Brexit: Abkommen hat Schlimmeres verhindert

Pressemitteilung, 29. Dezember 2020: IHK Köln bietet umfangreichen Service für betroffene Unternehmen

Das Handels- und Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich ermöglicht, dass auch nach dem 1. Januar 2021 Waren zollfrei ein- und ausgeführt werden können. Dies ist insbesondere für die Kfz-Industrie und für die Nahrungsmittelwirtschaft von Bedeutung, auf deren Produkte sonst hohe Zölle fällig gewesen werden. Dennoch gilt, dass Großbritannien am 1. Januar 2021 zum Drittland wird. Dann sind für alle Aus- und Einfuhren Zollanmeldungen erforderlich. Importeure und Exporteure müssen zudem – soweit noch nicht vorhanden – eine Registrierungsnummer (sog. EORI-Nummer) beantragen, die Voraussetzung für den Handel mit Drittländern ist. Auch ist zukünftig der Nachweis der Ursprungseigenschaft erforderlich, um von der Zollfreiheit
Gebrauch zu machen. Bürokratischer Aufwand, Zusatzkosten und eine langsamere Warenlogistik sind also vorprogrammiert. Alexander Hoeckle, Geschäftsführer International und Unternehmensförderung der IHK Köln: „Auch ein solch umfassendes Abkommen kann nicht an die Situation vor dem Brexit heranreichen. Aber es kann zumindest verhindern, dass zukünftig Zölle anfallen, dass sich die technischen Standards zu stark auseinanderentwickeln und dass Dienstleister für Arbeitseinsätze in Großbritannien ein Visum benötigen.“

Das Abkommen kann auch dazu beitragen, dass der Handel mit Großbritannien nicht noch weiter schrumpft. Seit 2015 sind die Exporte von NRW nach Großbritannien um über 20 Prozent gefallen, das Land ist von Platz 4 auf Platz 7 der wichtigsten Absatzmärkte abgerutscht. Der Rückgang des Warenhandels mit Großbritannien zeigt auch, wie intensiv sich die Firmen mit dem Brexit beschäftigen. IHK-Geschäftsführer Alexander Hoeckle: „Viele Firmen haben ihre Lieferketten und Geschäftsbeziehungen mit Blick auf den Brexit umgestellt, um weniger abhängig vom britischen Markt zu werden.“ Um Firmen bei der Vorbereitung auf den Brexit zu unterstützen, hat die IHK Köln eine Sonderseite zum Brexit eingerichtet. Mit Informationsveranstaltungen, Webinaren, Einzelberatungen und dem regelmäßigen
Austausch mit der Politik begleitet die IHK Köln die Firmen beim Brexit.

Fragen zum Brexit rund um die Uhr beantwortet auch ein Chatbot des Zolls


Werner Grosch Hauptgeschäftsführung 0221 1640-1650 0221 1640-1690 werner.grosch@koeln.ihk.de

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