Corona

Hygiene und Arbeitsschutz in der Pandemie

Hinweise und Tipps zu Prävention, Verordnungen und Quarantäneregeln. Bitte informieren Sie sich zu den Bedingungen für Ihre Branche bei den Berufsgenossenschaften. In dem grünen Kasten unten finden Sie die Links dazu. Das ganze Gebiet der Arbeitsschutzvorschriften ist durch die Corona-Verordnungen noch komplizierter geworden. Wenn Sie Vorschriften nicht verstehen oder weitere Fragen haben, rufen Sie uns gerne an!
So komme ich als Unternehmen zu branchenspezifischen Informationen:
1.    Öffnen Sie die Sonderseite der Berufsgenossenschaften
2.    Wählen Sie Ihre jeweilige Berufsgenossenschaft aus
3.    Wählen Sie Ihre Branche aus
4.    Beachten Sie für Ihre Hygienekonzepte die Handlungshilfe und gesetzlichen Regelungen.
Weitere branchenspezifische Informationen erhalten Sie hier bei der DGUV.
Bei individuellen Fragen wenden Sie sich gerne an die DGUV oder auch gerne telefonisch an uns.

Novelle der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV)

Die Änderungsverordnung der Corona-ArbSchV ist am 10. September 2021 in Kraft getreten und wird bis zum 24. November 2021 gelten. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Dauer der epidemischen Lage nationaler Tragweite beschlossen.
Wichtig:
Weiterhin müssen Arbeitgeber ihren Beschäftigten zwei kostenlose Corona-Tests je Woche ermöglichen.  
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dort finden Sie auch ein FAQ zur Corona-Arbeitsschutzverordnung.

Die wichtigsten Änderungen für Arbeitgeber

  • „Bei der Festlegung und der Umsetzung der Maßnahmen des betrieblichen Infektionsschutzes kann der Arbeitgeber einen ihm bekannten Impf- oder Genesungsstatus der Beschäftigten berücksichtigen. In diesen Fällen sollen die Regelungen der CoronaSchVO für immunisierte Personen als Orientierungsmaßstab berücksichtigt werden.“
  • “Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten zu ermöglichen, sich während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen zu lassen. Der Arbeitgeber hat die Betriebsärzte und die überbetrieblichen Dienste von Betriebsärzten, die Schutzimpfungen aus Gründen des Bevölkerungsschutzes im Betrieb durchführen, organisatorisch und personell zu unterstützen.“
  • „Die Beschäftigten sind im Rahmen der Unterweisung über die Gesundheitsgefährdung bei der Erkrankung an der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) aufzuklären und über die Möglichkeit einer Schutzimpfung zu informieren.“

Wie kann und wie muss ich in meinem Betrieb Vorsorge gegen das Coronavirus treffen?

Die Homeofficepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz ist zum 30.06. ausgelaufen. Seit dem 10. September gibt es eine neue Version der Corona-Arbeitsschutzverordnung. Nach § 2 hat der Arbeitgeber eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und ein Hygienekonzept zu erstellen. Branchenbezogene Handlungshilfen sind bei den jeweiligen Unfallversicherungsträgern zu erhalten. In § 3 (Kontaktreduktion im Betrieb) heißt es: „Der Arbeitgeber hat alle geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen zu treffen, um betriebsbedingte Personenkontakte zu reduzieren. Die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen ist auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren“.
In der Begründung wird dazu ausgeführt „Betriebsbedingte Zusammenkünfte sind beispielsweise durch die Möglichkeit des Arbeitens von zu Hause auf das absolute betriebsnotwendige Maß zu beschränken. Kann dies nicht oder nur zum Teil umgesetzt werden, sind auf Grund des hohen Infektionsrisikos weitere Schutzmaßnahmen erforderlich. Insbesondere durch intensives und fachgerechtes Lüften kann eine Verringerung der Konzentration ausgeschiedener Viren bewirkt und damit das Infektionsrisiko in Räumen gesenkt werden. Die Installation von Abtrennungen, vorzugsweise aus transparentem Material, um die Atembereiche der Personen zu trennen, bietet einen Schutz für Tröpfcheninfektion, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. Die negativen Auswirkungen von Trennwänden auf die Lüftung sind zu berücksichtigen."
  • Nach § 3 Abs. 2 Nr. 4 der aktuell geltenden CoronaSchVO kann auf das Tragen einer Maske bei der Berufsausübung ausnahmsweise verzichtet werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 m sicher eingehalten wird, ausschließlich immunisierte Beschäftigte zusammentreffen oder an festen Arbeitsplätzen/in festen Teams ausschließlich immunisierte oder getestete Beschäftigte zusammentreffen, sofern nicht aus Gründen des Arbeitsschutzes das Tragen von Masken geboten ist.
  • Daneben bestehen weiterhin die Anforderungen aus der Arbeitsschutzregel, auf die in der Arbeitsschutzverordnung verwiesen wird.
  • Zudem enthält die Coronaschutzverordnung NRW Regelungen für Arbeitsplätze mit Kundenkontakt und zu einer Testpflicht nach (Urlaubs-)abwesenheit vom Arbeitsplatz.
  • Die arbeitsmedizinische Vorsorge erläutert Ihnen ebenfalls die BAuA. Was ist im Betrieb zu beachten, wenn ein Mitarbeiter infiziert ist? Wie sieht in Zeiten der Pandemie die Arbeitsvorsorge aus?
  • Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet Infografiken und Hygienetipps zum Download an.
  • Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat eine Checkliste zur Verfügung gestellt, welche Ihnen während und nach der Pandemie weiterhilft.
  • Hinweise zur Handhabung und Pflege von Behelfsmasken finden Sie auf der Seite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die IHK Köln hat Informationen zu Schnell- und Selbsttests für Sie zusammengestellt.
  • Der DIHK bietet Webinare zum Umgang mit Corona-Herausforderungen in Betrieben.
  • Das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung NRW hat Empfehlungen zur Beschäftigung von schwangeren und stillenden Frauen während der Corona-Pandemie veröffentlicht.

Was kann ich tun, wenn ich glaube, dass Mitarbeiter meines Unternehmens am Coronavirus erkrankt sein könnten?

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW hat eine neue Quarantäneverordnung erlassen, mit der für bestimmte Personengruppen eine automatische Quarantäne angeordnet wird.

Grundsätzliche Hinweise:

Bei einem konkreten Corona-Verdacht sollten die betroffenen Beschäftigten nach Hause gehen und ihren Hausarzt oder Hausärztin informieren. Bis zum Bekanntwerden des Testergebnisses muss der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin in häuslicher Quarantäne bleiben.
Im Betrieb sollten alle Kontaktflächen der betroffenen Person von unterwiesenen Reinigungskräften zunächst gründlich gereinigt werden. Eine Desinfektion von Oberflächen nach Kontamination durch COVID-19 erkrankte Personen kann eine Verbreitung des Erregers reduzieren.
Bei einem positiven Testergebnis meldet der Arzt das Ergebnis an das Gesundheitsamt. Dieses wendet sich dann an den Betrieb und kann in Absprache mit dem Arbeitgeber weitere Regelungen treffen.
Der Arbeitgeber sollte in dieser Zeit möglichst in Kontakt mit den betroffenen Beschäftigten bleiben, um Fragen zu Freistellung, Lohnfortzahlung, Heimarbeit oder Kontaktpersonen zu klären.
Die Stadt Köln hat unter der Nummer 0221/221-33500 ein "Bürgertelefon" geschaltet. Auch können Sie sich via E-Mail an folgende Adresse richten: quarantaene@stadt-koeln.de. Dort sollten Name und Telefonnummer hinterlegt werden!
Die IHK Köln bietet eine Übersicht über weitere Kontaktadressen der regionalen Behörden.

Was kann ich sonst noch tun?

Auch unabhängig vom Corona-Virus ist es für Unternehmen immer empfehlenswert, für den Fall einer Erkrankung des Geschäftsführers/der Geschäftsführerin einen „Notfallkoffer“ zu packen, der etwa mit Vollmachten, einem Vertretungsplan, Informationen zu Kunden- und Lieferantenstrukturen und einer Dokumentenmappe mit Bankverbindungen, Passwörtern versehen ist.
Weitere Informationen dazu gibt Ihnen gerne
Tanja Kinstle
Leiterin Unternehmensförderung
0221 - 1640 1570
tanja.kinstle@koeln.ihk.de
In Zeiten der Coronakrise sichern Home-Office-Möglichkeiten die Arbeitsfähigkeit vieler Betriebe. Hier finden Sie Informationen zum Förderprogramm " Go Digital", das Digitalisierungsmaßnahmen in Unternehmen fördert.

Vermittlungsplattformen für Schutzausrüstung und Masken

Die hier aufgeführten Vermittlungsplattformen vernetzen Angebot und Nachfrage.