Jahresthema

Zukunft der Innenstädte

Spätestens seit der Corona-Krise haben traditionelle Konzepte ausgedient. Innenstädte als bloße Einkaufsstraßen sind nicht mehr attraktiv. Die Innenstadt der Zukunft muss deshalb eine attraktive Erlebnis- und Kulturwelt werden. Neue Konzepte für alternative Anziehungspunkte, mehr Aufenthaltsqualität, Sicherheit und Erreichbarkeit bieten große Chancen. Die Zeit für Veränderung ist jetzt.

10 Fakten zur aktuelle Situation

  1. Handelslagen verlieren an Attraktivität für die bisherigen Zielgruppen.
  2. Der Einzelhandel verliert zunehmend die Rolle als Zugpferd für Frequenz.
  3. Der öffentliche Raum ist vielerorts nicht mehr attraktiv.
  4. Innenstädte sind heute oftmals geprägt von Leerstand.
  5. Die Erreichbarkeit für Menschen und Güter ist von zentraler Bedeutung, stellt aber gleichzeitig ein großes Konfliktfeld dar.
  6. Ruhender Verkehr mindert die Attraktivität der Innenstädte.
  7. Rechtliche Vorschriften und Verwaltungsvorgaben verhindern teilweise Flexibilität und schnelles Agieren.
  8. Viele Akteure mit sehr unterschiedlichen Interessen erheben Anspruch auf Mitwirkung.
  9. Die Wirtschaftskraft der Innenstädte war und ist Impuls für den gesamten Standort (siehe positives Beispiel Nümbrecht). Daher ist es unerlässlich, eine hohe Qualität der Innenstädte sicherzustellen.
  10. Es gibt keine Blaupause, die für alle Innenstädte passt.

4 Top-Forderungen der IHK Köln für die Stadt Köln an Politik und Verwaltung

  • Neumarkt: Wir erwarten ein wirksames und abgestimmtes Vorgehen gegen öffentlichen Drogenkonsum und Kriminalität. Wir erwarten,
  • Mobilität: Wir erwarten eine zeitnahe Entscheidung zur Umsetzung der Ost-West-Achse. Die Tunnellösung ist dabei die beste Variante
  • Handelslagen: Wir erwarten, dass der für den Bereich Hohe Straße/Schildergasse mit den Eigentümern und anderen Stakeholdern begonnene Leitbildprozess um einen Zielbildprozess für die gesamte Innenstadt ergänzt wird.
  • Zielkonflikte ganzheitlich auflösen: Wir fordern einen schnellen Start des geplanten Konsultationskreises der Stadt Köln, in dem die betroffenen Unternehmen (insbesondere aus dem Gastgewerbe) einbezogen werden und ein Mitspracherecht erhalten.