Fachkräftemangel beschäftigt IHK-Wirtschaftsgremium Burscheid/Odenthal

Weitere Themen: Datenschutzgrundverordnung und Breitbandausbau

Burscheid/Odenthal, 15. November 2018. Im Mittelpunkt der Herbstsitzung des IHK-Wirtschaftsgremiums Burscheid/Odenthal stand das Thema Fachkräftemangel. Als ein mögliches Instrument, neue Fachkräfte zu gewinnen, stellte die Agentur für Arbeit die Weiterqualifizierung von Mitarbeitern vor. Maryo Fietz, Vorsitzender des Gremiums und Geschäftsführer der Fietz Kunststofftechnik GmbH, hat bereits gute Erfahrungen mit dem Weiterbildungsprogramm WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen) gemacht: „Wir haben vor einigen Jahren ehemalige Verkäufer einer insolventen Drogeriemarktkette zu Qualitätsprüferinnen umgeschult, die immer noch bei uns sind.“ Aktuell qualifiziert das Unternehmen mit dem Förderprogramm Maschinenbediener zu Maschineneinrichtern. „Weiterbildung der eigenen Belegschaft ist ein sehr gut geeignetes Mittel zur Bindung an das Unternehmen und somit zur Fachkräftesicherung“, so Fietz.

Odenthals Bürgermeister Robert Lennerts und Burscheids Bürgermeister Stefan Caplan, die ständige Gäste im Gremium sind, informierten die Unternehmerinnen und Unternehmer anschließend über den Stand zum Breitbandausbau. Für Odenthal hofft Bürgermeister Lennerts durch die aktuelle Nachfassaktion der Deutschen Glasfaser auf eine ausreichend große Nachfrage, um mit dem Ausbau zu beginnen. Burscheid, das zu großen Teilen bereits sehr gut angebunden ist, will über zwei Förderprogramme von Land und Bund die letzten weißen Flecken in den Außenortschaften beseitigen. Außerdem ist ein Anbieter bereit, das Gewerbegebiet Massiefen mit Glasfaser zu erschließen.

Darüber hinaus tauschten sich die Unternehmer über erste Erfahrungen mit der im Frühjahr in Kraft getretenen Datenschutzgrundverordnung aus. Annette Schwirten, Rechtsexpertin der IHK Köln, zeigte die wichtigsten Handlungsfelder auf und berichtete über mögliche Risiken beim Umgang mit den neuen Vorgaben. Um das Risiko der Abmahnungen aus wettbewerbsrechtlichen Gründen zu verhindern, fordern die IHKs in einem laufenden Gesetzgebungsverfahren, dass Verstöße gegen die DSGVO nicht abgemahnt werden können. Eva Babatz, Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg, rät: „Jedes Unternehmen muss sich mit der DSGVO beschäftigen, jedoch ist Panikmache nicht angesagt. Die große Abmahnwelle ist ja zum Glück ausgeblieben.“

Angela Hilsmann-Korbanka Hauptgeschäftsführung 0221 1640-1640 0221 1640-1690 angela.hilsmann-korbanka@koeln.ihk.de

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