Mobile Wirtschaft

#GemeinsamWirtschaftBewegen

Die Region Köln ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Rund 150.000 Mitgliedsunternehmen beweisen das mit ihrer erfolgreichen Arbeit jeden Tag. Gleichzeitig stehen wir hier vor vielen Herausforderungen.

Wie gelangen Güter und Menschen zu den Unternehmen? Wie belasten Dieselfahrverbote, Baustellen, Staus und veraltete Infrastruktur den Wirtschaftsverkehr? Was kann der ÖPNV leisten?

Eine florierende Wirtschaft, ein gestiegener Transport- und Mobilitätsbedarf, steigende Einwohnerzahlen, ein hohes Verkehrsaufkommen – die Kapazitäten der Kölner Infrastruktur stoßen an ihre Grenzen. Staus und Umweltprobleme sind an der Tagesordnung, wenn täglich rund 300.000 Menschen in die Stadt, 400.000 innerhalb Kölns und ca. 150.000 Kölnerinnen und Kölner in die Region pendeln. Dazu kommen der allgegenwärtige Lieferverkehr, Baustellen und Verkehrswege, die an vielen Stellen nicht mehr zeitgemäß sind.

Es gilt neue Wege aufzuzeigen, damit Menschen und Güter ohne Umwege, Stress und Umweltbelastungen in die Unternehmen und wieder weg gelangen. Das verlangt Ideen und den Willen, Neues auszuprobieren, ohne das Alte gleich abzuschreiben. Hier sind zum einen die Unternehmen selbst gefragt, damit sie durch ein intelligentes betriebliches Mobilitätsmanagement zur Lösung der Verkehrsprobleme beitragen und daraus gleichzeitig einen unternehmerischen Nutzen ziehen.

Zum anderen müssen Politik und Verwaltung diesen Prozess voranbringen. Die IHK Köln sieht sich hierbei als Mittlerin, Unterstützerin und Beraterin. Mit Studien und Umfragen finden wir gemeinsam mit den Unternehmen heraus, welche Potenziale genutzt werden können. Dabei bleiben wir nicht in der Theorie stecken, sondern bieten praktische, greifbare und kostensenkende Lösungen an, die in den Unternehmen zeitnah umgesetzt werden und ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können. Denn ein intelligentes Mobilitätsmanagement führt – neben einer Minderung aller mit dem täglichen Verkehr verbundenen Beeinträchtigungen und Belastungen – auch zu einer höheren Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insbesondere vor dem Hintergrund der Fachkräftediskussion sind dies wichtige Aspekte.

Maßnahmen 2019

Die Maßnahmen der IHK Köln zum Thema Mobilität umfassen Informationsveranstaltungen, Beratungen (zum Beispiel zu schadstoffarmen Fahrzeugen, Fahrgemeinschaften, Fahrradnutzung u.v.m.), zielgerichtete Qualifizierungsmaßnahmen (zum Beispiel den Zertifikatslehrgang zum/zur Betrieblichen Mobilitätsmanager/in) und das Angebot, Alternativen zum privaten PKW konkret auszuprobieren, so etwa im Rahmen der Mobilitätstestwochen  von Mai bis September 2019.

Des Weiteren nimmt sich die IHK Köln mit Studien zur Verkehrsproblematik in Köln der dringendsten Probleme an und zeigt – daten- und faktenbasiert – Lösungen auf. So zum Beispiel mit der Studie Betriebliches Mobilitätsmanagement – Chancen für die regionale Wirtschaft aus Februar 2019, die verdeutlicht, wie ein betriebliches Mobilitätsmanagement für mehr Effizienz, eine höhere Wirtschaftlichkeit und gesundheitliche Vorteile für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgt.

Mit folgenden konkreten Maßnahmen unterstützt die IHK Köln Unternehmen darin, die Verkehrsproblematik nicht zum Nachteil für den wirtschaftlichen Erfolg werden zu lassen:

Studie als PDF 

  • Februar 2019: 5-Punkte-Plan zur Verbesserung der Kenntnisse; Förderung und Evaluation des betrieblichen Mobilitätsmanagements im Kammerbezirk:
  1. Fortbildungsprogramme fortsetzen und verstärken
  2. Mobilitätspartnerschaften aufbauen und unterstützen
  3. Unternehmen beratend unterstützen
  4. Unternehmenskooperationen aufbauen und unterstützen
  5. Wirkungen analysieren und quantifizieren
  • Mai/Juni: LKW-Parkraumanalyse Köln Die IHK Köln ließ durch die Universität Duisburg-Essen eine Studie zu den LKW-Stellplätzen im IHK-Bezirk erstellen. Konkret wurden 33 Autobahn-Rastanlagen und zwei Autohöfe im genannten Bezirk von der Studie erfasst. Das Ergebnis: Nahezu alle Rastanlagen sind deutlich überlastet, es fehlen insgesamt knapp 700 LKW-Stellplätze. Die IHK Köln setzt sich für eine deutliche Ausweitung der Stellplätze für LKW sowie für eine intelligentere Nutzung der vorhandenen Flächen unter Einsatz von bereits funktionsfähigen digitalen Parkleit- und Parkraummanagementsystemen ein.

Pressemitteilung

Zusammenfassung 

Komplette Studie als PDF

  • Mai bis September: Mobilitätstestwochen Unternehmen im IHK-Bezirk testeten Alternativen zu herkömmlichen Mobilitätslösungen, Mitarbeitende und Vorgesetzte probierten alternative Verkehrsmittel (und -wege), um Arbeitsplatz, Außentermine und andere Orte zu erreichen. Dabei konnten die Verkehrsmittel beliebig miteinander kombiniert werden, um den optimalen Mobilitätsmix zu finden.
  • Juni: Pressekonferenz Mobilitätstestwochen mit dem Ziel, mediale Aufmerksamkeit für die Mobilitätstestwochen zu erreichen und Unternehmen für die Angebote zu begeistern
  • Juni: Workshop zum Thema Erreichbarkeit/Mobilität; Diskussion der Ergebnisse aus der Studie zum Thema Erreichbarkeit/Mobilität mit Mitgliedern und Gästen
  • September: Bessere ÖPNV-Anbindung für Marsdorf. Informative Mittagspause in Kooperation mit der KVB AG und KE-CONSULT Kurte&Esser GbR mit dem Ziel, Unternehmen über eine Beschäftigungsbefragung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Pendlerverhalten zu informieren und sie hierfür zu gewinnen
  • September: Pressekonferenz zur Studie LKW-Parkraumanalyse Köln : Vorstellung der Ergebnisse zu den Auslastungszahlen der Stellplätze auf allen Rastplätzen im Kammerbezirk
  • September: Veranstaltung „Das städtische Mobilitätskonzept und Ideen für das betriebliche Mobilitätsmanagement“ mit dem Ziel, die Auswirkungen des Leverkusener Mobilitätskonzeptes auf die Wirtschaft und die die Leistungen der IHK Köln zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement aufzuzeigen
  • November: Veranstaltung „Innovative Mobilitätskonzepte für Unternehmen – Potenziale für den Strukturwandel im Rheinischen Revier
Dr. Ulrich S. Soénius Standortpolitik/RWWA 0221 1640-4000 0221 1640-4090 ulrich.soenius@koeln.ihk.de

Dr. Ulrich S. Soénius

Standortpolitik/RWWA

0221 1640-4000

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ulrich.soenius@koeln.ihk.de

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