Beratung & Anträge

Übersicht: Fördermittel für Mobilität

Die Unternehmen in NRW machen sich schon lange für Nachhaltigkeit und Innovation in der betrieblichen Mobilität stark. Die Investitionsmehrkosten stellen für die Unternehmen jedoch immer noch eine wirtschaftliche Herausforderung dar.
Den Unternehmen in NRW stehen Fördermittel sowohl von Seiten des Bundes als auch von Seiten des Landes zur Verfügung. In einigen Fällen sind die Fördermittel sogar kombinierbar.
Die IHK Köln berät ihre Mitgliedsunternehmen zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement und hilft bei der Suche nach dem passenden Förderprogramm für ihr Mobilitätskonzept.
Die folgende Übersicht dient als Einstieg in die verschiedenen Bereiche der Mobilität:

Zuschüsse Elektromobilität

Förderprogramm Elektromobilität – Umweltbonus

Mit dem Umweltbonus fördert der Bund den Erwerb eines neuen, elektrisch betriebenen Fahrzeuges und den Erwerb eines akustischen Warnsystems (AVAS). Der Umweltbonus gilt auch für junge gebrauchte Elektrofahrzeuge  und rückwirkend für alle Fahrzeuge, die ab dem 5.11.2019 zugelassen wurden.
Weitere Informationen zum Umweltbonus unter:  Website der Bundesregierung und  ElektroMobilität NRW

(Innovationsprämie) Zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Mit der Innovationsprämie wird die Anschaffung von Elektrofahrzeugen gefördert.
  • Fördergeber: Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Was: Gefördert wird der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen, erstmals zugelassenen, elektrisch betriebenen Fahrzeugs, d. h. eines reinen Batterieelektrofahrzeugs, ein Plug-In Hybrids oder ein Brennstoffzellenfahrzeugs.
Wer: Privatpersonen, Unternehmen, Unternehmen mit kommunaler Beteiligung, Stiftungen, Körperschaften, Vereine
Wie: Der Antrag kann unter folgendem Link gestellt werden:
Weitere Information unter: Website Elektromobilität (BAFA)

Steuervergünstigungen für reine Elektrofahrzeuge

Die Bundesregierung weitet die steuerlichen Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität aus:
  • Nutzfahrzeuge
    Für rein elektrische Liefer- oder andere Nutzfahrzeuge wird eine Sonderabschreibung von 50 Prozent im Jahr der Anschaffung eingeführt - zusätzlich zur regulären Abschreibung.
  • Firmenwagen
    Bei der Dienstwagenbesteuerung wird die Bemessungsgrundlage für die private Nutzung eines betrieblichen Elektro- oder extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugs halbiert.
  • Ladevorrichtung
    Das elektrische Aufladen eines Elektro- oder Hybridelektrofahrzeugs im Betrieb des Arbeitgebers ist aktuell bis Ende 2030 steuerfrei. Das gleiche gilt für die zeitweise Überlassung einer betrieblichen Ladevorrichtung zur privaten Nutzung.
  • Nachträglich auf Elektroantrieb umgerüstete Fahrzeuge
    Fahrzeuge, die nachträglich zu reinen Elektrofahrzeugen umgerüstet werden, können nach Prüfung der Zulassungsbehörde für die Dauer von 10 Jahren von der Kraftfahrzeugsteuer befreit werden.

Progres.nrw Programmbereich Emissionsarme Mobilität

Die Landesregierung unterstützt verschiedene Maßnahmen zu emissionsarmer Mobilität. Dieses Förderprogramm richtet sich an Privatpersonen, Unternehmen und kommunale Antragsteller.
  • Batterieelektrische Fahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge
    Die Anschaffung von Elektrofahrzeugen und Brennstoffzellenfahrzeugen werden, je nach Antragssteller, mit einem Zuschuss gefördert.
  • Konzepte, Studien und Analysen
    Das Erstellen von Konzepten, Studien und Analysen im Bereich der emissionsarmen Mobilität, an denen ein besonderes Landesinteresse besteht, wird gefördert.
  • Umsetzungberatung und –konzepte
    Die Landesregierung fördert Umsetzungsberatungen und -konzepte im Bereich der Elektromobilität.
    Wichtig: Der Antrag ist vor Beauftragung der Maßnahme zu stellen.
  • Öffentlich und nicht öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur
    Die Einrichtung von öffentlich und nicht öffentlich zugänglichen Ladeinfrastrukturen wird mit einem Zuschuss gefördert.
Nähere Informationen und Formulare zum Programmbereich emissionsarme Mobilität unter:  Bezirksregierung Arnsberg

Förderprogramme des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

  • Das Förderprogramm Erneuerbar Mobil
    Das BMU fördert Forschungsvorhaben zum Thema Elektromobilität zum Zwecke der Hebung ihres Potenzials für den Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie einer nachhaltigen Stadtentwicklung.
  • Förderprogramm für die Anschaffung von Elektrobussen im öffentlichen Personennahverkehr
    Das BMU hat sich das Ziel gesetzt, die Markteinführung von Elektrobussen in Deutschland mit einer entsprechenden Förderung zu unterstützen.
  • Das Sofortprogramm Saubere Luft
    Das BMU setzt das Sofortprogramm zur Verbesserung der Luftqualität in Städten um, indem es neue Vorhaben fördert, die die Beschaffung von elektrisch betriebenen leichten Nutzfahrzeugen sowie Pkw für den Taxibetrieb, Mietwagen und Carsharing zum Gegenstand haben.

Nachrüstung von mit Selbstzündungsmotor angetriebenen gewerblichen oder kommunalen leichten Handwerker- und Lieferfahrzeugen mit Stickoxidminderungssystemen

Mit dem Programm wird die Nachrüstung von gewerblich oder kommunal genutzten Handwerker- und Lieferfahrzeugen gefördert, die überwiegend in Kommunen eingesetzt werden, welche von Stickstoffdioxid-Grenzwertüberschreitungen betroffen sind. Gefördert werden System- und externe Einbaukosten der Nachrüstung von genehmigten Abgasnachbehandlungssystemen zur Reduzierung der Stickoxidemissionen.
Wichtig: Der Antrag ist vor Beginn der Maßnahme zu stellen.
Weitere Informationen unter:  Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen

Zuschüsse Lastenfahrräder

Zuschüsse für Lastenfahrräder

Nicht nur auf vier Rädern, sondern auch auf zwei Rädern in die nachhaltige Zukunft der Mobilität.
Der Kauf von Elektrolastenfahrrädern wird durch verschiedene Programme auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene gefördert. Nähere Informationen unter:  ElektroMobilität NRWprogres.nrw oder  Stadt Köln

BAFA startet Förderung für gewerbliche E-Lastenräder

Zum 1. März 2021 startet beim BAFA das Förderprogramm des Umweltministeriums für gewerblich genutzte Elektro-Lastenräder. Gewerblich genutzte E-Lastenräder, die für den Gütertransport ausgelegt sind, werden mit 25 Prozent der Anschaffungskosten, höchstens 2.500 Euro gefördert. Das Programm läuft bis Ende Februar 2024.

Weitere Informationen sowie den Link zum Antragsformular finden Unternehmen auf der  BAFA-Webseite.

Zuschüsse Güterverkehr und Infrastruktur

Förderprogramm „EEN“

Mit dem Programm „Energieeffiziente und/oder CO2-arme schwere Nutzfahrzeuge“ (EEN) gewährt der Bund Zuschüsse zur Förderung der Anschaffung von schweren Nutzfahrzeugen mit energieeffizienten und/oder CO2-armen Antriebstechnologien in Unternehmen des Güterkraftverkehrs.
Wichtig: Der Antrag ist vor Eingehen einer verbindlichen Verpflichtung zur Anschaffung zu stellen.
Weitere Informationen und Formulare unter:  Bundesamt für Güterverkehr und Antrag  Förderprogramm "EEN"

Förderprogramm „De-minimis“

Im Rahmen des Programms werden Unternehmen des Güterkraftverkehrs mit schweren Nutzfahrzeugen gefördert, welche Maßnahmen zur Förderung von Sicherheit und Umwelt durchführen. Die Maßnahmen müssen in der Richtlinie „De-minimis“ (Maßnahmenkatalog) aufgeführt sein.
Wichtig: Der Antrag ist vor Beginn der Maßnahme zu stellen.
Weitere Informationen sowie Formulare unter:  Bundesamt für Güterverkehr und  Antrag Förderprogramm "De-minimis"

Förderprogramm „AAS" Abbiegeassistenzsystemen

Mit dem Förderprogramm „AAS“ werden System- und externe Einbaukosten von Abbiegeassistenzsystemen bei der freiwilligen Ausrüstung oder Nachrüstung von Kraftfahrzeugen gefördert, um die allgemeine Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Wichtig: Der Antrag ist vor Beginn der Maßnahme zu stellen.
Weitere Informationen unter:  Bundesamt für Güterverkehr

Förderung der vernetzten Mobilität und des Mobilitätsmanagements „FöRi-MM"

Das Programm „FöRi-MM“ fördert Mobilitätskonzepte und Studien für Maßnahmen zur Digitalisierung zur Verbesserung der verkehrsmittelübergreifenden Mobilität.
Wichtig: Der Antrag ist vor Beginn der Maßnahme und spätestens bis zum 1. Juni des vorausgehenden Jahres einzureichen.
Weitere Informationen unter:  Ministerium des Inneren des Landes Nordrhein-Westfalen und Antrag Förderprogramm FöRi-MM

Gleisanschlussförderung

Mit dem Programm werden Errichtung, Reaktivierung und Ausbau von privaten Gleisanschlüssen gefördert.
Wichtig: Der Antrag ist vor Beginn der Maßnahme zu stellen.
Weitere Informationen und Formulare unter:  Eisenbahn Bundesamt

Erneuerung der Nutzfahrzeugflotte (ENF)

Das Programm „ENF“ fördert mit einem Zuschuss den Austausch der Bestandsflotte schwerer Nutzfahrzeuge zugunsten moderner Fahrzeuge der Schadstoffklasse Euro VI und die Anschaffung intelligenter Trailer-Technologien. Das Neufahrzeug muss der Fahrzeugklassen N2 oder N3 entsprechen und über eine zulässige Gesamtmasse von wenigstens 7,5 Tonnen verfügen.
Weitere Informationen unter:  Bundesamt für Güterverkehr

Kredite und Darlehen

NRW.BANK.Elektromobilität

Die NRW.Bank fördert mit einem Darlehen den Erwerb von Fahrzeugen ohne Verbrennungsmotor, das Umrüsten auf elektrische Antriebe und weitere Investitionen oder Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Zusammenhang mit Elektromobilität.
Wichtig: Eine Kombination mit Zuschussprogrammen des Landes,  ElektroMobilität NRW, ist möglich.
Weitere Informationen unter:  NRW.Bank.Elektromobilität

KfW Umweltprogramm

Die KfW Bank fördert Investitionen in Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
Weitere Informationen unter:  Website der KfW

Programme

"#mobilwandel2035 Zukunftswettbewerb nachhaltige Mobilität"

Mit dem Programm „#mobilwandel2035“ werden Ideen mit Innovationscharakter für eine nachhaltige Mobilität im Jahr 2035 gefördert. Der Wettbewerb richtet sich an juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts, z.B. Gebietskörperschaften, Hochschulen oder (gemeinnützige) Unternehmen.
Weitere Informationen unter:  Website des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Das Fördernavi

Eine Übersicht über Förderprogramme und Fördermöglichkeiten für nachhaltige Mobilitätsprojekte in NRW liefert der vom Zukunftsnetz Mobilität NRW entwickelte Förderfinder.
Die Online-Datenbank ist klar aufgebaut und intuitiv bedienbar. Die übersichtliche Darstellung und die Möglichkeit individuelle Ergebnisse anzeigen zu lassen, erspart Zeit bei der Recherchearbeit.
Alle Ergebnisse können als PDF heruntergeladen werden.