Möglichkeiten zur steuerlichen Entlastung für Unternehmen in der Corona-Krise

Hilfsangebote für Unternehmen mit wirtschaftlichen Problemen

Das Bundesministerium der Finanzen und die Länderfinanzministerien haben verschiedene steuerliche Erleichterungen beschlossen, um die von der Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen Steuerpflichtigen zu entlasten. Ziel ist es, die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.

Steuerliche Hilfsangebote weiterhin möglich – Antragsfristen beachten!
So wird für die Betroffenen weiterhin die Möglichkeit eingeräumt, Steuerzahlungen in der Regel zinslos zu stunden. Dies verschafft den Steuerpflichtigen eine Zahlungspause gegenüber dem Finanzamt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Vorauszahlungen zur Einkommen-, Körperschaft- und zur Gewerbesteuer herabzusetzen. Zudem soll auch die Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer für das Jahr 2021 ausgesetzt werden können, wenn das jeweilige Unternehmen stark von der Coronavirus-Krise betroffen ist. Neben diesen Maßnahmen können betroffene Unternehmen längstens bis zum 31. März 2021 vollstreckungsrechtliche Erleichterungen beantragen. Dadurch soll dann längstens bis zum 30. Juni 2021 von der Vollstreckung rückständiger oder bis zum 31. März 2021 fällig werdender Steuern (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, Lohnsteuer und Umsatzsteuer) abgesehen werden (Vollstreckungsaufschub).

Für die konkrete Inanspruchnahme der beschriebenen Steuererleichterungen setzen Sie sich bitte direkt mit Ihrem Finanzamt in Verbindung. Geht es Ihnen um die Stundung der Gewerbesteuer, ist Ihr zuständiger Ansprechpartner die Gemeinde-/Stadtverwaltung , da dieser die Festsetzung und Erhebung der Steuern obliegt. Geht es um die Versicherungssteuer oder das sogenannte Verfahren VAT on e-Services (besonderes Umsatzsteuerverfahren) sprechen Sie bitte das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) an. Bei den Steuern, die von der Zollverwaltung verwaltet werden (z.B. Energiesteuer und Luftverkehrssteuer), ist die Generalzolldirektion angewiesen worden, den Steuerpflichtigen in entsprechender Art und Weise entgegenzukommen. 

FAQs zum Thema "Corona und Steuern"
Einen kompakten Überblick über die näheren Einzelheiten der entsprechenden Maßnahmen finden Sie in den FAQs  (Frequently Asked Questions, deutsch: häufig gestellte Fragen) des BMF. Die Ausführungen gelten als allgemeine Hinweise im Umgang mit den sich aufdrängenden Fragestellungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise und werden regelmäßig aktualisiert.

Weiterführende Infos finden Sie auf unseren Internetseiten hier:

 Hinweise zur umsatzsteuerlichen Behandlung gewährter Corona-Hilfen
Nach Information des Bayerischen Landesamtes für Steuern stellen die im Rahmen der Corona-Hilfsprogramme gewährten Leistungen aus umsatzsteuerlicher Sicht echte nichtsteuerbare Zuschüsse dar und sind weder in den Umsatzsteuer-Voranmeldungen noch in den Umsatzsteuer-Jahreserklärungen anzugeben.

Dies gilt ebenso für das Anschlussprogramm "Überbrückungshilfe" des Bundes. Informationen zur umsatzsteuerlichen Behandlung gewährter Corona-Hilfen.