Köchinnen und Köche finden Arbeit in der gesamten Gastronomie wie Hotels, Restaurants, Kantinen oder schulischen Einrichtungen, aber auch bei Reedereien und Unternehmen, die Nahrungsmittel herstellen. Wer nach einigen Jahren Berufserfahrung den Wunsch hat, sich selbständig zu machen, kann ein Restaurant oder einen Cateringservice eröffnen oder als „Mietkoch“ bei seinen Kunden zuhause kochen.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht, können Sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen


IHK24

Konstruktionsmechaniker/-in

Nach der Teilnovellierung der industriellen Metall- und Elektroberufe sowie der Mechatroniker/innen hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bereinigte Neufassungen für die drei entsprechenden Ausbildungsordnungen erstellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Grundlagen dafür sind die Änderungsverordnungen vom 7. Juni 2018. 
Aufgaben
Konstruktionsmechaniker/-innen gibt es nicht nur im Autobau. Überall dort, wo es um die Herstellung, den Umbau und die Instandhaltung von Konstruktionen aus Stahl oder Metallbau geht, finden sie ihr Arbeitsfeld. Erst durch sie werden Träume vom Aussehen der Dinge wahr. Denn Konstruktionsmechaniker/-innen sägen und schneiden Einzelteile von Hand und maschinell zurecht, formen und biegen die Bauteile und fügen sie beispielsweise mit Schrauben oder Schweißnähten zusammen.
In der Fahrzeugindustrie sind Konstruktionsmechaniker diejenigen, die unter anderem aus Feinblech die dünnen Karosserieteile für die Fahrzeuge fertigen. Schneiden und Formen der Einzelteile gehören ebenso zum Job wie die Endmontage. Auch im Aufzugsbau werden Konstruktionsmechaniker/-innen eingesetzt. Dort bauen sie hydraulische und pneumatische Systeme nach Schaltplänen und prüfen die Funktionen.
Ein/eine Konstruktionsmechaniker/in lernt in der Ausbildung schweißen, löten, drehen und hobeln, er oder sie kann am Ende der Ausbildung nach Entwürfen der Ingenieurinnen und Ingenieure Konstruktionspläne zeichnen, die Konstruktionen bauen, instand halten, ändern und anpassen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Kosmetiker/-in

Kosmetiker/innen beraten ihre Kundinnen und Kunden zu kosmetischen Produkten sowie zu Körper- und Schönheitspflege.
Die Ausbildung dauert drei Jahre. Zum Ausbildungsplan gehören unter anderem Kundengespräche und Kundenbetreuung, pflegende und dekorative Kosmetik, Ernährungsberatung und Gesundheitsförderung sowie Verkauf und Warenwirtschaft.
Hautpflege, Wimpern und Augenbrauen färben, Massagen, Haarentfernung am ganzen Körper, Nagelmodellage, Fußpflege – all dies müssen Kosmetikerinnen und Kosmetiker können.
Dazu gehört eine gute Kommunikation, also auch einwandfreies Deutsch, sowie die Fähigkeit zuzuhören und auf die Wünsche der Kundinnen und Kunden einzugehen.
Wer diesen Beruf erlernen und ausüben möchte, darf wegen des ständigen Kontakts mit verschiedenen Substanzen keine Allergien haben. Ein Sinn für Ästhetik und ein harmonisches Farbempfinden runden das persönliche Profil der Kosmetikerin oder des Kosmetikers ab.
Neben den rein fachlichen Themen lernen Kosmetiker/-innen auch Grundlagen der Warenwirtschaft und des Marketings. Nach der Ausbildung und während der gesamten Berufstätigkeit gilt es immer wieder, sich über die neuesten Trends in Sachen Kosmetik und Körperbehandlung zu informieren und zu schulen.
Nach einigen Jahren Berufserfahrung kann man den Schritt in die Selbstständigkeit wagen und ein eigenes Kosmetikstudio eröffnen. Andere Bereiche, in denen Kosmetikerinnen und Kosmetiker beschäftigt werden, sind zum Beispiel Hautarztpraxen oder Wellnesshotels. 
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht, können Sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule


Ausbildung

Kraftfahrzeugmechatroniker/-in

Im Jahr 2003 sind die Ausbildungsberufe  Kraftfahrzeug- (Kfz-) Mechaniker und Kfz-Elektriker zum Kfz-Mechatroniker vereinigt worden. Fast alle Arbeiten an einem Auto von heute werden elektronisch kontrolliert. Daher sind Fachleute mit technischem Sachverstand und handwerklichen Fähigkeiten gleichermaßen gefragt.
Mechatronikerinnen und Mechatroniker erstellen die Diagnose bei defekten Autos und führen Instandhaltungsarbeiten – angefangen vom einfachen Ölwechsel bis hin zum kompletten Motorwechsel – durch. Auch sind sie spezialisiert auf Um-, Nachrüst- und Ausbauarbeiten am Fahrzeug und zudem fit im Codieren von Steuergeräten und dem Anpassen dieser Geräte an Fahrzeugsysteme. Mechatronikerinnen und Mechatroniker sind sowohl Einzelkämpfer und Teamplayer im Werkstattbetrieb, als auch in der Kommunikation und im Umgang mit Kunden geschult. Schließlich müssen sie dem Laien ihre Arbeit erklären können.
Da es vier Schwerpunkte in der Ausbildung zum Mechatroniker gibt, muss sich der bzw. die angehende Auszubildende vor Beginn der Ausbildung entscheiden, welche Richtung er bzw. sie später einschlagen will. Diese Schwerpunkte sind: Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik und Fahrzeugkommunikationstechnik (Dieses Berufsbild bezieht sich hauptsächlich auf Sicherheits- und Navigationssysteme).
Wer Kfz-Mechatroniker/-in werden will, sollte ein gutes Verständnis für Technik und Physik mitbringen. Gute Mathe-Kenntnisse sind ebenfalls von Vorteil. Da alle Arbeiten oft unter Zeitdruck erledigt werden müssen, sollte der oder die Auszubildende mit Stress umgehen können. Auch ist die körperliche Fitness eine wichtige Voraussetzung, weil viele Arbeiten gebückt oder in gekrümmter Körperhaltung erledigt werden müssen.
Nach 3,5 Jahren hat der oder die Auszubildende die Ausbildung abgeschlossen und dann die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum Meister zu machen.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre 

Berufsschulen


Ausbildung

Lacklaborant/-in

Beschichtungsstoffe oder Beschichtungssysteme: Das ist das Thema, mit dem sich Lacklaborantinnen und Lacklaboranten beschäftigen. 
In Forschungslaboratorien untersuchen sie die Eigenschaften von Lacken und Farben. Oder sie entwickeln neue Beschichtungen auf der Grundlage besonderer Kundenwünsche. Denn der Kontakt mit Auftraggebern gehört zum Aufgabengebiet dieses anspruchsvollen Berufs.
Lacklaborantinnen und Lacklaboranten planen eigenständig Versuche und führen sie auch aus, um neue Beschichtungssysteme zu finden oder aber die Zusammensetzung und Eigenschaften ihrer Ausgangsstoffe und Produkte zu untersuchen. Das ist die Basis, um sie für die unterschiedlichsten Untergründe zu optimieren - egal, ob Holz, Kunststoff, Metall, Stein oder Beton. Ebenso müssen sie die Oberflächen von Farben und Lacken sowie ihre Haltbarkeit genau beurteilen, um kundenspezifische Lösungen zu entwickeln. Die Ergebnisse analysieren und dokumentieren sie am Rechner.
Forschung und Entwicklung sind also Schwerpunkte ihrer Arbeit. Ihr Einsatzort sind die Laboratorien der chemischen Industrie, bei Farb- und Lackherstellungsbetrieben oder in der Lack verarbeitenden Industrie, etwa im Automobil- und Schiffbau, der Möbelherstellung sowie im Maschinen- und Anlagenbau. Sie messen, untersuchen und werten ihre Ergebnisse sorgfältig aus. Dabei müssen sie die gesetzlichen Bestimmungen des Gesundheits- und Umweltschutzes genau beachten, arbeiten sie doch häufig mit gefährlichen Chemikalien und Stoffen. Das erfordert ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein.
Lacklaborantinnen und Lacklaboranten müssen sich mit Mathematik auskennen, damit sie den Materialverbrauch für die Herstellung ihrer Produkte ausrechnen können. Klar auch, dass ohne Chemie und Physik nichts geht, schließlich bauen sie eigene Versuchsreihen auf. Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit sind gefragt, um langwierige Messreihen zu beobachten. Und weil sie Reagenzien pipettieren, kommen sie ohne gutes Fingergeschick und eine ausgeprägte Auge-Hand-Koordination nicht aus. Um auf dem Laufenden zu bleiben, gehört fremdsprachige Fachliteratur zur berufsbegleitenden Lektüre.
Wer diesen Beruf erlernen möchte, sollte technisches Verständnis für die Reparatur von chemisch-technischen Anlagen und gute Merkfähigkeit mitbringen, um das Fachwissen aus Büchern, Herstellungs- und Versuchsvorschriften bei Bedarf abrufen zu können. Die Ausbildung in diesem Beruf findet sowohl beim Arbeitgeber als auch in einer Berufsschule statt. Dabei werden zunächst der Umgang mit Messdaten, das Trennen und Vereinigen von Arbeitsstoffen und die Methoden zur Vorbereitung von Untergründen gelehrt. Die Unternehmen stellen meist Bewerber mit mittleren Bildungsabschlüssen ein. Der Beruf hat durch das Angebot von Wahlqualifikationen eine flexible Ausbildungsstruktur.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Berufsschule


 
Ausbildung

Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in

Land- und Baumaschinenmechatroniker/-innen sind in der Planung, Wartung, Prüfung, Fehlerdiagnose, Instandsetzung und Aus- und Umrüstung von land- und baumaschinentechnischen Fahrzeugen, Maschinen, Anlagen oder Motorgeräten mit direktem Kundenkontakt in Werkstätten und Einsatzstellen tätig.
Berufliche Qualifikationen
Land- und Baumaschinenmechatroniker/-innen warten, prüfen, installieren und setzen Fahrzeuge, Maschinen, Anlagen und Geräte instand, bearbeiten und fügen Werkstücke und Bauteile manuell und maschinell, diagnostizieren Fehler und Störungen, und deren Ursachen in mechanischen, hydraulischen, elektrischen und elektronischen Systemen, bedienen Fahrzeuge und deren Systeme und nehmen sie in Betrieb, prüfen Abgabe und Einrichtungen zur Emissionsminderung, stellen elektrische Stromanschlüsse her und prüfen sie, kommunizieren mit internen und externen Kunden situationsgerecht, planen und kontrollieren Arbeitsabläufe, bewerten Arbeitsergebnisse wenden qualitätssichernde Maßnahmen an.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Luftverkehrskaufmann/-kauffrau

Im Mittelpunkt der Arbeit von Luftverkehrskaufleuten steht die Beförderung von Passagieren und Frachten.
Sie beschaffen beispielsweise Treibstoffe und Ersatzteile, planen den Crew-Einsatz, stellen Streckenunterlagen zusammen und übernehmen organisatorische Aufgaben in der Flugzeugabfertigung. Im Schalter- und Stationsdienst beraten sie Fluggäste über Flugverbindungen und Tarife, berechnen Flugpreise und nehmen Platzreservierungen und Buchungen vor. Bei Frachtsendungen dagegen gehören die Planung von Frachtkapazitäten, die Erstellung von Frachtpapieren und die Berechnung von Tarifen zu ihren Aufgaben. Dabei erledigen sie auch zollamtliche Formalitäten.
Ein weiterer Tätigkeitsbereich ist das Marketing. So erarbeiten sie zum Beispiel Konzeptionen für den Passage- und Frachtverkauf, koordinieren verkaufsfördernde Aktivitäten und kontrollieren die Passage- und Frachtdienste hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Auslastung und Ertrag. Darüber hinaus nehmen sie administrative Aufgaben in den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Personalwesen und Organisation wahr.
Luftverkehrskaufleute arbeiten bei Fluggesellschaften, Luftfrachtspeditionen, Flughafenbetrieben sowie Abfertigungsagenturen. Dort sind sie im Büro und am Schalter in Flughäfen tätig, aber auch in Frachthallen oder in Kunden- bzw. Stadtbüros (zum Beispiel zur Kundenakquisition).


Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule:
Ausbildung

Maschinen- und Anlagenführer/-in

Die Ausbildung erfolgt nach den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes und findet im Rahmen des dualen Systems im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Die reguläre Ausbildungszeit beträgt zwei Jahre.
Fortführung der Berufsausbildung
Eine Fortführung der Berufsausbildung in bestimmten Berufen ist unter Anrechnung der absolvierten Ausbildungszeit grundsätzlich möglich. Eine Anrechnung von Prüfungsergebnissen ist seit Inkrafttreten der Änderungsverordnung der Berufsausbildung der industriellen Metallberufe seit 1.8.2018 jedoch nicht mehr vorgesehen. Bitte beachten Sie hierzu auch die beiden Änderungsverordnungen im Downloadbereich auf der rechte Seite sowie die Informationen auf www.ihk-koeln.de/182222.
Arbeitsgebiet
Maschinen- und Anlagenführer/ Maschinen- und Anlagenführerinnen arbeiten in unterschiedlichen Produktionsbereichen der Wirtschaft, insbesondere in Unternehmen der Metall-, Kunststoff-, Nahrungsmittel-, Textil- und Druckindustrie und Papier verarbeitenden Industrie.
Berufliche Qualifikationen
Maschinen- und Anlagenführer warten Produktionsanlagen nach Wartungs- und Inspektionsplänen und inspizieren Fertigungssysteme sowie Verschleißteile im Rahmen vorbeugender Instandhaltungsarbeiten. Sie stellen Störungen an Maschinen fest und prüfen die Funktionen von Sicherungseinrichtungen. Maschinen- und Anlagenführer sorgen dafür, dass Produktionsmaschinen fachgerecht eingestellt und genutzt werden können. Hierzu lernen sie den Aufbau und die Funktionszusammenhänge von Produktionseinrichtungen kennen und können Maschinen und Produktionsanlagen nach technischen Unterlagen rüsten und umrüsten.
Maschinen- und Anlagenführer
  • richten Maschinen und Anlagen in der Produktion ein und bedienen diese, steuern und überwachen den Materialfluss,
  • bereiten Arbeitsabläufe vor,
  • wählen Prüfverfahren und Prüfmittel aus und wenden diese an,
  • wählen Werkstoffe aus und bearbeiten diese nach technischen Unterlagen,
  • wählen manuelle und maschinelle Fertigungstechniken aus und wenden diese an,
  • nutzen Steuerungs- und Regelungseinrichtungen,
  • warten und inspizieren Maschinen und Anlagen und beheben Störungen,
  • führen qualitätssichernde Maßnahmen durch,
  • berücksichtigen die Vorgaben des Umweltschutzes und der Arbeitssicherheit und der Wirtschaftlichkeit,
  • dokumentieren Produktionsdaten,
  • stimmen sich mit vor- und nachgelagerten Bereichen ab.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 2 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Maskenbildner/-in

Maskenbildner/- innen entwickeln Gestaltungskonzeptionen, bestimmen und mischen Farben, stimmen die Farbwirkung auf Licht- und Produktionsbedingungen ab, fertigen Haarteile, Perücken, Glatzen, Masken, Körperbehaarung und Körperteile, fertigen Spezialeffekte an, gestalten Frisuren mit Eigenhaar und Haarteilen, schminken nach den Erfordernissen für Foto-, Bühnen-, Film- oder Fernsehproduktionen.
Ausbildung

Mathematische-Technische/-r Softwareentwickler/-in

Mathematisch-technische Softwareentwickler/innen entwickeln und schreiben selbst Computerprogramme und Softwareanwendungen. Dafür nehmen sie die Bedürfnisse ihrer Kunden genau unter die Lupe und vergewissern sich während des von ihnen dokumentierten Entwicklungsprozesses immer wieder, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist.
Meist erfolgt eine solche Entwicklung im Team. Hier übernehmen mathematisch-technische Softwareentwickler/innen oft die Projektleitung und sorgen für ein reibungsloses Arbeiten der Teammitglieder untereinander, die manchmal aus ganz verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens kommen. Mit gängigen Testprinzipien und -verfahren werden die Programme schließlich wieder und wieder geprüft, bis am Ende genau die Lösung entsteht, die ein Kunde für sein Geschäft oder eine Abteilung für ihre Arbeit braucht.
Die wichtigste persönliche Voraussetzung für diesen Beruf – und das sagt schon der Name – ist ein ausgeprägtes Interesse an der Mathematik. Denn zur Lösung von Problemen aus Informatik, Technik, Naturwissenschaften und auch aus der Wirtschaft allgemein wenden mathematisch-technische Softwareentwickler/innen immer mathematische Modelle an. Außerdem gehören Freude am analytischen und systematischen Denken und Arbeiten sowie Spaß am Programmieren dazu. Ein generelles Interesse an allen Themen, die mit der Informatik zu tun haben, ist hilfreich. Zudem sollte man bereit sein, sich ständig auf dem Laufenden zu halten, denn auf kaum einem anderen Gebiet gibt es in so kurzer Zeit so viele Neuentwicklungen. Da die meisten Fachbücher nur auf Englisch vorliegen, sind gute bis sehr gute Englischkenntnisse unverzichtbar.
Mathematisch-technische Softwareentwickler/innen finden Arbeitsmöglichkeiten in Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen aus IT und Kommunikationstechnik entwickeln und anbieten. Dies können beispielsweise Softwarefirmen oder Systemhäuser sein. Aber auch große Unternehmen, wie Banken, Versicherungen und Energiekonzerne sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind mögliche Arbeitgeber.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Maurer/-in

Sich ein Dach über dem Kopf zu schaffen, gehört seit jeher zu den Urbedürfnissen des Menschen. Geändert hat sich allerdings die Technik dafür. "Stein auf Stein", das stimmt auch heute noch. Doch im Zeitalter der erneuerbaren Energien und des umweltfreundlichen Bauens wird die Arbeit auf dem Bau immer anspruchsvoller.
Daher haben gute Maurer nicht nur eine gute körperliche Konstitution. Sie haben darüber hinaus technisches Verständnis und handwerkliches Geschick. Und auch Teamgeist ist am Bau unverzichtbar, da dort viele Fachleute aus unterschiedlichen Branchen sich die Klinke in die Hand geben. Maurer schaffen mit ihren Händen Häuser, in denen Menschen leben und arbeiten können. Oder sie setzen in die Jahre gekommene Gebäude wieder in Stand und modernisieren sie.
Die Arbeit beginnt, bevor der erste Stein gesetzt ist. Denn zunächst muss geplant werden, was wie und in welcher Zeit gemacht werden soll. Maurer können messen und exakt nach den Plänen der Architekten bauen. Beton und Mörtel sind auch heute die Grundstoffe, die dem Bau die nötige Standfestigkeit geben. Doch zur Vielseitigkeit des Berufes gehört es, dass auch viele andere Materialien zum Einsatz kommen können, von Holz bis zu den Dämmstoffen. Dabei nutzen moderne Maurer viele technische Hilfsmittel.
Ohne das richtige "Händchen" geht es aber nicht – besonders, wenn es um das Verlegen von Platten, Fliesen oder um das Verputzen von Wänden geht. Sicherheit am Bau ist ein anderer wichtiger Aspekt. Und das nicht nur, wenn die Arbeit in schwindelerregender Höhe ausgeführt wird. Weder Arbeiter noch Passanten dürfen durch herumliegendes oder gar hinabstürzendes Material gefährdet werden.
Anpacken ist die eine Seite des weltweit gefragten Berufs. Genauso wichtig aber ist es, mitzudenken. Wer das kann, hat gute Entwicklungschancen und kann sich zum Maurermeister fortbilden, etwa, um sich selbständig zu machen. Auch zum Polier oder Techniker können sich Maurer weiterentwickeln. Und schließlich kann der berufliche Weg zum Industriebetriebswirt in der Bautechnik und - nach dem Besuch einer Fachoberschule - zum Ingenieursstudium führen. Langweilig wird es für Maurer nie.

Ausbildungsordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre

Berufsschulen

Ausbildung

Mechatroniker/-in

Mechatroniker und Mechatronikerinnen tüfteln oft an innovativen Konzepten und Verfahren. In Betrieben sind sie diejenigen, die mit den komplexen Systemen umgehen können. Ob ABS-Bremssysteme oder Autopiloten in Schiffen und Flugzeugen - bei allen Bauteilen und Produkten, die elektronische und mechanischen Komponenten verbinden, kommen Mechatroniker/-innen zum Einsatz.
Mechatroniker/-innen lernen in ihrer Ausbildung Elemente aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik, der Informatik, der Physik und auch der Mathematik kennen. Sie sind vielfältig und branchenübergreifend einsetzbar, arbeiten in der Montage, halten komplexe Maschinen instand, kennen sich im Anlagen- und Maschinenbau aus.
Elektronische, mechanische, pneumatische und hydraulische Komponenten sind ihnen nicht fremd. Sie können damit Anlagen zusammensetzen und die entsprechenden Geräte überprüfen. Mechatroniker/-innen sind bestens gerüstet für die Entwicklung, Produktion und den Betrieb von zukunftsorientierten Anlagen und Geräten.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem  Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Berufsschulen

Anerkannte Ersatzschule
RHEIN-ERFT AKADEMIE GmbH, Hürth

Ausbildung

Mechatroniker/-in Kältetechnik

Berufsausbildung
Die Ausbildung erfolgt nach den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes und findet im Rahmen des dualen Systems im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Die reguläre Ausbildungszeit beträgt dreieinhalb Jahre.
Arbeitsgebiet
Mechatroniker und Mechatronikerinnen für Kältetechnik sind in der Montage, dem Umbau und der Instandhaltung von Anlagen der Kälte-, Klima- und Wärmepumpentechnik tätig.
Berufliche Fähigkeiten
Mechatroniker / Mechatronikerinnen für Kältetechnik
  • montieren Anlagen, Systeme und Komponenten der Kälte- und Klimatechnik und nehmen sie in Betrieb,
  • installieren elektrotechnische und elektronische Anlagenteile,
  • führen Dämm-, Korrosionsschutz- und Brandschutzmaßnahmen durch,
  • programmieren Mess-, Steuerungs- und Regelungseinrichtungen,
  • führen Funktions- und Sicherheitsprüfungen durch,
  • halten Anlagen, Systeme und Komponenten der Kälte- und Klimatechnik instand,
  • optimieren Kälte- und Klimaanlagen nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten,
  • demontieren Anlagen, Systeme und Komponenten der Kälte- und Klimatechnik,
  • führen Kältemittel, Kühlmittel und Kältemaschinenöle der Wiederverwendung oder umweltgerechten Entsorgung zu.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Mediengestalter/-in Bild und Ton

Mediengestalter/innen für Bild & Ton sind so etwas wie „Dienstleister“ bei der Planung und Herstellung von audiovisuellen Produktionen, zum Beispiel Filmen für Kino und TV, Live-Übertragungen oder die elektronische Berichterstattung.
Sie unterstützen den Kameramann oder Toningenieur beim Erstellen von Bild- und Tonmaterial, sie kümmern sich um die notwendigen Geräte, sorgen für deren Funktionsfähigkeit und stellen sie bei Bedarf für ihre Kollegen bereit. Technisches Know-how ist dafür unerlässlich.
Als Mediengestalter/in Bild & Ton ist man ein echtes Allroundtalent für die Planung und Gestaltung von Medienproduktionen. Kamera, Mikrofon, Licht, Mischpult, Schnittplatz heißen die Arbeitsmittel. Das Studio oder jeder Ort, an dem eine Produktion möglich ist, sind die Einsatzorte, an denen Mediengestalter/innen Bild & Ton ihr Können unter Beweis stellen. Ein gutes technisches Verständnis und vor allem zeitliche Flexibilität sollte man mitbringen, wenn man sich für diesen Beruf entscheidet. Arbeiten, wenn andere Freizeit haben – im Fußballstadion wie Ben, bei einem Konzert oder zu anderen Anlässen, die außerhalb regulärer Arbeitszeiten liegen – dazu muss man jederzeit bereit sein. Dafür hat man einen abwechslungsreichen Beruf mit einer spannenden Mischung aus technischen, kreativen und organisatorischen Herausforderungen, trifft interessante Leute, oft auch prominente Persönlichkeiten, und kommt viel herum. Einer späteren Spezialisierung als Kamerafrau oder -mann, Tonspezialist/-in, Cutter/-in oder in der Regieassistenz steht darüber hinaus nichts entgegen.
Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht, sehen Sie in unserer Webvideo-Reihe "Azubi für einen Tag".

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule

Weitere Infos zur Abschlussprüfung finden Sie in der Handreichung.
Ausbildung

Mediengestalter/-in Bild und Ton

Die Ausbildungsverordnung für die Berufe „Mediengestalter/Mediengestalterin Bild und Ton (3-jährig) ist mit Wirkung zum 1. August 2020 aktualisiert worden. Mit der Neuordnung der Medienberufe im Jahr 2020 sind die Ausbildungsberufe Mediengestalter/-in Bild und Ton sowie Film- und Videoeditor/-in zu einem Ausbildungsberuf zusammengefasst worden
Der Ausbildungsberuf „Mediengestalter/-in Bild und Ton“ hat sich seit 1996 bewährt. Dennoch haben sich die Sozialpartner entschieden, diesen Beruf neu zu ordnen. Die Neuordnung verfolgt die Absicht, vor allem die produktionstechnischen und -organisatorischen Veränderungen in die Ausbildung aufzunehmen und mit einer erhöhten Flexibilität der Ausbildungsordnung den bisherigen Ausbildungsbetrieben die Ausbildung zu erleichtern, die Kosten für Ausbildung zu senken und die Praxisnähe der Ausbildung weiter zu forcieren. Darüber hinaus war es das erklärte Ziel der Sachverständigen, weitere Ausbildungsbetriebe für die Ausbildung in diesem ansprechenden und zukunftssicheren Ausbildungsberuf zu gewinnen.
Es wurden folgende Neuerungen realisiert:
  • Die elektrotechnischen Inhalte werden reduziert, die informationstechnischen Ausbildungsinhalte ausgeweitet. Dies betrifft insbesondere den Rahmenlehrplan für die Berufsschule, wird sich aber unweigerlich auch auf die betriebliche Ausbildung auswirken.
  • Der engeren Zusammenarbeit der Mediengestalter/innen Bild und Ton mit den Redaktionen wurde ein größerer Stellenwert gegeben. Sie sollen nicht nur redaktionelle und mediale Konzepte erfassen und auswerten, sondern auch Programmmitarbeiter bzw. Kunden bei der Erstellung dieser Konzepte unterstützen.
  • In der Ausbildungsordnung wurde die Spezialisierungsform "Einsatzgebiete" realisiert. Dadurch soll den Betrieben signalisiert werden, dass auch sie in ihrem spezifischen Geschäftsfeld ausbilden können. Gleichzeitig haben dadurch die Auszubildenden Gelegenheit, wesentliche Berufserfahrungen in dem jeweiligen Einsatzgebiet zu erwerben.
  • Bei der Gestaltung des Ausbildungsrahmenplans und der Prüfungsanforderungen wurde darauf geachtet, dass auch reine Ton-Betriebe ausbilden können. Die bildbezogenen Ausbildungsinhalte müssen dann allerdings in einem Partnerbetrieb (Ausbildungsverbund) ausgebildet werden.
  • Der Rahmenlehrplan wurde nach Lernfeldern gegliedert, die sich an beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungen orientieren.
  • Die Prüfungskonzeption wurde überarbeitet (Erstellung eines Bild-Ton- oder eines Ton-Produktes auf Grund einer redaktionellen Vorgabe, Einbeziehen von schriftlichen Unterlagen in die Bewertung, Aufnahme eines Fachgespräches), um eine vergleichbarere Bewertung zu erzielen. Durch die Aufnahme eines Fachgespräches, in dem die selbstständige Erstellung des Bild-Ton-Produktes bzw. des Ton-Produktes überprüft werden kann, wird der Prüfungsaufwand reduziert, da dadurch die bisher üblichen Betriebsbesuche wegfallen.
  • In der Ausbildungsordnung wurden die prozessbezogene Ausbildung, das Handeln im betrieblichen Gesamtzusammenhang und die Erweiterung der Handlungsfähigkeit entsprechend des jeweiligen betrieblichen Geschäftsprozesses festgeschrieben.
Die IHK Köln bietet ausbildenden Unternehmen eine persönliche Beratung an, um die mit der Neuordnung einhergehenden Änderungen im persönlichen Gespräch zu klären. Hierzu stehen Ihnen die Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater gerne zur Verfügung.
Die Änderungen betreffen ausdrücklich nur Ausbildungsverhältnisse, die ab dem 1. August 2020 beginnen. Alle bis dahin begonnenen Ausbildungsverhältnisse werden noch nach „alter“ Verordnung (und den inhaltlich bisher formulierten Wahlqualifikationen) durchgeführt.
Bereits bei der IHK Köln eingetragene Ausbildungsverhältnisse in dem Berufsbild Mediengestalter/Mediengestalterin Bild und Ton mit Beginn ab 1. August 2020 werden automatisch auf die neue Verordnung umgestellt. Die Vertragsparteien werden hierüber gesondert schriftlich benachrichtigt und separat auf die inhaltlich neu formulierten Wahlqualifikationen hingewiesen. Weitere Infos zur Abschlussprüfung finden Sie in der Handreichung.

Ausbildungsverordnung und Rahmenplan

Betrieblicher Rahmenplan

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule

Ausbildung

Mediengestalter/-in Digital und Print

Mediengestalter/innen Digital & Print konzipieren und gestalten für Kunden oder als Mitarbeitende eines Unternehmens im Bereich Print und Digital zum Beispiel Unternehmensbroschüren und Kataloge sowie Internetauftritte und Intranetseiten sowie Social-Media-Posts etc. Dabei sind Kreativität und Vorstellungsvermögen ebenso gefragt wie eine gute Kommunikationsfähigkeit und ein verbindliches und tadelloses Auftreten nach innen und außen. Denn Mediengestalter/innen müssen auch ihre Kunden beraten, Entwürfe visualisieren oder präsentieren und ggf. sogar die Leitung bei einzelnen Projekten übernehmen können.
Das Visuelle, also Design, Farben, Formen, Layout stehen bei der Arbeit als Mediengestalter/in Digital & Print im Vordergrund. Längst wird alles am Computer erledigt, und so ist der sichere Umgang mit Satz- und Layoutprogramme unverzichtbar für diesen Beruf. Schon in der Ausbildung können Mediengestalter/innen Digital & Print zudem eine von drei Fachrichtungen wählen, und zwar Beratung und Planung, Konzeption und Visualisierung oder Gestaltung und Technik.
Mediengestalter/innen Digital & Print arbeiten sehr oft in Agenturen oder in der Marketingabteilung von großen Unternehmen.
Im Jahr 2013 wurde der Ausbildungsberuf Mediengestalter/in Digital und Print teilweise novelliert und um weitere Wahlqualifikationseinheiten aus den Bereichen „Plattformen zur interaktiven Kommunikation“, "Contenterstellung" sowie "3D-Grafikerstellung" ergänzt. Gleichzeitig wurden die Ausbildungsverordnungen zur Beruf