Ohne ÖPNV geht's nicht – die Bedeutung des ÖPNV für die regionale Wirtschaft

Die Studie zeigt: Der ÖPNV hat die Chance, sich zu einem umfassenden Mobilitätsanbieter zu entwickeln

In den vergangenen Jahren hat der ÖPNV in der Region Köln auch aus Sicht der regionalen Wirtschaft stetig an Bedeutung gewonnen. So stiegen etwa die Einnahmen der Verkehrsanbieter durch Job- und Großkundentickets kräftig an. Insgesamt werden rund ein Viertel aller Wege in der Region aus beruflichen Gründen zurückgelegt.

Corona bedingt hat sich die Situation für den ÖPNV dramatisch verändert. Zurückgehende Fahrgastzahlen stellen die ÖPNV-Anbieter vor große finanzielle Herausforderungen. Es kommt nun darauf an, wieder Vertrauen aufzubauen und den Ausbau des ÖPNV voranzutreiben. Auch zukünftig muss der ÖPNV ein Rückgrat der Mobilität bleiben.

Mit der vorliegenden Studie "Ohne ÖPNV geht's nicht - die Bedeutung des ÖPNV für die regionale Wirtschaft"  die von der Hochschule RheinMain im Auftrag der IHK Köln erarbeitet wurde, zeigt die IHK Köln den Stellenwert des ÖPNV für die Unternehmen in der Region auf und leitet Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung ab. Der ÖPNV hat demnach die Chance, sich zu einem umfassenden Mobilitätsanbieter zu entwickeln. Dafür sind die entsprechenden organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen zu schaffen. Wichtig bleiben Erhalt und Ausbau – dazu müssen die Kommunen aber auch in die finanzielle Lage versetzt werden. Die Wirtschaft hat ein hohes Interesse am Ausbau der Infrastruktur, auch in Bezug auf den ÖPNV.

Forderungen der IHK Köln:

  1. Politischen Stellenwert des ÖPNV erhöhen / Wahrnehmung in der Öffentlichkeit stärken
    • Förderung des ÖPNV als Teil eines umfassenden Gesamtverkehrskonzeptes
    • Verstärkte Image- und Öffentlichkeitsarbeit, um den ÖPNV als „sichere Bank“ für die regionale Wirtschaft auch in Krisenzeiten hervorzuheben
    • Bessere Anerkennung und Unterstützung des Taxigewerbes als wichtiger Teil des ÖPNV
  2. Organisation anpassen und Finanzierung sichern
    • Schaffung organisatorischer Voraussetzungen für die Integration ergänzender Angebote (z. B. Anrufsammeltaxen, Fahrradvermietsysteme und Carsharing-Angebote) in ein umfassendes öffentliches Mobilitätsangebot
    • Erarbeitung von Strategien für künftige Krisensituationen zur Sicherstellung der notwendigen Mobilität für die regionale Wirtschaft
    • Sicherung einer verlässlichen finanziellen Ausstattung des ÖPNV, sowohl für das Kerngeschäft als auch für ergänzende Angebote
  3. Verkehrsangebot und -nachfrage durch Anreize fördern
    • Konsequente Nutzung der Digitalisierung als Instrument für ein nutzerfreundliches Angebot und zur operativen Steuerung der Nachfrage (z. B. durch flexible Regelungen zum Homeoffice, durch Auslastungs-Apps)
    • Unterstützung der Mitgliedsunternehmen bei der Umsetzung des Betrieblichen Mobilitätsmanagements
Marion Marschall-Meyer Standortpolitik/RWWA 0221 1640-4050 0221 1640-4290 marion.marschall-meyer@koeln.ihk.de
Dr. Ulrich S. Soénius Standortpolitik/RWWA 0221 1640-4000 0221 1640-4090 ulrich.soenius@koeln.ihk.de

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