Was kostet die neue CO2-Abgabe die Unternehmen?

Pressemeldung 11. Dezember 2020. IHK-Organisation bietet überarbeiteten Preisrechner

Am 1. Januar 2021 startet in Deutschland der nationale Emissionshandel zur CO2-Bepreisung von Brennstoffen. Auf die Unternehmen kommen damit erhebliche Mehrkosten zu: Pro Tonne CO2, die bei der Verbrennung von Diesel, Benzin, Erdgas, Flüssiggas und Heizöl entsteht, müssen die Inverkehrbringer dieser Brennstoffe ab Jahresbeginn zunächst 25 Euro zahlen. Kosten, die die Inverkehrbringer der Brennstoffe an die Abnehmer der Brennstoffe weitergeben werden.

Für Diesel und Heizöl ergibt sich damit ein Preisaufschlag von 6,7 Cent pro Liter im kommenden Jahr, bei Erdgas liegt der Preisaufschlag bei 0,5 Cent pro Kilowattstunde. Dabei wird es jedoch nicht bleiben, denn bis 2025 soll der Preis für die CO2-Zertifikate sukzessive bis auf 55 Euro steigen, bevor ab 2026 der eigentliche Emissionshandel mit einem Preiskorridor von zunächst 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2 folgen soll. Bei Diesel und Heizöl wäre das eine Erhöhung um 14,7 Cent pro Liter im Jahr 2025, bei Erdgas wären es 1,1 Cent pro Kilowattstunde.

Hintergrund ist das Klimapaket der Bundesregierung, in dessen Rahmen 2019 die Einführung einer CO2-Bepreisung beschlossen wurde. Ziel ist es, einen zusätzlichen wirtschaftlichen Anreiz für Energieeinsparungen und die Nutzung erneuerbarer Energien zu geben. Am 2. Dezember wurde ein erstes Verordnungspaket verabschiedet, das die organisatorischen Aspekte des Kaufs und Verkaufs von Zertifikaten und die Faktoren zur Berechnung der CO2-Emissionen der einzelnen Brennstoffe regelt. Für große Industrieanlagen wurden Mechanismen festgelegt, mit denen eine doppelte Belastung von Brennstoff-Emissionen, die bereits über den Europäischen Emissionshandel erfasst sind, vermieden werden soll. Eine weitere Verordnung soll in den kommenden Wochen die Entlastung von Unternehmen regeln, die aufgrund der CO2-Bepreisung in ihrer Wettbewerbsfähigkeit eingeschränkt werden.

Welche Mehrkosten sich durch die Verteuerung der im eigenen Unternehmen genutzten Energieträger ergeben, kann mit dem CO2-Preisrechner der IHK-Organisation ermittelt werden.

Sabina Janssen Hauptgeschäftsführung 0221 1640-1670 0221 1640-1690 sabina.janssen@koeln.ihk.de

Sabina Janssen

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